Silvester

Raclette und Fondue: Diese Käse-Sorten passen am besten

Berlin  Raclette und Fondue sind für viele Deutsche an Silvester fest eingeplant. Wir zeigen, wie Sie Abwechslung in den Käse-Kult bringen.

So ein Käse! An Silvester geht es abends bei vielen Familien in Deutschland vor allem ums Überbacken und Schmelzen.

So ein Käse! An Silvester geht es abends bei vielen Familien in Deutschland vor allem ums Überbacken und Schmelzen.

Foto: margouillatphotos / Getty Images/iStockphoto

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Bevor wir am Mittwoch wieder alle die große Diät ausrufen und die Laufschuhe aus ihrem Versteck holen, gönnen sich viele Deutsche an Silvester traditionell noch mal ein letztes, deftiges Mahl. Nicht selten auf dem Speiseplan: Käse, viel Käse. Drunter, drüber, drumherum. Zum Überbacken, zum Schmelzen - Raclette und Fondue gehören in Deutschland in vielen Familien genauso zum Jahresausklang wie "Dinner for One" und Feuerwerk.

In vielen Pfannen und Töpfen setzen die Deutschen auf Altbewährtes. Doch es lässt sich auch Abwechslung in den Käse-Kult bringen. Wir zeigen, welcher Käse beim Silvester-Schmaus am besten zu Ihrem Geschmack passt.

Raclette: So lässt sich beim Käse variieren

Zu den klassischen Raclette-Käsesorten gehören die aus der Schweiz stammenden Sorten Bagnes, Orsière und Goms. Sie sind sehr pikant und bilden bei genug Hitze ein knusprige Kruste aus. Mittlerweile bieten viele Hersteller Variationen mit Pfeffer, Chili, Knoblauch und Kräutern an, was bereits Abwechslung bringen kann für die, die bisher immer beim "normalen" Raclette-Käse geblieben sind.

Wer weniger strengen Käse-Geschmack in die Pfanne bringen will, kann auch zu jungem und mittelaltem Gouda, Butterkäse und Mozzarella greifen. In der aromatischen Mitte liegen etwa Bergkäse und Tilsiter.

Auch mit Camembert und Gorgonzola kann beim Raclette überbacken werden - ein Tipp für die, die es cremiger mögen.

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Fondue: Käse-Mix kann Abwechslung bringen

Für ein Käsefondue werden traditionell die Sorten Gruyère, Vacherin, Schweizer Emmentaler und Sbrinz verwendet. Wer es lieber französisch mag, nimmt Comté oder Beaufort. Hauptsache, es ist Hart- oder Schnittkäse, der sich gut reiben lässt.

Experimentierfreudige können im Übrigen auf mehr als einen Käse beim Fondue setzen. Je nach Geschmack können auch verschiedene Sorten miteinander geschmolzen werden.

Traditionell werden beim Käsefondue in der Ursprungsvariante Weißwein und Gewürze wie Pfeffer und/oder Knoblauch zugegeben. In einigen Regionen wird der Käsemasse auch noch mit Schnaps verfeinert, zum Beispiel mit Obstler oder Anisschnaps.

Raclette und Fondue: Fettgehalt im Käse ist wichtig

Wichtig ist, dass der Käse einen gewissen Fettgehalt hat, damit er gut schmilzt. Walliser Raclettekäse hat mindestens 50 Prozent Fettgehalt in der Trockenmasse, Gouda und Tilsiter liegen bei 45 Prozent, Camembert wieder bei 50 Prozent.

Woher stammen die Traditions-Gerichte?

Beide Gerichte stammen aus der Alpenregion, vor allem in der Schweiz und in Frankreich haben sie eine lange Tradition.

Das Schweizer Raclette, das auch mit dem gleichnamigen Käse zubereitet wird, hat im Grunde nichts mit der in Deutschland verbreiteten Grill-Variante zu tun. Es wird stattdessen ein großer Laib Raclette ans Feuer gelegt, bis die oberste Schicht geschmolzen ist und auf Brot oder andere Speisen geschabt werden kann.

Daher stammt auch der Name: "Raclette" stammt vom französisch-schweizerischen Dialektwort "racler", das so viel bedeutet wie "schaben". Die ältesten Dokumente, die auf diese Art Raclette hinweisen, stammen aus dem Mittelalter.

Auch das erste Rezept für Käsefondue ist mutmaßlich mehrere Jahrhunderte alt. Über die Kernregion der Tradition in der Schweiz und der französischen Alpenregion hinaus wurde es allerdings erst in der Nachkriegszeit bekannt.

Ist Käse gesund?

Käse enthält Proteine, Vitamin B2 und Calcium, daher sollten Milch und Milchprodukte täglich auf den Tisch kommen. Zu zwei Scheiben Käse täglich rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Dann blieben die Knochen gesund und das Risiko für Darmkrebs verringere sich, heißt es.

(ba/dpa)

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