Im Saale-Orla-Kreis keine zusätzlichen Corona-Regeln

Schleiz/Pößneck.  Der Saale-Orla-Kreis will keinen Sonderweg bei den Corona-bedingten Einschränkungen gehen. Eine Entscheidung zu Kindergärten soll am Donnerstag fallen.

Der Spielplatz eines Pößnecker Kindergartens. Am Donnerstag will das Landratsamt über die Beibehaltung oder Lockerung der Betreuungseinschränkungen beraten.

Der Spielplatz eines Pößnecker Kindergartens. Am Donnerstag will das Landratsamt über die Beibehaltung oder Lockerung der Betreuungseinschränkungen beraten.

Foto: Martin Schöne

Das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises wird keine ergänzenden Maßnahmen zur neuen Thüringer Verordnung erlassen. Das teilte die Behörde als Ergebnis einer Beratung am Mittwochmorgen mit, bei der die einzelnen Punkte der neuen Gesetzeslage besprochen wurden. Eine konkrete Entscheidung auf Landkreisebene stehe nur in einem Bereich aus: bei den Kindertagesstätten. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Darüber, in welchem Maß die corona-bedingten Einschränkungen in der Betreuung beibehalten oder aufgehoben werden, will sich das Landratsamt mit den kommunalen und freien Trägern am Donnerstag verständigen.

Einheitliche Lösung für alle Kindergärten im Landkreis

Bereits jetzt sei klar: Geht es nach der Kreisbehörde, soll eine einheitliche Linie für alle Kindergärten zwischen Krölpa und Hirschberg gefunden werden. Ansonsten schließt sich der Saale-Orla-Kreis dem Kurs des Freistaats Thüringen an. „Es gibt angesichts des derzeitigen Infektionsgeschehens mit einer überschaubaren Zahl aktiver Fälle keinen Grund, strenger vorzugehen“, sagt Torsten Bossert, der als Leiter des Pandemiestabs des Saale-Orla-Kreises vor allem die gesundheitlichen Aspekte im Blick hat. Aus Sicht des Mediziners müsste der Schwerpunkt darauf liegen, insbesondere Altenpflegeheime zu schützen.

Etwas Sorge bereiten dem Pandemiestab dennoch die anstehenden Feiertage. In diesem Zusammenhang weist das Landratsamt ausdrücklich darauf hin, dass trotz Lockerungen der Corona-Regeln und Öffnungen in der Gastronomie Kontakte auf ein absolutes Minimum zu begrenzen sind. „Das Virus ist nach wie vor da und jeder sollte sich so verhalten, dass die Gefahr einer Ansteckung und damit eines möglichen erneuten Aufflammens der Pandemie gering bleibt“, appelliert Landrat Thomas Fügmann (CDU).

Auch in der neuen Thüringer Verordnung ist klar geregelt, dass öffentliche und nicht öffentliche Zusammenkünfte jeder Art untersagt sind, sofern keine der konkret aufgeführten Ausnahmen vorliegt. Und jene Ausnahmen betreffen keinerlei Dinge mit Vergnügungscharakter.

Keine traditionellen Pfingstfeste

Zu privaten Unternehmungen dürfen sich nur die Mitglieder zweier Haushalte treffen. Um ein ganz konkretes Beispiel zu nennen: Zwei Freunde dürfen zu Himmelfahrt eine gemeinsame Wanderung antreten, aber nicht drei – sofern nicht mindestens zwei von ihnen zusammen leben.

„Himmelfahrt und auch Pfingsten mit Pfingstbaumsetzen oder Pfingstfeuer werden in diesem Jahr nicht im traditionellen Sinne stattfinden können“, unterstreicht der Landrat.

Die komplette Thüringer Verordnung vom 12. Mai, die am Mittwoch in Kraft getreten ist, findet sich im Internet auf www.saale-orla-kreis.de.