Nach Coronafall Mitarbeiter bei Gealan Tanna in Quarantäne

Tanna.  Der Kunststofffenster-Profilhersteller aus Tanna hat nach exportbedingtem Auftragseinbruch Anfang Mai 25-prozentige Kurzarbeit eingeführt.

Bei Gealan in Tanna sind derzeit acht Mitarbeiter wegen eines coronaifizierten Kollegen in Quarantäne.

Bei Gealan in Tanna sind derzeit acht Mitarbeiter wegen eines coronaifizierten Kollegen in Quarantäne.

Foto: Peter Cissek

Wegen eines coronainfizierten Mitarbeiters aus Crispendorf sind derzeit acht weitere Beschäftigte aus der Produktion der Gealan Tanna Fenster-Systeme GmbH in Quarantäne. Der Mann hatte sich nach Kenntnissen von Geschäftsführer Tino Albert möglicherweise im eigenen Ort angesteckt. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Gealan Tanna schafft 50.000 Masken an

Nach der Information des Gesundheitsamtes habe Gealan die engsten Kontakte des Infizierten unter den Kollegen ermittelt und jene Mitarbeiter in Quarantäne geschickt. Der Schichtplan in der Abteilung musste geändert werden. Das sei nun etwa zehn Tage her. „Ich gehe davon aus, dass die Mitarbeiter diese Woche an den Arbeitsplatz zurückkehren. Auf das Coronavirus getestet wurden sie meiner Kenntnis nach nicht, da sie keine Symptome aufwiesen“, so Tino Albert. Vor einiger Zeit habe es bereits einen coronainfizierten Mitarbeiter gegeben, der sich offenbar in der Quarantäne bei seiner im Gesundheitswesen tätigen Frau ansteckte.

Seit zweieinhalb Wochen gibt es im 530 Mitarbeiter zählenden Kunststoff-Fensterprofilhersteller in Tanna eine neue betriebliche Hygieneanweisung. Gealan habe 50.000 Mund-Nase-Masken angeschafft, die im Produktionsbereich getragen werden müssten, weil die geforderten Abstände nicht überall eingehalten werden könnten. Büromitarbeiter arbeiten wechselseitig im Homeoffice, wobei darauf geachtet werde, dass in allen Abteilungen Mitarbeiter anwesend seien.

Seit April seien die Aufträge um knapp 30 Prozent eingebrochen. Als Unternehmen mit 80-prozentiger Exportquote leide Gealan an den Folgen der Corona-Pandemie in Italien, Frankreich und Spanien.

Nachdem das Unternehmen bislang durchgehend arbeitete, wurde Anfang Mai 25 Prozent Kurzarbeit angemeldet. „Wir stocken als Unternehmen das Kurzarbeitergeld auf 80 beziehungsweise 85 Prozent auf“, sagte Tino Albert.