Winterdienst

Auf Schnee gut vorbereitet

Greiz/Zeulenroda-Triebes.  Wir haben bei den Winterdiensten in Greiz und Zeulenroda-Triebes nachgefragt, wie sie sich auf den Wintereinbruch einstellen

Ein Mitarbeiter der Thüringer Straßenwartungs- und Instandhaltungsgesellschaft (TSI) baut an der L-1087 zwischen Zeulenroda-Triebes und Auma-Weidatal einen Schneezaun auf.

Ein Mitarbeiter der Thüringer Straßenwartungs- und Instandhaltungsgesellschaft (TSI) baut an der L-1087 zwischen Zeulenroda-Triebes und Auma-Weidatal einen Schneezaun auf.

Foto: Norman Börner

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Seit Beginn dieser Woche sieht man am Straßenrand jene grünen Zäune, die verhindern sollen, dass bei Wintereinbruch, der Schnee von den Feldern auf die Straße geweht wird. Ein Zeichen, dass sich die Winterdienste darauf einstellen, dass jetzt bald die ersten Flocken fallen könnten. Wir haben bei den zuständigen Winterdiensten nachgefragt, wie sie darauf vorbereitet sind.

Mehrere Hundert Tonnen Salz lagern in den Silos

Die Bauhof-Mitarbeiter in Greiz und Zeulenroda-Triebes sehen sich gut gerüstet für den kommenden Wintereinbruch. „Wir haben alle Vorbereitungen getroffen“, sagt der Bauhofleiter von Zeulenroda-Triebes Frank Schneider.

In den Silos sind 100 Tonnen Salz eingelagert. 50 davon sind für Zeulenroda bestimmt, 25 für das Vogtländische Oberland und weitere 25 sind für Triebes eingeplant. In Greiz lagern zirka 330 Tonnen Streusalz und 200 Tonnen Splitt. Darüber hinaus bestehe ein Liefervertrag für weitere 300 Tonnen Salz. In beiden Städten haben die Mitarbeiter begonnen, in den Höhenlagen Schneezäune aufzustellen.

Der Alltag der Winterdienstmitarbeiter in den Bauhöfen in Zeulenroda-Triebes und Greiz beginnt um 4 Uhr und endet 20 Uhr. In Zeulenroda-Triebes ist das gesamte Einzugsgebiet in 15 Touren aufgeteilt. Rund 20 Mitarbeiter stehen zur Verfügung. „Je nach Lage ziehen wir Mitarbeiter aus anderen Bereichen ab“, sagt Frank Schneider. Als Gemeinde mit knapp 135 Quadratkilometern Fläche und zahlreichen Überlandstraßen sei der Winterdienst jedes Jahr eine große logistische Herausforderung.

Bauhofmitarbeiter sind von früh bis spät im Einsatz

In Greiz ist das gesamte Stadtgebiet in 16 Winterdiensttouren aufgeteilt, davon zwei Handtouren. Alle anderen Touren sind mit Räumschild und Aufsatzstreuern ausgerüstete Fahrzeuge. Für den Winterdienst stehen in Greiz 23 Bauhofmitarbeiter zur Verfügung. „Die Touren im Stadtgebiet wurden so gegliedert, dass jede Tour bei üblichen Winterverhältnissen innerhalb von circa drei Stunden geräumt und gestreut sein soll“, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Ortsdurchfahrten übergeordneter Straßen sind Pflicht der Stadt

Dabei leisten die Städte nicht nur den Winterdienst auf den Gemeindestraßen, sondern auch auf übergeordneten Straßen (Kreis-, Landes- und Bundesstraßen) innerhalb der Ortsdurchfahrtsgrenzen – entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit.

Der Landkreis Greiz betreute im vergangenen Jahr im Auftrag des Freistaates Thüringen 223 Kilometer Bundes- und Landesstraßen und 15 Kilometer Radwege. Für die Stadt Gera war der Kreis auf 142 Kilometern im Einsatz und für die Gemeinden im Landkreis auf 80 Kilometern Ortsdurchfahrtsstraßen.

Um die übrigen Straßen im Landkreis Greiz kümmern sich 60 Mitarbeiter der Thüringer Straßenwartungs- und Instandhaltungsgesellschaft (TSI). Sie betreuen in der Region Ost ein Straßennetz von circa 706 Kilometern. Dabei handelt es sich nur um freie Strecken ohne die Ortsdurchfahrten. In diesem Jahr helfen zwei neue Kombi-Streuer, die auch Salzlösung ausbringen können, bei der Bewältigung der Aufgaben. Pro Landkreis sei ein Fahrzeug mit Salzlösung im Einsatz. Vorteil der Lösung: Nach 24 Stunden sind noch etwa 80 Prozent der versprühten Menge auf der Fahrbahn.

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