Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete teils in Quarantäne

Suhl.  Ein Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Jetzt steht die Einrichtung teils unter Quarantäne.

Ein Wohnheim der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Suhl (Archiv).

Ein Wohnheim der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Suhl (Archiv).

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Thüringens zentrale Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Suhl steht wegen einer bestätigten Coronavirusinfektion teilweise unter Quarantäne. Betroffen sind nach Angaben eines Sprechers des Migrationsministeriums alle rund 500 Bewohner.

Eine Person in der Einrichtung wurde positiv auf das Coronavirus getestet, wie die Stadtverwaltung Suhl am Samstag mitteilte. Das Testergebnis sei am späten Freitagabend eingetroffen.

Migrationsministerium, die Stadt Suhl, das Landesverwaltungsamt und das Gesundheitsministerium seien in einem engen Austausch, sagte Thüringens Migrationsminister Dirk Adams (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur.

Die positiv getestete Person ist nach Angaben seines Ministeriums weiterhin in der Erstaufnahmeeinrichtung - jedoch isoliert und unter ärztlicher Beobachtung. Demnach gebe es genügend Platz für Quarantäne- und Isolierungsmaßnahmen. Die Einrichtung sei für 1200 Bewohner ausgelegt und derzeit nur mit 500 besetzt.

Laut Adams wird Thüringen bei dem Easy-System des Bundes für die Erstverteilung von Asylsuchenden vorerst nicht mehr berücksichtigt. „Es kann trotzdem sein, dass noch Leute zu uns auf dem Weg sind. Diese werden empfangen und können sicher untergebracht werden“, sagte Adams. Für die Neuankömmlinge sei in einem separaten Gebäude Platz reserviert - getrennt von dem unter Quarantäne stehenden Gebäude.