Erschreckendes Ergebnis nach fünf Stunden Kontrolle auf der Autobahn

Schleiz  Die Autobahnpolizei hat am Dienstag auf der A 9 zwischen den Anschlussstellen Schleiz und Dittersdorf Fahrzeuge kontrolliert. Was die Polizisten erlebten, machte sie fassungslos.

Bei der Ladungssicherung.

Bei der Ladungssicherung.

Foto: Polizei

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Auf der A 9 in Fahrtrichtung Berlin zwischen den Anschlussstellen Schleiz und Dittersdorf hat die Autobahn am Dienstagmorgen bis in den frühen Nachmittag Lkw und auch einige Pkw kontrolliert.

Wie die Polizei mitteilt, soll damit der stetig zunehmende Güterverkehr auf den Autobahnen überwacht werden, denn es gebe teilweise Sicherheitsmängel. Nicht selten seien auch unbeteiligte Personen betroffen, wenn es infolge von technischen Mängeln oder Übermüdung der Fahrer zu schweren Verkehrsunfällen komme, teilt die Polizei mit.

Derartige Kontrollen sollen Verstöße aufdecken, wie zum Beispiel überhöhte Geschwindigkeiten, zu geringer Sicherheitsabstand, Überladung, Lenk- und Ruhezeitverstöße.

Darüber hinaus waren auch zivile Fahnder eingesetzt worden, um Schleusungen oder Betäubungsmittelverstöße zu kontrollieren.

Eine Geschwindigkeitskontrollstelle wurde eingerichtet, um die gefahrenen Geschwindigkeiten zu überwachen. Im Vorfeld der Kontrollstelle wurde die Geschwindigkeit herabgesetzt und ein sogenannter Geschwindigkeitstrichter mit der Beschilderung Verkehrskontrolle eingerichtet.

Was sich dort in den knapp fünf Stunden an extremen Ergebnissen zeigte, könnte man schon fast als ignorantes Verhalten einzelner Fahrer bezeichnen, teilt die Polizei mit und schreibt, dass die eingesetzten Beamten fassungslos waren.

Bei den 5347 Fahrzeugen, die durch die Messstelle fuhren, gab es insgesamt 546 Beanstandungen. Mehr als zehn Prozent aller Fahrer waren schneller als die erlaubten 60 Kilometer pro Stunde. Von diesen Geblitzten müsse nun jeder vierte Fahrer demnächst seinen Führerschein für mindestens einen Monat abgeben, schreibt die Polizei.

417 Bußgelder (davon 137 mit Fahrverbot) und 129 Verwarngelder notierte die Polizei. Der Schnellste war ein Mercedes, der offensichtlich mit seinen 161 Kilometer pro Stunde überhaupt keine Beschilderung mehr wahrgenommen habe, weil er so „zügig unterwegs war“. Die Polizei weist darauf hin, dass die 60er-Zone dort auch eingerichtet worden sei, um die Polizisten zu schützen, die sich im Bereich der Fahrbahn bewegten.

An der Kontrollstelle wurden insgesamt 76 Fahrzeuge geprüft. Darunter waren zehn Pkw, 61 Lastzüge und fünf Kleintransporter. Wegen Verstößen gegen die Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeit) gab es bei 13 Fahrern Beanstandungen, bei drei Lkw waren die Ladungen nicht ordnungsgemäß gesichert und zwei weitere waren überladen.

Zwei Lastzüge mussten zunächst abgestellt werden, bis die Mängel behoben wurden.

Polizeibeamte der Schwerverkehrskontrollgruppen der Autobahnpolizei am Hermsdorfer Kreuz, Nordhausen, Zella-Mehlis, Waltershausen und der Verkehrspolizeien Bayreuth sowie Hof nahmen an der Kontrolle teil. Unterstützt wurden die Kollegen von Beamten des BAG, des Hauptzollamtes Erfurt und des Landeskriminalamtes Thüringen. Ebenso vor Ort waren Mitarbeiter der DEKRA, des Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Natur, des Thüringer Landesamt für Verbraucher- und Arbeitsschutz und Studenten der Thüringer Verwaltungsfachhochschule Polizei.

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