Corona-Fall in Bürgel: Teil der Verwaltung ist in Quarantäne

Bürgel.  Bürgels Bürgermeister berichtet aus dem Homeoffice von Bemühungen, die Arbeit im Rathaus am Laufen zu halten.

Die Absperrungen vor dem Bürgeler Rathaus haben nichts mit dem Corona-Fall zu tun, sondern mit den laufenden Bauarbeiten im Stadtzentrum.

Die Absperrungen vor dem Bürgeler Rathaus haben nichts mit dem Corona-Fall zu tun, sondern mit den laufenden Bauarbeiten im Stadtzentrum.

Foto: Martin Schöne

„Nachdem wir im Rathaus eine Person hatten, die außerhalb von Bürgel wohnt und positiv auf Covid-19 getestet wurde, waren die Testergebnisse der Kontaktpersonen in der Stadtverwaltung negativ, auch meins.“ Mit diesen Worten beginnt eine Mitteilung des Bürgermeisters der Stadt Bürgel, Johann Waschnewski (CDU). Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

An diesem Donnerstag würden er und weitere Mitarbeiter der Stadt aus der häuslichen Quarantäne ins Rathaus zurückkehren können, teilte Waschnewski auf Nachfrage mit. Man sei froh, dass der Dienstbetrieb und die Stadtratssitzung mit dem Beigeordneten und den Mitarbeitern, die nicht betroffen waren, abgesichert werden konnte und dass die Hygiene- und Vorbeugungsmaßnahmen funktioniert haben.

Die erkrankte Person sei genesen, hält der Bürgermeister fest. Diese hatte die Stadtverwaltung über den positiven Test informiert, woraufhin man unverzüglich mit dem Gesundheitsamt kommuniziert habe, um das weitere Vorgehen zu koordinieren. In der Folge hätten etwa zehn Personen in Quarantäne geschickt werden müssen. „Zu Anfang ist man erst einmal konzentriert, versucht Kontaktpersonen zu identifizieren und die Abläufe anzupassen“, berichtet Johann Waschnewski von den Bemühungen, die Verwaltungsarbeit unter diesen Bedingungen aufrecht zu erhalten.

Die eingeschränkten Öffnungszeiten mit Terminvereinbarung haben es erlaubt, bereits vereinbarte Termine zu verschieben oder Sachverhalte per Telefon oder E-Mail zu klären. Zudem habe man auf Homeoffice-Möglichkeiten zurückgreifen können, die bereits eingeführt worden waren, als einige Mitarbeiterinnen die Kinderbetreuung im Frühjahr nicht anders absichern konnten, weil Kindergärten und Schulen geschlossen waren.

„Dankbar bin ich besonders auch zwei Mitarbeitern, die ihren bereits genehmigten Urlaub verschoben haben. Als kleine Verwaltung sind wir auch im Normalbetrieb darauf angewiesen, dass wir uns alle gegenseitig unterstützen, was in dieser besonderen Situation umso mehr geholfen hat“, vermittelt Waschnewski.

Zwar hätten Prioritäten gesetzt und nicht alle Vorgänge in üblicher Weise erledigt werden können, aber die digitalen Möglichkeiten erlaubten das Aufrechterhalten der Kommunikation und die gegenseitige Abstimmung. „Diese Erfahrung hilft auch für künftige Ereignisse, die zwar hoffentlich nicht so schnell wieder eintreten, aber jede Verwaltung oder auch jeden Betrieb treffen können“, zieht der Bürgermeister ein erstes Fazit.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie habe es in der Erfüllenden Gemeinde Bürgel nur einen bestätigten Corona-Fall gegeben. Bei insgesamt 160 infizierten Personen im Saale-Holzland-Kreis – mit Stand vom Dienstagmittag – sei man in der Töpferstadt bisher am geringsten betroffen, allerdings nehme die Zahl der aktiven Corona-Fälle im Landkreis deutlich zu.

Seniorenweihnachtsfeier vorsichtshalber abgesagt

Daher gelte es, noch mehr Achtsamkeit hinsichtlich der Hygiene- und Abstandsregeln an den Tag zu legen, betont Johann Waschnewski. In geschlossenen Räumen sei regelmäßiges Lüften angeraten. Das Rathaus könne weiterhin nach Terminvereinbarung betreten werden, wobei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und Händedesinfektion erbeten sind.

„Die Gesundheit geht vor“, erinnert der Bürgermeister und weist in diesem Zusammenhang auf die Absage der großen, zentralen Seniorenweihnachtsfeier im Schützenhaus hin. Denn Risikogruppen und Pflegeeinrichtungen seien besonders zu schützen.