Beziehung

Diese Tipps gibt das Bachelor-Paar seinen Nachfolgern

Berlin.  Ex-Bachelor Andrej Mangold und Jennifer Lange: Ihre Beziehung ist die einzige, die nach der Show hielt. Was raten sie den Kandidaten?

Andrej Mangold und Jennifer Lange sind das einzige „Bachelor"-Paar, die noch offiziell zusammen sind.

Andrej Mangold und Jennifer Lange sind das einzige „Bachelor"-Paar, die noch offiziell zusammen sind.

Foto: Screenshot Instagram / @dregold

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Zum zehnten Mal sucht der „Bachelor“ auf RTL nach seiner Auserwählten. 2019 übernahm Andrej Mangold die Rolle des begehrten Junggesellen. Seine letzte Rose überreichte er Jennifer Lange. Die beiden sind das einzige Paar der Show, das noch immer zusammen ist. Im Interview verraten sie, was ihre Beziehung so besonders macht, geben dem aktuellen Bachelor Sebastian Preuss und den Kandidatinnen Tipps. Und sie erklären, wie es sein kann, dass Ex-Kandidatin Angelina Heger schon mit mehreren „Bachelor“-Teilnehmern zusammen war.

Herr Mangold, auf Instagram haben Sie am 6. Januar ein Foto von sich gepostet: oberkörperfrei mit der Bildunterschrift „Bachelor 2019, Glücklich vergeben 2020, Glücklich verheiratet 20..“. Gibt es Neuigkeiten?

Jennifer Lange: (lacht) Ich wusste es.

Andrej Mangold: (lacht) Es gibt keine Neuigkeiten. Und wenn es diese gäbe, würde ich sie anders verbreiten, als über einen Social Media Post. Mir war klar, dass da ein paar Fans anfangen zu spekulieren, aber eigentlich wollte ich nur etwas zum Staffelbeginn des neuen Bachelors posten. Und ich dachte, das Foto passt ganz gut dazu.

Haben Sie denn den diesjährigen Bachelor Sebastian Preuss schon kennengelernt?

Mangold: Persönlich noch nicht. Ich hatte aber Kontakt über Social Media mit ihm, ihn beglückwünscht und ihm angeboten, sich zu melden, wenn er Fragen hat.

Und, hat er Fragen gehabt?

Mangold: Nö, wir haben einfach darüber gesprochen, was auf ihn zu kommt, was für ein Medienecho ihn erwartet. Ich hab‘ ihm gesagt: „Genieß erstmal die Reise.“

Was wäre denn ihr Tipp für den Bachelor?

Mangold: Sei offen, sei ehrlich und du selbst. Nur, wenn du dich so gibst, wie du bist, kannst du schauen, ob da wirklich jemand Passendes für dich dabei ist.

Und ihr Tipp für die Frauen, Frau Lange?

Lange: Genau das gleiche.

Mangold: Kämpfe!

Lange: Nee. Entweder es passt oder es passt nicht. Man muss nur mit sich selbst kämpfen, weil man manchmal echt am Durchdrehen ist. Immer in dieser Villa, am Warten, keine Ablenkung. Man kann die Zeit aber auch gut nutzen, sich selbst und die Mädels besser kennenzulernen.

Wie schätzen Sie den Bachelor ein? Meint es Sebastian Preuss überhaupt ernst?

Mangold: Kann ich nicht genau sagen. Dafür kenne ich ihn zu wenig.

Sie haben die erste Folge gesehen. Ist bei den 22 Damen Beziehungsmaterial dabei?

Lange: Auf jeden Fall. Optisch sind hübsche Frauen dabei. Ich denke schon, dass da ein, zwei Hände voll Mädels dabei sind, die es ernst meinen.

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Woran sehen Sie das?

Lange: Es hat auf jeden Fall zwischen ihm und Wioletta geknistert. Das war die erste Dame, die aus dem Auto gestiegen ist. Sehr, sehr hübsch. Sie kommt sehr natürlich rüber. Ansonsten finde ich Linda noch sehr hübsch und offen. Da hat man gemerkt, dass er ihr gefällt und auch andersrum.

Mangold: Ja, da hat‘s geknistert.

Lange: Die Leah noch. Sie passen optisch gut zusammen, ist echt eine Niedliche.

Mangold: Und die Diana, die auf Manuel Neuer steht. Da passt er ja optisch voll ins Beuteschema.

Und wer meint es nicht ernst?

Mangold: Die dunkelhaarige Dame.

Lange: Vanessa.

Mangold: Genau. Sie meinte doch, dass sie auch nach zwei Wochen gehen kann. Hauptsache TV-Zeit und Zuschauerquoten.

Lange: Mir hat generell die Euphorie der Mädels gefehlt, als sie Sebastian das erste Mal gesehen haben. Da war keine, die meinte: „Boah, das ist ja voll mein Typ“. Sie fanden ihn alle ganz nett.

Aus Ihrer Erfahrung: Wie viele machen bei der Sendung für den Instagram-Fame mit und nicht für die Liebe?

Mangold: Ich denke, jede Frau in der Show ist offen zu daten. Aber sie gehen sicher auch mit der Intention rein, dass es ein Push für sie selbst sein kann. In der Show ist niemand nur wegen des Bachelors dabei. Höchstens noch wegen des Abenteuers, wie bei dir, Jenny.

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Sie wollten einfach nur eine spannende Zeit?

Lange: Es ist Quatsch zu sagen, man geht wegen des Bachelors rein. Den kennt man ja noch gar nicht. Vielleicht ist es ja gar nicht der Typ. Ich hatte einfach Lust auf ein Abenteuer, auf was Neues. War 25 und noch in meiner Findungsphase. Rückblickend war die Show das Beste, was mir passieren konnte.

Bachelor-Paar: „Wir haben viele Tränen vergossen“

Sie sind ja die absolute Ausnahme. Außer Ihnen gibt es kein glückliches Bachelor-Paar. Was hat Ihre Beziehung überleben lassen?

Lange: Eine ganz harte Schale, viel Zusammenhalt, wir sind ein super starkes Team. Viel Toleranz.

Mangold: Viel Kommunikation.

Lange: Viel Arbeit. Mit sich selbst, aber auch als Paar.

Mangold: Letztendlich haben wir uns extrem viel gesehen, alle Sendungen zusammen geschaut und auch aufgearbeitet. Dabei wurden auch echt viele Tränen vergossen. Es war wirklich schwierig.

Sie mussten ja tatsächlich einiges besprechen: Nach den Final-Dates hat Eva öffentlich erzählt, sie habe mit Ihnen geschlafen. Wie haben Sie das aufgearbeitet?

Mangold: Das Thema war schon besprochen.

Lange: Ich fand es nicht so schlimm. Zwar war ich von ihrer Aussage schockiert, weil ich sie so nicht eingeschätzt hätte und das ja für sie auch peinlich ist, so etwas im Fernsehen zu sagen, aber ich wusste es schon.

„Sie wurde vorgestellt als ’die Frau, die mit dem Bachelor geschlafen hat’“

Mangold: Ich wusste ja, dass wir uns nach dem Finale noch einmal wiedersehen und wollte schon vermeiden, dass es zu Stress kommt und habe um ein Gespräch gebeten. Doch dann setzt sie sich da hin, vor laufender Kamera, und macht irgendwelche dummen Anspielungen. Da dachte ich mir nur: „Oh mein Gott, du bist echt ein total falscher Mensch“. Wenn ich mich bei „Promi Big Brother“ als „die Frau, die mit dem Bachelor geschlafen hat“ vorstelle, dann sagt wohl sehr viel über eine Person aus. Und das ist nicht meins.

Ab wann wussten Sie, dass Sie beide ernsthaft aneinander interessiert sind?

Mangold: Das habe ich schon in der Show gemerkt. Sie ist mir aufgefallen, als hübsche Frau, die ihr Herz auf der Zunge trägt und die einen schönen Charakter hat. Ich hätte niemals gedacht, dass ich mich so ernsthaft verliebe. Aber spätestens bei den „Dream Dates“ wusste ich: Sie wird es sein.

Und bei Ihnen, Frau Lange?

Lange: Ich war direkt total geflasht von ihm. Optisch hat es total gepasst, dann war er auch noch Profi-Sportler. Nach unserem ersten Kuss war ich schockverliebt. So wie noch nie.

Hatten Sie das Gefühl, aus Selbstschutz gegen Ihre Gefühle ankämpfen zu müssen?

Mangold: Für mich war das, glaube ich, schwieriger. Du kannst mich gerne korrigieren, Schatz. Aber ich darf den Frauen gegenüber ja nichts verraten. Das heißt, ich musste jeder Frau gegenüber neutral sein. Entsprechend konnte ich nicht so offen und ehrlich sein, wie ich es eigentlich bin.

Gibt es einen wichtigen Moment zwischen Ihnen, den man nicht zu sehen bekam?

Mangold: (lacht)

Lange: (lacht) Ja, gibt es. Der wurde komplett rausgeschnitten.

Mangold: Ich glaube, dass wir da vertragstechnisch nicht drüber reden dürfen.

Mangold und Lange: „Wir sind echt an unsere Grenzen gestoßen“

Frau Lange, sie wurden relativ eifersüchtig dargestellt.

Mangold: (lacht) Relativ.

Haben Sie sich richtig dargestellt gefühlt?

Lange: Bis dahin war es mir nicht so richtig bewusst. Als ich die Interviews gegeben habe oder mit den Mädels gesprochen habe, habe ich schon mehrfach darüber nachgedacht, was ich sage und was nicht. Aber manche Dates kamen für mich in der Realität auch total anders rüber, als sie im TV dargestellt wurden. Letztendlich kam ich emotional mehrfach an meine Grenzen. Das kann, denke ich auch jede andere Frau verstehen, die sich vorstellt, dass der Mann, den sie toll findet, andere küsst.

Wie hat das öffentliche Kennenlernen Ihre Beziehung beeinflusst?

Mangold: Die Reise nach Mexiko war extrem schön. Das kann ich echt jedem empfehlen. Aber die Zeit danach war extrem schwierig. Du bist verliebt, willst dein Glück in die Welt tragen, du möchtest normale Dinge gemeinsam machen, wie ins Kino gehen oder einkaufen. Kannst es aber nicht. Wir sind teilweise nachts vermummt rausgegangen, um an die frische Luft zu kommen. Und dann siehst du da Menschen in Restaurants sitzen und kannst einfach nicht reingehen.
Da sind wir echt an unsere Grenzen gestoßen. Und dann, ein Tag nach dem Finale, stehen wir in der Europapassage in Hamburg, wo 8000 Menschen auf uns warten und wir können die Situation gar nicht realisieren. Der einzige Gedanke, den ich hatte, war: „Warum sind hier so viele Menschen, die ich nicht kenne?“ Aber alle kennen uns. Das ist schon ein krasser Kontrast.

Du wirst auf einmal überall erkannt. Teilweise sind wir auch nach dem Finale nicht vor die Tür gegangen, weil es uns einfach zu viel war. Wir konnten nicht in ein Restaurant gehen, ohne dass uns zehn, 20 Leute nach einem Foto gefragt haben. Das ist mittlerweile deutlich weniger geworden.

Mangold über Angelina Heger: „Hat sich als perfekte Kandidatin dargestellt“

Und wie beeinflusst die Sendung heute Ihre Karrieren?

Mangold: Die Sendung hat viel für mich getan. Durch Social Media verdienen wir jetzt beide Geld. Davor habe ich hauptberuflich mit dem Sport mein Geld verdient und nebenbei eine Agentur betrieben. Das hat durch meinen Bekanntheitsgrad einen Push bekommen und mir entsprechend weiter berufliche Perspektiven geöffnet. Deswegen habe ich die Show auch unter anderem gemacht.

Lange: Ich habe mir vorher über das Ausmaß keine Gedanken gemacht. Das Social Media Business hat mich mehr oder weniger überrollt. Wir haben diesen Weg nun eingeschlagen und der macht echt Spaß.

Gibt es eine typische Woche bei Ihnen?

Mangold: Eine typische Woche gibt es in der Selbstständigkeit nicht. Bei uns gibt es keinen Montag, Mittwoch oder Sonntag. Wir arbeiten sehr viel, sieben Tage die Woche, versuchen jedoch einen vernünftigen Ausgleich durch viel Sport, Zeit zu zweit und mit Freunden zu schaffen.

Haben Sie noch Kontakt zu Kandidatinnen von der Sendung?

Lange: Immer weniger. Ich hatte Kontakt zu Vanessa, Ernestine und Lara und habe jetzt nur noch wenig Kontakt zu Lara.

Mangold: Ich habe eigentlich gar keinen Kontakt zu den ehemaligen Kandidatinnen, außer man sieht sich mal auf einem Event.

Derzeit gibt es ein sehr interessantes Phänomen. Angelina Heger. Sie war schon mehrfach mit Bachelor-Teilnehmern zusammen. Jetzt ist sie sogar von einem schwanger. Wie erklären Sie sich das? Das kann doch kein Zufall sein.

Lange: Es ist schon etwas kurios. Aber vermutlich hält sie sich vor allem in diesen Kreisen auf.

Mangold: Dass es jetzt dreimal ein Bachelor war, mag Zufall sein, klingt aber wie ein dummer Zufall. Vielleicht ist es ihr Beuteschema. Das mit dem Baby ging auch recht schnell.

Es gibt fünf Jennys in der aktuellen Staffel. Warum mag RTL Jennys denn so besonders gern?

Lange: Vielleicht, weil es bei mir funktioniert hat.

Mangold: Hat sich als perfekte Kandidatin dargestellt. Volles Spektrum.

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