Versuchte Entführung in Neustadt an der Orla war geflunkert

Neustadt an der Orla.  Der Junge hatte sich den Vorfall ausgedacht und entschuldigt sich bei der Polizei.

Die Polizei hatte umgehend Ermittlungen nach einer angezeigten versuchten Kindesentführung eingeleitet. Jetzt gestand der Junge, geflunkert zu haben.

Die Polizei hatte umgehend Ermittlungen nach einer angezeigten versuchten Kindesentführung eingeleitet. Jetzt gestand der Junge, geflunkert zu haben.

Foto: Patrick Seeger / dpa

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Glückliches Ende einer vermeintlichen versuchten Entführung: Das Kind räumt ein, sich die Räuberpistole ausgedacht zu haben.

Am Donnerstag voriger Woche verbreitete sich die Meldung, wonach am Nachmittag ein unbekannter Mann versucht habe, in Neustadt an der Orla einen elfjährigen Jungen zu entführen. Der Mann habe das Kind in der Straße am Gamsenteich am Arm gepackt, um es in ein parkendes Auto zu stoßen. So schilderte es der elfjährige Bub gegenüber seiner Mutter und bei der Polizei.

Doch die Ermittler stießen auf Widersprüche. OTZ recherchierte und nahm am Mittwoch Kontakt mit der Mutter auf. Noch am gleichen Abend rief der Junge dann selbst bei der Polizei an und bat um Entschuldigung. Er habe sich die Geschichte ausgedacht, weil er die Zeit vertrödelt hatte und zu spät nach Hause gekommen war.

Gestern meldeten sich dann das Kind und die Mutter auch bei der OTZ und stellten klar, dass kein versuchter Entführungsfall vorliegt. „Eigentlich hat mein Junge keinen Grund, sich solche Geschichten auszudenken, nur weil er zu spät nach Hause kam“, sagte die Mutter. Sie bedauerte zugleich, etwas vorschnell über Facebook zur Fahndung aufgerufen zu haben.

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