Corona-Inzidenzwert in Gera rutscht am Sonntag wieder unter 50

Gera.  Corona-Lage in Gera: Nach 51,5 am Samstag ist der Wert laut Stadt und RKI am Sonntag wieder unter den kritischen Wert von 50 gesunken.

Von Samstag auf Sonntag kamen zwei Coronafälle in Gera dazu.

Von Samstag auf Sonntag kamen zwei Coronafälle in Gera dazu.

Foto: Tino Zippel

Nach einem Tag über dem kritischen Grenzwert von 50 liegt der Corona-Inzidenzwert am Sonntag, 25. Oktober, wieder darunter. Der Wert der positiv Getesteten der zurückliegenden sieben Tage, hochgerechnet auf 100.000 Menschen, sank von 51,5 am Samstag auf 44,0 am Sonntagmorgen. Das melden die Stadt Gera und das Robert-Koch-Institut (RKI) in seiner Übersicht übereinstimmend. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Ob dies im üblicherweise geringeren Melde- und Testauswertungs-Geschehen an Wochenende begründet ist, oder der Wert vom Samstag ein „Ausreißer“ nach oben war, wird sich wohl erst Anfang der kommenden Woche zeigen. Durch zwei weitere positive Coronatests stieg die am Sonntagmorgen gemeldete Zahl der aktiven Fälle in Gera auf 87.

Am Samstag kündigten Bürgermeister und Krisenstabschef Kurt Dannenberg (CDU) auf Nachfrage und später Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos) in einer Videobotschaft an, das über eine etwaige neue Allgemeinverfügung am Montagmorgen beraten werde. Gerade wegen einer möglicherweise um den Wert 50 schwankenden Zahl hatte sich Dannenberg gegen überstürztes Handeln bereits am Wochenende ausgesprochen. Nichtsdestotrotz hatte die Stadt bereits am Freitagabend angekündigt, dass sie vorausschauend weitergehende Maßnahmen vorplane. Weil laut Stadt wissenschaftliche Studien im privaten Bereich, also private Feiern und Feste im engen Freundeskreis, einen Hauptübertragungsort sehen, müsse man „zielgerichtet und ausgewogen Regelungen finden, die dazu führen, dass der Personenkreis auf öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen noch weiter eingeschränkt werden muss“.

Zudem müsse gegebenenfalls auch „eine Maskenpflicht im Freien da eingeführt werden, wo viele Menschen nicht die Sicherheitsabstände von 1,50 Meter einhalten können“, so der Bürgermeister in der Mitteilung am Freitag. Er sieht „jeden Einzelnen in der Pflicht, zum Wohle der Stadt im Sinne eines gemeinsamen Miteinanders die geltenden AHA-L-Regeln anzuwenden“. AHA-L steht für Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmasken tragen und Lüften.

Wie der OB in seinem Video erklärte, verteile sich die Zahl der aktiven Fälle übers ganze Stadtgebiet und gehe in erster Linie auf Reiserückkehrer, Teilnehmer von Busreisen und privater Feiern sowie auf Ansteckung am Arbeitsplatz zurück.

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