Psychiatrischen Kliniken arbeiten wegen Corona an Videosprechstunden

Jena.  Für Menschen mit psychischen Krankheiten können die aktuellen Entwicklungen um Corona eine starke Zusatzbelastung darstellen. Die Videosprechstunde soll den Weg in die Klinik ersparen.

(Symbolbild)

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Foto: Carsten Koall / dpa

Um gerade auch in der Corona-Krise psychisch belastete Patienten versorgen zu können, haben Einrichtungen des Uniklinikums Jena (UKJ) mit dem Aufbau von Videosprechstunden begonnen. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog.

So sollen Ärzte und Psychologen therapeutische Gespräche mit ihren Patienten führen können, ohne dass Letztere die Kliniken betreten müssen, hieß es in einer Mitteilung des Uniklinikums am Montag. Voraussichtlich sollen die Videosprechstunden bis Ende März eingerichtet sein.

Für viele Menschen sei die derzeitige Situation rund um das Coronavirus mit der Fülle an Informationen, Unsicherheiten und Einschränkungen belastend und auch beängstigend, hieß es. „Gerade bei Menschen, die psychisch belastet sind, können sich dadurch Symptome weiter verstärken“, sagte Professor Martin Walter, Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am UKJ.

Für die betroffenen Einrichtungen des UKJ sei ein Notfallkonzept erstellt worden. Patienten, die sich in Quarantäne aufhalten müssen, bleiben in Zimmerquarantäne auf Station. Für positiv auf Sars-CoV-2 Getestete eröffnen die Kliniken nach Kindern und Erwachsenen getrennte Isolierstationen.

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