Corona-Regeln

Sommerurlaub in Italien: Was Reisende jetzt beachten müssen

Berlin.  Trotz Coronavirus ist Urlaub in Italien im Sommer 2020 möglich. Was Touristen jetzt beachten müssen und welche Einschränkungen gelten.

Trotz Corona - 2021 wieder ganz normal in den Urlaub fliegen?

Diese Sachen sollten beachtet werden wenn man eine Reise für 2021 bucht.

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  • Italien hat die Grenzen für Reisende aus Europa und dem Schengenraum Anfang Juni wieder geöffnet
  • Es gibt keine Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus Deutschland
  • Welche Corona-Beschränkungen in Italien gelten

Entgegen aller Erwartungen ist der Sommerurlaub in Italien im Jahr der Corona-Pandemie doch noch möglich. Nach monatelangen Beschränkungen öffnete das Land Anfang Juni seine Grenzen für Reisende aus Europa und dem Schengenraum. Lediglich für Einreisende aus Bulgarien und Rumänien gilt seit dem 24. Juli eine 14-tägige Quarantänepflicht.

Das Coronavirus hatte das Land am Mittelmeer zu Beginn der Corona-Krise besonders schwer getroffen. Mehr als 250.400 Menschen infizierten sich bislang mit dem Coronavirus, über 35.000 Menschen sind nach unseren Recherchen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Die Entwicklung des Infektionsgeschehens in Italien hat eine schrittweise Rückkehr zur Normalität allerdings wieder möglich gemacht. Das gilt auch für die Tourismusbranche, denn die Wirtschaft des Landes hängt maßgeblich von ihr ab. Der komplette Wegbruch der Hauptsaison hätte erhebliche Konsequenzen für das Land am Mittelmeer gehabt – allein über neun Prozent aller deutschen Touristen und Touristinnen reisten 2019 nach Italien.

Doch was erwartet Urlauber und Urlauberinnen in Corona-Zeiten in Italien? Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten. Lesen Sie auch: Coronavirus in Italien – Urlaub trotz Ausnahmezustand

Kann ich in Italien Urlaub machen?

Ja. Eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne besteht für Reisende aus Deutschland nicht mehr, auch müssen keine Gründe für die Einreise angegeben werden. An Flughäfen und Häfen und sonstigen Einreisepunkten werden jedoch Gesundheitskontrollen durchgeführt, bei denen auch die Temperatur gemessen wird.

Das Auswärtige Amt veröffentlicht seit Aufhebung der Reisewarnung zusätzlich tagesaktuelle Hinweise zu den einzelnen Urlaubsländern – somit auch zu Italien – auf seiner Webseite. Auch die italienische Botschaft stellt Informationen über die aktuelle Lage bereit.

Welche Corona-Beschränkungen gelten in Italien?

Wie in Deutschland gilt auch in Italien vielerorts nach wie vor eine Mundschutzpflicht. Damit einher geht in der Regel die Vorschrift, Einweghandschuhe zu gebrauchen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen. Darüber hinaus gelten in dem Mittelmeerland – wie auch in Deutschland – strenge Abstandsregeln von ein bis zwei Metern. Die Abstandsregeln gelten auch an Stränden.

In verschiedenen Regionen können die Beschränkungen allerdings strenger ausfallen, wenn sich das Infektionsgeschehen verändert. Das Auswärtige Amt und die Botschaft empfehlen Reisenden daher, sich vorher bei der jeweiligen Region zu informieren. Menschen, die nach Sardinien, Apulien, Sizilien oder Kalabrien reisen, müssen sich beispielsweise vorher registrieren.

Italien hat zudem eine bereits freigeschaltete Corona-Warn-App, die eine weitere Verbreitung der Coronaviren verhindern soll. Sie heißt „Immuni“ und kann in allen gängigen App-Stores heruntergeladen werden.

Wie komme ich nach Italien?

Der Flug-, Zug-, Bus- und Fährverkehr ist Angaben des Auswärtigen Amts zwar noch immer eingeschränkt, aber einige Verbindungen mit Lufthansa, Alitalia und Eurowings bestehen bereits wieder. Von Deutschland aus kann man auch mit dem Zug nach Italien reisen, entweder über Österreich oder die Schweiz. Auch Fernbusse von Flixbus dürfen seit dem 18. Juni wieder von Deutschland nach Italien fahren.

Wer mit dem Auto nach Italien reisen will, kann dies tun, muss sich aber an gewisse Maßnahmen halten. Der Fahrer oder die Fahrerin muss allein vorne sitzen, zudem dürfen maximal zwei Personen pro Sitzbank sitzen. Für alle Mitfahrenden gilt eine Mundschutzpflicht, außer, wenn hinter der Sitzreihe des Fahrers oder der Fahrerin eine Plexiglasscheibe installiert ist. Diese Regeln gelten nicht, wenn alle Personen im Fahrzeug im gleichen Haushalt leben.

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Was hat in Italien geöffnet?

Geschäfte, Bars, Restaurants und Museen haben geöffnet, müssen aber strenge Auflagen einhalten. So werden Besucher und Besucherinnen etwa am Eingang meist dazu aufgefordert, sich die Hände zu desinfizieren. Zudem gilt ein Mindestabstand. Einige Lokale und Museen nehmen auch Temperaturmessungen vor. Bei einer Temperatur über 37,5°C darf der Zugang verwehrt werden, in einigen Fällen kann auch das Gesundheitsamt informiert werden. Auch hier sind die Öffnungszeiten und Vorschriften regional unterschiedlich.

Zudem haben die Strände wieder geöffnet, jedoch nicht im normalen Betrieb – sondern unter „Corona-Bedingungen“: An allen italienischen Stränden gilt ein Regelkatalog, in dem unter anderem der genaue Abstand zwischen den Sonnenschirmen festgelegt ist. Jeder Schirm muss demnach zehn Quadratmeter Platz um sich haben. Wachen sollen die Einhaltung der Regeln kontrollieren.

(yah/reb)

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