Fernsehserie

"Asbest": Der größte Erfolg aller Zeiten der ARD-Mediathek

| Lesedauer: 2 Minuten
Im Zentrum der Serie "Asbest" steht Momo (Xidir), ein junges Fußballtalent, dessen Karriere durch einen Raubüberfall ein jähes Ende findet und der sich plötzlich in einer ihm völlig fremden Welt neu behaupten muss.

Im Zentrum der Serie "Asbest" steht Momo (Xidir), ein junges Fußballtalent, dessen Karriere durch einen Raubüberfall ein jähes Ende findet und der sich plötzlich in einer ihm völlig fremden Welt neu behaupten muss.

Foto: ARD Degeto/Pantaleon Films GmbH/Mirza Odabasi

Berlin.  Riesen-Erfolg für die neue ARD-Serie "Asbest": Der Fünfteiler von Regisseur Ramadan hatte am ersten Wochenende knapp 3 Millionen Abrufe.

So gut startete eine ARD-Serie in der Mediathek noch nie: Der Fünfteiler "Asbest" von Regisseur Kida Khodr Ramadan hatte am Wochenende fast drei Millionen Abrufe. Das verkündete der Sender in einer Pressemitteilung.

Seit dem 20. Januar ist die Serie kostenlos in der ARD-Mediathek verfügbar. Christoph Pellander, Redaktionsleiter ARD Degeto, sagt: "Wir sind überwältigt und unheimlich stolz, dass Asbest gleich am ersten Wochenende ein Millionenpublikum in der ARD Mediathek begeistert hat. Spannungsgeladen und mit einem herausragenden Cast ist die Serie das perfekte Programm für alle Serienjunkies und zeigt eindrucksvoll die programmliche Spannbreite, die die ARD Mediathek zu bieten hat."

"Asbest" – vom Fußballtalent zum Knastbruder

Wovon handelt die Serie "Asbest"? Im Mittelpunkt steht der 19-jährige Momo (der Rapper Alian "Xidir" Koder debütiert als Schauspieler), der als Fußballtalent gilt. Er landet – unschuldig – im Knast und droht, dort zum Kriminellen zu werden. Die Karriere als Fußball-Profi rückt in weite Ferne, aber zu seinem Halt im Gefängnis werden die Knast-Fußballmannschaft und die Besuche von Freundin Daniela (Lulu Hacke, Tochter der Schauspielerin ) und Mutter Amila (Jasmin Tabatabai).

Auch interessant: "Im Westen nichts Neues" für neun Oscars nominiert

Momos Onkel und Clanchef, Amar (Stipe Erceg), erpresst seinen Neffen: Nur wenn Momo im Knast zu dealen anfängt, gewährt ihm Amar Schutz. Der Titel "Asbest" spielt auf eine tiefere Bedeutung an. Denn ursprünglich handelt es sich dabei um eine Naturfaser, die zur Wärmedämmung eingesetzt wurde, bis bekannt war, dass sie für Gesundheitsschäden verantwortlich war. Und in der Serie ist es Momo, der – jung und unschuldig – durch den harten Gefängnisalltag und männliches Hierarchiegebaren "vergiftet" wird.

Berühmte Besetzung bei ARD-Serie "Asbest"

Die Serie ist mit vielen weiteren bekannten Schauspielerinnen und Schauspielern besetzt. So wirken noch – um nur einige zu nennen – Wotan Wilke Möhring, David Kross, Detlev Buck, Nicolette Krebitz, Alexander Beyer oder Claudia Michelsen mit.

Lesen Sie auch: "Indianer" aus Liedtext gecancelt – Klage gegen Silbereisen

Regisseur Ramadan, selbst Schauspieler, wurde durch die Clan-Serie "4 Blocks" bekannt. Das Drehbuch verfasste Juri Sternburg. Die Idee zur Serie hatte die Co-Produzentin Katja Eichinger, die auf das Buch "Fairplay mit Mördern" von Gerhard Mewes gestoßen war. (dw)