Landrat Wolfram: "Nicht zögern, schärfere Maßnahmen anzuordnen“

Saalfeld/Rudolstadt.  Saalfeld-Rudolstadts Landrat Marko Wolfram, aufgewachsen im Sperrgebiet in Probstzella, verschärft den Ton angesichts von 17 Coronafällen und viel Sorglosigkeit.

Es ist noch kein Jahr her, dass Landrat Marko Wolfram (SPD) bei der Festveranstaltung zum Jubiläum 25 Jahre Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Saalfeld langjährige Kreistagsmitglieder,auszeichnete. Inzwischen ist niemandem mehr nach Feiern zumute.

Es ist noch kein Jahr her, dass Landrat Marko Wolfram (SPD) bei der Festveranstaltung zum Jubiläum 25 Jahre Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Saalfeld langjährige Kreistagsmitglieder,auszeichnete. Inzwischen ist niemandem mehr nach Feiern zumute.

Foto: Archivfoto: Thomas Spanier

Im Landratsamt laufen Vorkehrungen für mögliche Ausgangsbeschränkungen. Vorbereitet wurden noch am Freitag Passierscheine, die Bediensteten der Kreisbehörde eine „Erlaubnis zur freien Bewegung“ für den Fall einer Ausgangssperre erteilen. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog

„Wir versuchen durch die bisher verfügten Maßnahmen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Parallel bauen wir die Kapazitäten für die medizinischen Betreuung von akut kranken Patienten aus. Zum Gelingen der Eindämmung gehören Disziplin und Hygiene“, erklärte Landrat Marko Wolfram (SPD).

Der 46-jährige Probstzellaer ist selbst zu DDR-Zeiten im Sperrgebiet an der deutsch-deutschen Grenze aufgewachsen und kann sich noch an einen Stempel in seinem Ausweis erinnern. „Ich habe eine innere Abneigung gegen Passierscheine, werde aber nicht zögern, beim weiteren Ausbreiten des Virus’ beziehungsweise falschen Verhaltensweisen der Menschen schärfere Maßnahmen anzuordnen“, so der Verwaltungschef.

Bis Sonnabendvormittag hat sich die Zahl der positiv auf das Virus Covid-19 getesteten Fälle von zwölf am Freitag auf jetzt 17 erhöht. „Wir verzeichnen eine Reihe unbekümmerter Menschen im Umgang mit dem Virus“, so Wolfram. Man habe weitere Ordnungskräfte rekrutiert und werde Verstöße nach Paragraph 73 des Infektionsschutzgesetzes mit Geldstrafen bis zu 25.000 Euro oder Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren ahnden. Sein Appell zum Abschluss: „Also: Bitte einfach den gesunden Menschenverstand nutzen und an die Regeln halten. Bleibt besonnen und gesund!“

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