Vermisster Geraer Student tot in Tschechien gefunden

Der seit März 2011 vermisste Max Weil aus Gera ist tot. Der damals 22-jährige Student an der Berufsakademie Gera war in jenem Frühjahr urplötzlich ohne ein Lebenszeichen an Freunde oder Familie verschwunden.

Auch mit Plakaten war damals nach dem vermissten Student gesucht worden. Archiv-Foto: Katrin Wiesner

Auch mit Plakaten war damals nach dem vermissten Student gesucht worden. Archiv-Foto: Katrin Wiesner

Foto: zgt

Gera. Jetzt ist es traurige Gewissheit. Bei dem an der tschechischen Grenze gefundenen Leiche handelt es sich um den vermissten Max Weil aus Gera.

Am 23. Mai war nahe der Staatsgrenze in der Region Decin-Maxicky/Tschechien das Skelett eines zunächst unbekannten männlichen Toten gefunden worden. Die Gerichtsmedizin geht von einer Liegezeit zwischen eins bis fünf Jahren aus. Die molekulargenetischen Vergleichsuntersuchungen haben zweifelsfrei die Identität des Toten bestätigt. Es handelt sich um den hier vermissten Max Weil. Ein Verbrechen wird durch die tschechischen Behörden ausgeschlossen.

Am 1. März 2011, als Max zum letzten Mal gesehen wurde, hatte er in der Berufsakademie in Tinz eine Klausur geschrieben. Danach soll er von einem Kommilitonen mit in die Stadt genommen worden sein. An den Gera-Arcaden sei er aus dem Auto gestiegen und habe dann mit der Straßenbahn nach Lusan fahren wollen. Seither fehlte von ihm jede Spur.

Ursprünglich stammte Max Weil aus Frankfurt/Main. Die Eltern baten 2011 auf Vermissten-Such-Seiten im Internet um Hilfe, sie waren selbst in Gera, um ihr Kind zu suchen und Fotos zu verteilen. Das Gesicht des jungen Mannes schaute damals in Gera von unzähligen Plakaten. "Keine Spur, nur Rätsel und Spekulationen. Max ist da etwas passiert, was geklärt werden muss", schrieb die verzweifelte Mutter damals im Internet.

Geraer BA-Student ist spurlos verschwunden

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