Pößnecker Bürgermeister Michael Modde ist positiv auf Corona getestet worden

Pößneck.  Das Stadtoberhaupt befindet sich bis 7. November in Quarantäne, Verwaltungsmitarbeiter sind nicht betroffen.

Der Pößnecker Bürgermeister Michael Modde mit Mike Schmidt, 1. Beigeordneter, Brigitte Schiller, 2. Beigeordnete, und Marc Roßner, Vorsitzender des Stadtrates. Seine Vertreter übernehmen für die Zeit seiner Corona-Quarantäne einen Teil seiner Termine (Archivfoto).

Der Pößnecker Bürgermeister Michael Modde mit Mike Schmidt, 1. Beigeordneter, Brigitte Schiller, 2. Beigeordnete, und Marc Roßner, Vorsitzender des Stadtrates. Seine Vertreter übernehmen für die Zeit seiner Corona-Quarantäne einen Teil seiner Termine (Archivfoto).

Foto: Marius Koity / OTZ

Der Pößnecker Bürgermeister Michael Modde (parteilos) ist coronapositiv. Das teilte er am Montagmorgen mit. Er gehe mit dieser Information bewusst in die Offensive, um Gerüchten und Fehlinformationen vorzubeugen. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Der Pößnecker Bürgermeister Michael Modde (parteilos) ist coronapositiv. Das teilte er am Montagmorgen mit. Er gehe mit dieser Information bewusst in die Offensive, um Gerüchten und Fehlinformationen vorzubeugen.

Nach Erkältungssymptomen habe er sich am Wochenende eines Corona-Tests unterzogen. Die Positiv-Meldung habe ihn am Sonntagabend erreicht.

Leider sei diese Nachricht von Eingeweihten in Verkehr gebracht worden, bevor er überlegen konnte, wie er damit umgehen soll, so Modde. Der Bürgermeister ist nun bis einschließlich 7. November in Quaräntäne.

Zur Ansteckung sei es wohl während eines privaten Aufenthalts in Baden-Württemberg beziehungsweise während einer Urlaubsfahrt gekommen, die er in der vergangenen Woche gemeinsam mit seiner Frau und zwei weiteren Pößnecker Ehepaaren unternommen hatte. Aus der Sechsergruppe seien bislang noch seine Gattin und die beiden Männer coronapositiv, so Modde.

Mund-Nasen-Schutz getragen, habe aber nichts genützt

„Wir hatten ja Masken getragen, wo es vorgeschrieben war, und uns auch sonst geschützt, aber es hat alles eben nicht geholfen“, beteuerte Modde. Selbst im Hotel, in welchem sich die Reisegruppe aufgehalten hatte, sei alles vorschriftsmäßig abgelaufen.

Mit Verwaltungsmitarbeitern habe er seit dem vorvergangenen Freitag keinen Kontakt mehr gehabt, sodass wegen ihm keine Quarantäne für das Rathaus und andere Einrichtungen der Stadt zu befürchten sei. Er selbst werde nun dringende Angelegenheiten am Telefon oder per Mail erledigen. Etliche seiner Termine seien abgesagt, andere von seinen Beigeordneten Mike Schmidt (FDP/FW/FFW) und Brigitte Schiller (Linke) übernommen worden. Auch sonst habe er keinen Pößnecker anstecken können.

„Ich kann den Pößneckern nur sagen: Passt auf euch auf!“, so Modde. „Corona kriegt man schneller, als man denkt“, so seine Erkenntnis. Gründe, seine grundsätzlich kritische Haltung zu vielen Corona-Maßnahmen zu ändern, sieht Modde nicht.

Vorerst keine schärferen Regeln für den Saale-Orla-Kreis

Landkreisweit kamen am Wochenende gleich elf neue Corona-Fälle hinzu, teilte am Montag die Kreisverwaltung mit. „Die Lage wird zunehmend diffus. Viele Kontakte können wir noch nachverfolgen, aber längst nicht mehr alle“, so Amtsarzt Torsten Bossert in einer Stellungnahme. Die rechtzeitige Quarantänisierung von Infizierten und Kontaktpersonen sei das effektivste Mittel gegen die Ausbreitung von Sars-Cov-2, doch hier drohe den Gesundheitsämtern die Kontrolle zu entgleiten.

Wie komplex das Infektionsgeschehen mittlerweile sei, zeige das Beispiel Bad Lobenstein. In der zuletzt von Corona-Fällen verschonten Kurstadt habe es am Wochenende gleich vier nachgewiesene Infektionen gegeben, die nach bisherigem Kenntnisstand keinerlei Zusammenhang haben. Die weiteren Neuinfektionen im Saale-Orla-Kreis verteilen sich neben Pößneck noch auf die Städte Tanna und Wurzbach sowie die Verwaltungsgemeinschaften Seenplatte und Ranis-Ziegenrück.

Für die Zeit nach der bis 31. Oktober gültigen Corona-Allgemeinverfügung seien zunächst keine zusätzlichen Regelungen geplant, so die Kreisverwaltung. Im Pandemiestab des Landratsamtes habe man sich darauf verständigt, die Entwicklung zu beobachten und am Donnerstag über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

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