Jena: Suche nach Brandstifter weiterhin erfolglos

Jena  Nachgehakt: Auch am Allendeplatz brannte ein Keller. Die Mieter beklagen fehlenden Strom.

Die Feuerwehr bei einem Löscheinsatz in Lobeda-Ost. Foto (Archiv): Lutz Prager

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Nach einem weiteren Kellerbrand, diesmal im Wohnhaus Nummer 13 am Salvador-Allende-Platz (wir berichteten), bleiben für Mieter und Vermieter ­einige Fragen offen. Am 11. Mai brachten in den Morgenstunden insgesamt sieben Feuerwehrfahrzeuge den Brand der Kellerbox sowie die starke Rauchentwicklung unter Kontrolle. Die Brandursache ist laut Polizeiangaben noch ungeklärt, eine ­erneut kriminelle Handlung wie bei einer Brandserie Anfang März sei denkbar.

Währenddessen beschäftigt die Mieter der neun Stockwerke im Wohnhaus am Allendeplatz die Frage, wann sie wieder uneingeschränkt Zugang zu Strom, Telefon und Internet haben werden. Eine Mieterin teilte unserer Zeitung mit, dass trotz mündlicher und schriftlicher Anfragen von der zuständigen Wohnungsbaugesellschaft Jenawohnen keine zufriedenstellende Antwort erfolgte. „Am Donnerstag hieß es noch, es könne bis zu drei Wochen dauern. Aber etwas Genaues wurde uns nicht mitgeteilt“, sagt die Mieterin.

Wir fragten bei Jenawohnen nach. Sprecher Gunnar Poschmann teilte mit, dass mit Hochdruck an der Behebung der ­Beschädigungen, vornehmlich der Instandsetzung von verschmorten Leitungen und ­Multimediakabeln, gearbeitet werde. Wie lange dies noch dauert, könne er aktuell nicht sagen. Während der Strom in allen Wohnungen wieder normal über die Steckdosen bezogen werden könne, gebe es in Einzelfällen noch leichte Einschränkungen bei Deckenbeleuchtungen und TV-Anschlüssen.

Zudem habe die Versicherung erst am gestrigen Freitag Maßnahmen wie das Reinigen der Brandschäden freigegeben. Jenawohnen bittet um Verständnis, dass nicht alle Reparaturen sofort behoben werden können.

Gunnar Poschmann machte zudem darauf aufmerksam, dass der oder die Täter von den Bränden der vergangenen Wochen immer noch flüchtig seien und weiterhin eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro für Hinweise zur Erfassung ausgeschrieben ist. Die notwendigen Informationen würden in jedem Hauseingang aushängen. Dort sei auch der Kontakt zur Mieterbetreuerin vermerkt.

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