Altenburger Land gilt jetzt auch als Corona-Hotspot

Altenburg.  Die 7-Tage-Inzidenz im Altenburger Land liegt bei 55,93 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner. Das gilt jetzt für den Landkreis.

Das Infektionsgeschehen bleibt dynamisch. Im Altenburger Land sind mittlerweile 180 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden (Symbolfoto).

Das Infektionsgeschehen bleibt dynamisch. Im Altenburger Land sind mittlerweile 180 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden (Symbolfoto).

Foto: Marco Schmidt

Das Infektionsgeschehen im Altenburger Land entwickelt sich weiter dynamisch nach oben. Erneut ist die Zahl der Personen, die sich mit dem Sars-CoV-2-Virus angesteckt haben, gestiegen. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Am Donnerstagvormittag registrierte das Gesundheitsamt im Landkreis 64 aktiv infizierte Personen. Das sind noch einmal elf mehr als am Vortag. Spezielle Infektionsherde, sogenannte Hot-Spots, lassen sich derweil nicht ausmachen, ebenso wenig eindeutige Infektionsgründe, vielmehr ist die Lage von einer diffusen Ausbreitung der Erreger im Altenburger Land gekennzeichnet.

Landrat Uwe Melzer appelliert deshalb eindringlich an die Bevölkerung, auf nicht notwendige Kontakte zu anderen Personen zu verzichten, strikt die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten sowie den Mund-Nasen-Schutz konsequent im öffentlichen Nahverkehr und in geschlossenen Räumen wie Geschäften zu tragen.

Diese Regeln gelten ab Sonnabend:

Darüber hinaus hat der Verwaltungsstab des Landkreises am Donnerstag vor dem Hintergrund der aktuellen 7-Tage-Inzidenz von 55,93 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner Maßnahmen beschlossen, die ab Sonnabend in Kraft treten. Demnach sind private Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 25 Personen und unter freiem Himmel mit mehr als 50 Personen nicht gestattet.

Bei öffentlichen Veranstaltungen ist die Teilnehmerzahl unter freiem Himmel auf höchstens 200 Personen, inklusive Personal und Beteiligte, begrenzt. In geschlossen Räumlichkeiten gilt eine Obergrenze von alles in allem 100 Personen. Die grundsätzliche Genehmigungspflicht öffentlicher Veranstaltungen bleibt davon unberührt und gilt uneingeschränkt fort.

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Zudem werden Pflegeeinrichtungen verpflichtet, Besucher-Listen für eine eventuelle Kontaktpersonenverfolgung zu führen.

Ferner wird die Tragepflicht der Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum konkretisiert

Ähnlich der Regeln in den Nachbarregionen des Landkreises müssen ab Sonnabend Masken getragen werden:

  • bei Betreten und Aufenthalt in öffentlichen Gebäuden wie Behörden
  • in öffentlich zugänglichen Bereichen von Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben (Gänge, Foyer, Fahrstühle, Gastraum) von Kunden und Personal, ausgenommen sind am Tisch sitzende Gäste
  • bei Betreten und Aufenthalt überdachter Verkehrsflächen von Einkaufszentren
  • bei Nutzung von Taxis, privater Beförderungsleistungen mit Ausnahme der Personen des eigenen Haushalts
  • in medizinischen und therapeutischen Einrichtungen, insbesondere Arzt- und Therapiepraxen, medizinischen Versorgungszentren und Krankenhäusern für Patienten (für das Personal medizinischer Mund-Nasen-Schutz
  • bei Betreten und Aufenthalt von/an Orten zur Abgabe von Speisen und Getränken zum Mitnehmen beziehungsweise Ausliefern.

Des Weiteren werden für einzelne Berufsgruppen die spezifischen Branchenregelungen des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie Handlungsanweisungen zur Umsetzung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards der Berufsgenossenschaften in der jeweils aktuellen Fassung als verbindlich erklärt. Betroffen davon sind Kosmetik- und Nagelstudios, Piercing- und Tätowierungseinrichtungen, Fußpflege sowie das Friseurhandwerk und Barbierbetriebe.