Ins Ehrenamt hinein geschnuppert

Zum zweiten Mal findet der Schülerfreiwilligentag in Eisenberg in 18 Einrichtungen statt. Das Motto lautete Jugend bewegt die Stadt.Rund 50 Jugendliche sammelten viele neue Erfahrungen, möglicherweise auch schon für ihren künftigen Beruf

Jens und Ulrike haben als Freiwillige gemeinsam mit Schülern der 9. und 10. Klasse im Förderzentrum Hainspitz den Schulgarten umgestaltet, Borde gesetzt, Unkraut gejätet, Erde gesiebt und sich am Ende zum Gruppenfoto zusammen gefunden.   Foto: privat

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Eisenberg. "Dies ist ein neuer Song" ließen Max, Jonas und Max von der Gruppe "Perry’s" bei der Abschlussveranstaltung zum Schülerfreiwilligentag vernehmen, der in Eisenberg zum zweiten Mal veranstaltet wurde. Für die rund 50 jungen Teilnehmer der 7. bis 11. Klassen war es eine neue Erfahrung, mehrere Stunden hintereinander zu arbeiten und in Situationen hinein zu schnuppern, die für sie nicht alltäglich sind.

Was sie getan und was sie dabei empfunden haben, das stellten am Ende des Tages viele der Aktiven in einer Präsentation vor. Beispielsweise Romy und Marie Luise. Sie haben im "Wasserturm" mit an der Hörzeitung für Blinde gearbeitet und dazu andere Freiwillige interviewt. So beim Kindergarten "Regenbogen", wo sich gleich fünf Schüler aus der Eisenberger Regelschule engagierten. Sarah verriet: "Ich will später auch Kindergärtnerin werden." Melanie gab zu: "Erstens ist es ein Vorteil, weil wir nur drei Stunden in der Schule haben, und es macht Spaß, im Kindergarten zu arbeiten."

Vor dem Publikum in der Aula des Bildungs- und Technologiezentrums erzählte Mercedes noch: "Wir haben gemeinsam mit den Kindern Experimente gemacht unter anderem mit Wasser Lebensmittelfarbe und Natron, um zu zeigen, wie ein Vulkan funktioniert." Auch Geschichten haben Freiwillige im "Regenbogen" und anderen Kindergärten vorgelesen, den Kindern beim An- und Ausziehen geholfen, mit ihnen gespielt und gebastelt.

Franziska, Johanna, Sina und Emely waren im Tierheim begeisterte Hunde-Ausführer und haben Katzenhäuschen gestrichen. Ein Junge hat im Tiergarten geholfen.

Im Diakoniezentrum Bethesda unterstützten Alex und Felix den Hausmeister, zwei Mädchen und ein Junge erzählten: "Wir haben mit den Omas Erdbeer-Kuchen gebacken und auch gesungen." Zwei Schüler-innen überprüften in der Bibliothek, ob die Spiele vollständig sind. Cindy war im Eisenberger Kunstverein und fertigte mit Juliane Rödiger einen Hut an, der eine besondere Rolle bei der "Kunst im Bogengarten" spielen soll.

Max hat sich gleich zwei Einsatzorte gesucht, vormittags die Eisenberger Tafel, nachmittags das Jugendbüro, wo er Lebensmittel mit sortierte und gemalert hat. Andere Jungs und Mädels haben die Wände in den Jugendhäusern "Sicor" und "Wasserturm" verschönert. Und was die Helfer im Butz-Organisationsteam aus Mehl, Obst, Kartoffeln und anderen Zutaten "zauberten", das konnten die Teilnehmer der Abschlussveranstaltung selbst beurteilen. Rosemarie Angermann, Geschäftsführerin des Butz, das den Freiwilligentag innerhalb des Projekts Stärken vor Ort organisierte, bedankte sich bei den Schülern und allen Unterstützern. Sie hofft, dass die Aktion auch künftig stattfinden kann. Da das für 2012 noch unklar ist, bat sie die Stadt und den Landkreis um Unterstützung.

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