Die Domstufen-Festspiele Erfurt zählen neben dem Rudolstadt-Festival, der Kulturarena Jena und dem Kunstfest Weimar zu den besuchermächtigsten Open-Air-Festivals in Thüringen. In dieser Saison spielt man vom 8. bis 31. August Giacomo Puccinis Welterfolgs-Oper „La Bohème“, mit Andrang ist zu rechnen. Wir klären die fünf wichtigsten Fragen:
1. Wie kriege ich Tickets?
Für jede der 20 Vorstellungen stehen 2100 Plätze zur Verfügung. Tickets kosten 95 Euro (Premiere) bzw. 75 Euro (Normalpreis); nachweislich Berechtigte erhalten wie üblich Nachlässe gewährt. Per Stand 22. Mai ist noch keine Vorstellung ausverkauft. Dennoch ist es ratsam, sich im Vorverkauf mit Eintrittskarten zu versorgen, vor allem an Wochenenden kann es an der Abendkasse eng werden. Karten gibt es:
- via Ticketshop Thüringen online, telefonisch unter 0361/227 5 227 (Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr) oder in den MedienStores unserer Zeitung.
- direkt beim Theater Erfurt online, telefonisch unter 0361/22 33 155 (Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr), an der Vorverkaufskasse im Theater oder per Email an vorverkauf@theater-erfurt.de
- an der Abendkasse auf dem Domplatz für die aktuelle Vorstellung, jeweils eine Stunde vor deren Beginn.
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2. Wie komme ich hin?
Wenn möglich, sollte man öffentliche Verkehrsmittel benutzen, das spart Stress. Der Domplatz Erfurt ist vom Hauptbahnhof aus recht bequem zu Fuß zu erreichen.
Alternativ empfehlen sich die Stadtbahnlinien 2 (z.B. vom Bahnhof aus) bis zur Haltestelle „Domplatz Süd“ oder, auch aus anderen Richtungen, die Linien 3 und 6 bis zur Haltestelle „Domplatz Nord“.

Sonntag
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Wer mit dem Auto anreist, parkt am besten zum Guten-Abend-Tarif für 5 Euro im Parkhaus Domplatz in der Bechtheimer Straße (430 Plätze) oder nutzt einen der 1400 gebührenfreien Park+Ride-Plätze der insgesamt 9 Erfurter P+R-Anlagen und fährt mit der Stadtbahn zum Ziel. Halteverbote hingegen sollte man grundsätzlich und besonders an Veranstaltungsabenden meiden.

3. Was taugt das Stück?
Nicht zufällig zählt „La Bohème“ zu den 10 beliebtesten Opern dieser Welt. Im Wikipedia-Ranking rangiert sie auf Platz 7, noch vor „Tosca“ und „Turandot“. 1896 komponiert, war sie Puccinis erster Welterfolg. Das Stück fällt in die Zeit des Verismo, als man versuchte, die Welt und ihre sozialen Verhältnisse möglichst realistisch abzubilden.
Die Musik ist tonal, warm, eingängig und birgt wundervolle melodische Linien, denn der im toskanischen Lucca geborene Puccini dachte stets von der menschlichen Stimme her. Die Liebesgeschichte im Künstlermilieu ist herzzerreißend melodramatisch; Taschentücher gehören für alle, die emotional erreichbar sind, daher zur Standardausrüstung. (Für die Domstufen empfiehlt sich zudem, ein Opernglas einzustecken.)
Zur Vorbereitung kann man entweder den der Oper zugrunde liegenden, epochemachenden Roman Henri Murgers (der darin seine Freunde im Quartier Latin porträtierte) lesen, oder sich mithilfe einer der zahlreichen Tonaufnahmen (z.B. mit den Dirigenten Votto oder Pappano) einhören.
4. Was gibt‘s zu essen?
Speisen und Getränke werden innerhalb des Domstufenareals angeboten. Etwas von zuhause mitzubringen, ist aus Sicherheitsgründen (Taschenkontrollen!) untersagt, damit keinesfalls etwa ätzende oder brennbare Flüssigkeiten aufs Gelände gelangen.
In der Catering-Zone stehen Genussboxen mit Antipasti und italienischer Salami sowie Butterbrezeln und kleine Snacks im Angebot; dazu alkoholfreie und alkoholische Getränke. Gläser können der Bruch- und Verletzungsgefahr wegen nicht auf die Tribüne mitgenommen werden; man darf aber in bereitstehende Plastikbecher umfüllen.

5. Was ist, wenn‘s regnet?
Einen Regenschirm während der Vorstellung aufzuspannen, ist strikt verpönt, weil dies die Sicht anderer Gäste behindert. Sicherheitshalber sollte man sich lieber mit wasserfester Kleidung ausrüsten; ideal sind Regen-Ponchos. Solche Ponchos werden auf dem Veranstaltungsgelände für 2,50 Euro verkauft und wandern, weil man sie hoffentlich nicht gebraucht hat, danach in die Hand- oder Sakkotasche.
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Witterungsbedingt kann der Vorstellungsbeginn verschoben werden. Fängt es während der Veranstaltung anhaltend zu regnen an, kann diese je nach Lage unterbrochen oder konzertant oder in gekürzter Fassung zu Ende gespielt werden.
Muss eine laufende Vorstellung abgebrochen werden, nachdem sie bereits 40 Minuten angedauert hat, gilt laut AGBs (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) des Veranstalters die Leistung als erbracht, und es besteht kein Anspruch auf Erstattung des Eintrittsgeldes.
Soweit die Absage einer Vorstellung erforderlich ist, geschieht dies grundsätzlich am Veranstaltungsort kurz vor Vorstellungsbeginn. Die Rückabwicklung der Karten erfolgt dann über die jeweilige Vorverkaufsstelle, über die die Karten gekauft wurden. Eventuell angefallene Hotel- und Fahrtkosten oder Bearbeitungsgebühren werden nicht erstattet.




