Schule

Für Fluchtursachen sensibilisieren

In der Regelschule Hirschberg wurde über Flucht und Asyl gesprochen und im Anschluss gemeinsam Fußball gespielt.

Beim Airsoccer können die Schüler auf einer Hüpfburg Fußball spielen.

Beim Airsoccer können die Schüler auf einer Hüpfburg Fußball spielen.

Foto: Oliver Nowak

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In der Regelschule Hirschberg drehte sich am Mittwoch alles rund ums das Thema Integration und Zusammenhalt.

Dafür erhielten die Schüler der neunten und zehnten Klassenstufe am Vormittag Besuch vom Verein „goals connect“ aus Saalburg. „Wir haben am Vormittag einen Workshop zum Thema Flucht und Asyl mit den Schülern veranstaltet. Viele von uns waren schon auf Fluchtrouten unterwegs, um sich ein Bild davon zu machen“, berichtet Lisa Träger, eine Sozialarbeiterin aus Berlin, die einen der Workshops begleitete.

Gemeinsam mit den Schülern wurden unterschiedliche Fluchtursachen erläutert und darüber diskutiert. „Das Interesse war groß, zu den Fluchtgründen gab es sehr diverse Meinungen, aber auch viel Verständnis im Hinblick auf die Fluchtursachen“, sagt Lisa Träger. Ob Armut, Krieg, Terrorismus, Lebensgrundlagenentzug durch Klimaveränderungen oder Verfolgung aufgrund Religion, Sexualität oder Ethnie, für viele Ursachen wurden die Kinder sensibilisiert.

Im Anschluss an die Workshops hatten sich die Veranstalter noch einen sportlich-spaßigen Ausklang ausgedacht: Airsoccer. Das ist Hallenfußball auf einer Hüpfburg, die wie ein Fußballfeld aufgebaut ist. Normales Rennen ist dabei oft nicht das erste Mittel der Wahl, sondern Hüpfen. Und darin liegt auch der Spaß. In der ersten Minute zögerlich, doch danach immer mutiger, kickten die Schüler sich gegenseitig den Ball zu und nutzten den federnden Untergrund für den einen oder anderen Kopfball. Rund 40 Schüler nahmen an dem Angebot teil, welches rein freiwillig war. Denn eigentlich hätten alle schon Unterrichtsschluss gehabt. „Wir nutzen diese Art von Fußball, weil wir der Meinung sind, dass Fußball eine Sprache ist, die auf der ganzen Welt gesprochen wird. Beim Fußball verständigt man sich durch Sport, der einen verbindet“, sagt Lisa Träger.

„Wir sind stolz darauf, dass wir den Schülern pro Woche drei Stunden Sportunterricht ermöglichen können, nicht wie bei anderen Schulen, wo es aufgrund des Lehrermangels nicht geht. Wir haben zwar auch nicht genug Lehrer, aber entgegen vieler Gerüchte wird unsere Schule weiter bestehen“, erklärte Schulleiterin Silke Lauer.

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