Corona-Tests nun auch im nördlichen Landkreis Greiz

Ronneburg.  Im Ronneburger Schützenhaus nimmt eine weitere Abstrichstelle im Landkreis Greiz die Arbeit auf. Abgesichert wird sie von Ärzten der Region.

Cornelia Karopka (rechts) in voller Schutzkleidung mit ihrer Mitarbeiterin Nicole Svoboda am Ronneburger Schützenhaus.

Cornelia Karopka (rechts) in voller Schutzkleidung mit ihrer Mitarbeiterin Nicole Svoboda am Ronneburger Schützenhaus.

Foto: Marcel Hilbert

Im Ronneburger Schützenhaus hat am Dienstag die dritte Abstrichstelle für Tests auf das neuartige Coronavirus im Landkreis Greiz ihre Arbeit aufgenommen. Abgesichert durch Ärzte aus Ronneburg und Umgebung, von Seelingstädt bis Pölzig, sollen hier speziell die Bewohner im nördlichen Landkreis Greiz getestet werden, erklärt Cornelia Karopka. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Die niedergelassene Ärztin, die eine Arztpraxis in Pölzig mit Filiale in Ronneburg betreibt, koordiniert die Besetzung der Abstrichstelle, montags bis freitags 16 bis 18 Uhr. Auch wenn gleich am ersten Tag, für die Mediziner vor Ort kaum überraschend, auch Menschen ohne Termin auftauchten, prinzipiell müsse ein Termin über den Hausarzt oder die Kassenärztliche Vereinigung (KV) und deren Bereitschaftsdienst (Telefon: 116 117) vereinbart werden. Die KV und das Gesundheitsamt im Landkreis Greiz hätten die Abstrichstelle initiiert und unterstützt.

Aus dem Landratsamt wird hier das Engagement der Ronneburger Bürgermeisterin Krimhild Leutloff (CDU) bei der Suche nach einer Lösung hervorgehoben, für die Bewohner des nördlichen Landkreises Greiz eine wohnortnahe Teststelle einzurichten. Mit dem Schützenhaus wird dafür ein städtisches Gebäude zur Verfügung gestellt. Zuletzt hatte Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) eine Teststrecke für den nördlichen Landkreis von der KV gefordert, um die dortigen Einwohner nicht quer durch den Landkreis nach Greiz schicken zu müssen. Zudem entfällt nun Konfliktpotenzial am Testpunkt am Geraer Hofwiesenparkplatz, also außerhalb der Kreisgrenzen.

Wie das Landratsamt mitteilt, waren seit Beginn der Zählung bis Dienstag 252 Personen positiv auf das Virus getestet worden. Inzwischen werden 14 Todesfälle gemeldet, am Ostersonntag verstarb laut Behörde eine mehrfach vorerkrankte 94-jährige Bewohnerin eines Pflegeheims in Zeulenroda. Neben den Sterbefällen umfasst die Zahl der positiv Getesteten auch die Genesenen. Das Gesundheitsamt habe damit begonnen, am Coronavirus erkrankte Personen dazu zu befragen. Diese sukzessive Abfrage sei aufwendig, aber verlässlicher als Schätzzahlen, so das Landratsamt. Bislang konnten so 42 Genesene festgestellt werden.

Aktuelle Fallzahlen nach Gemeinden: www.landkreis-greiz.de/landkreis-greiz/aktuell/