Corona-Newsblog

Corona: Risikogebiete in Frankreich – Lockdown auf Mallorca

Berlin.  Ein Viertel in Palma wurde wegen des starken Corona-Anstiegs abgeriegelt. Korsika ist nun Risikogebiet. Alle Infos im Corona-Newsblog.

Corona: Biker-Festival in USA wird zum Superspreader-Event

Der Inbegriff eines Superspreader-Events: 460.000 Motorradfahrer treffen sich Anfang August auf einem Biker-Treff in Sturgis. Das Event hat für eine erschreckende Zahl an Neuinfektionen in den USA gesorgt.

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  • Die Steuereinnahmen haben sich nach einem Corona-bedingtem Einbruch wieder stabilisiert
  • Corona-Zahlen steigen: Ein Wohnviertel auf Mallorca wurde abgeriegelt
  • Israel meldet Corona-Rekordzahlen – Kommt jetzt ein Lockdown?
  • Prag (Tschechien) und vier neue Regionen in Frankreich gelten jetzt als Risikogebiete
  • Donald Trump soll zugegeben haben, Unwahrheiten über das Coronavirus verbreitet zu haben
  • Die Niederlande melden den höchsten Wert an Corona-Neuinfektionen seit April
  • Die Bundesregierung will die pauschale Reisewarnung für 160 Länder aufheben
  • In Deutschland gibt es unseren Recherchen zufolge mehr als 256.400 registrierte Corona-Infektionen und mehr als 9340 Todesfälle
  • Weltweit wurden über 27,7 Millionen Corona-Infektionen registriert, mehr als 902.000 Menschen starben an der Lungenerkrankung Covid-19
  • Hinweis: Wir haben diesen Corona-Newsticker geschlossen. Den Link zum neuen Blog finden Sie unten.

Die Corona-Zahlen auf Mallorca steigen – vor allem in dem Arbeiterviertel Son Gotleu. Deswegen hat die Regionalregierung nun einen Lockdown verhängt. Die Einwohner dürfen ihr Viertel ab Freitag nur noch eingeschränkt verlassen.

In den USA ist die Corona-Pandemie wieder zum Top-Thema im Präsidentschaftswahlkampf geworden. Nachdem öffentlich wurde, dass Präsident Donald Trump eingeräumt hat, die Gefahren von Sars-CoV-2 bewusst kleingeredet zu haben, nannte sein Konkurrent Joe Biden diese Strategie „beinahe kriminell“.

Corona-News-Ticker: 1892 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1892 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen auf seiner Homepage bekannt.

Aus den Daten des RKI-Lageberichts geht hervor, dass sich von den vom 31. August bis 6. September erfassten Infizierten, bei denen eine Angabe zum Infektionsland vorliegt, 32 Prozent wahrscheinlich im Ausland ansteckten.

Die aktuellen RKI-Fallzahlen für Deutschland lesen Sie hier : Aktuelle RKI-Fallzahlen und Corona-Produktionszahl

Corona-News von Donnerstag, 10. September: Fast 20 Milliarden weniger Steuereinnahmen als geplant

16.50 Uhr: Wir schließen diesen Corona-News-Ticker. Alle weiteren Nachrichten zur Corona-Pandemie finden Sie in unserem neuen Newsblog.

15.29 Uhr: Die Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen haben sich nach dem massiven Corona-bedingten Einbruch vom Frühjahr wieder stabilisiert. Für 2020 ergibt die nun veröffentlichte Sonder-Steuerschätzung ein Minus von 100 Millionen Euro im Vergleich zur Prognose vom Mai.

Allerdings wurden in der Zwischenzeit damals noch nicht berücksichtigte Steuerentlastungen im Volumen von mehr als 25 Milliarden Euro beschlossen. Ohne sie würde sich also ein entsprechend großes Steuerplus ergeben. Für 2021 sagt die Sonder-Schätzung 19,6 Milliarden Euro niedrigere Steuereinnahmen vorher als im Mai prognostiziert. Davon gehen aber 16,3 Milliarden Euro wiederum auf die seither beschlossenen Steuerentlastungen zurück.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) gab sich vorsichtig optimistisch. „Im Augenblick spricht vieles dafür: Es geht wieder aufwärts“, sagte er bei der Präsentation der Zahlen. Gleichwohl mahnte Scholz, es sei weiterhin geboten, Vorsicht walten zu lassen. „Die Pandemie dauert an“, betonte er. „Niemand hat ein Drehbuch für eine solche Krise geschrieben.“ Die Auswirkungen der Corona-Pandemie würden das Land „bis weit in das nächste Jahr hinein beschäftigen.“

Roland Kaiser verlegt Herbsttournee auf 2021

13.25 Uhr: Schlagerstar Roland Kaiser (68, „Santa Maria“) verschiebt die Herbsttermine seiner „Alles oder Dich“-Tournee wegen der Corona-Pandemie auf 2021.

„So sehr ich mir für alle meine Fans sowie mein gesamtes Team, Band und Crew gewünscht hätte, dass wir in diesem November bereits wieder in voll besetzten Konzerthallen spielen dürfen, so ist dies zum aktuellen Zeitpunkt für die zuständigen Behörden leider keine Option“, erklärte der Sänger aus Münster in einer Mitteilung des Veranstalters Semmel Concerts am Donnerstag.

Er sehe aber sehr optimistisch in das Jahr 2021. Die Tickets blieben für Ersatztermine gültig, hieß es. Auftakt ist am 24. September 2021 in Frankfurt/Main.

Corona-Zahlen in Israel auf Rekordhöhe - Corona-Kabinett tagt

12.15 Uhr: Israel bekommt die Corona-Pandemie nicht unter Kontrolle: Die Anzahl der Neuinfektionen ist erneut sprunghaft gestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, am Vortag seien 3951 neue Fälle registriert worden. Den dritten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert seit Beginn der Pandemie verzeichnet.

Am Dienstag hatte es 3554 neue Fälle gegeben. Allerdings ist auch die Zahl der Corona-Tests deutlich höher als zuvor, am Mittwoch waren es 44.969. Durchschnittlich ist jeder elfte Test in Israel positiv. Im Vergleich zu Deutschland hat Israel gegenwärtig doppelt so viele Corona-Neuinfektionen - wobei Deutschland neunmal so viel Einwohner hat. Das israelische Corona-Kabinett wollte am Donnerstag angesichts der immer weiter in die Höhe schnellenden Zahlen über das weitere Vorgehen entscheiden.

Im Raum stehen härtere Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus bis hin zu einem Lockdown über die jüdischen Feiertage. Diese beginnen in gut einer Woche. In 40 besonders betroffenen Ortschaften gelten seit Dienstagabend bereits nächtliche Ausgangssperren. Nach Medienberichten gibt es jedoch viele Verstöße gegen die Vorschriften. Betroffen von den hohen Corona-Infektionszahlen sind vor allem arabische und strengreligiöse jüdische Wohnorte. Die meisten Corona-Kranken gibt es in Jerusalem.

DIW: Krise trifft deutsche Wirtschaft nicht so stark wie gedacht

11.25 Uhr: Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft nicht so stark wie zunächst angenommen. Davon geht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin aus. „Wir sind optimistischer als im Sommer“, sagte der Leiter der Konjunkturabteilung, Claus Michelsen, am Donnerstag.

In diesem Jahr werde die Wirtschaftsleistung zwar um sechs Prozent einbrechen. Im Sommer war das Institut aber noch davon ausgegangen, dass das Bruttoinlandsprodukt um mehr als acht Prozent geringer ausfallen werde als im vergangenen Jahr. Im nächsten Jahr sei wieder ein Plus zu erwarten, sagte Michelsen.

„Wir gehen davon aus, dass wir Ende 2021, Anfang 2022 ungefähr das Vorkrisenniveau erreichen.“ Schon jetzt erhole sich die Produktion, weil Exporte etwa nach China wieder anzögen. Das Kurzarbeitergeld und Finanzhilfen für Unternehmen trügen dazu bei, dass Deutschland besser durch die Krise komme als andere Länder.

Lesen Sie hier: Corona-Krise: So kämpft das Gastgewerbe ums Überleben

Corona-Ausbruch – Wohnviertel in Palma de Mallorca abgeriegelt

10.12 Uhr: Wegen hoher Corona-Zahlen hat die Regionalregierung der Balearen die Abriegelung eines Wohnviertels der Stadt Palma angeordnet. Die etwa 23.000 betroffenen Menschen im Arbeiterviertel Son Gotleu und in einigen angrenzenden Straßenzügen dürften ihr Wohnviertel ab Freitag nur noch verlassen, um zur Arbeit, zu einem Arzt oder einem Krankenhaus sowie zur Schule oder einer anderen Bildungseinrichtung zu gehen oder um sich um Pflegebedürftige zu kümmern, berichtete die deutschsprachige „Mallorca Zeitung“.

Geschäfte und Cafés dürften mit der halben Zahl der üblichen Plätze weiter geöffnet bleiben. Bars müssen spätestens um 22 Uhr schließen. Die Einschränkungen gelten zunächst für zwei Wochen. Mehr dazu hier.

Corona-Krise: Inlandstourismus im Juli im Minus

8.54 Uhr: Im Juli wurden 45,4 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste gezählt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das war ein Minus von 22,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Vor allem Reisende aus dem Ausland fehlten, die Zahl der Übernachtungen brach um 56,7 Prozent ein. Besser sah es bei Gästen aus dem Inland aus – mit einem Rückgang um 14,9 Prozent auf 40,6 Millionen Übernachtungen.

Von Januar bis Juli verbuchten Hotels, Pensionen, Ferienunterkünfte, Campingplätze und andere Unterkünfte insgesamt 162,5 Millionen Übernachtungen – ein Rückgang von 42,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Corona-Patientin klagt bei „Maischberger“ über Langzeitfolgen

8.52 Uhr: Eine Corona-Patientin sprach bei „Maischberger“ über beängstigende Langzeitfolgen wie Atemnot, Haarausfall und neurologische Beschwerden. Eine Ärztin erklärte: „Viele Patienten sind nicht genesen, sondern nur nicht mehr infektiös.“ Mehr über den ARD-Talk lesen Sie hier.

Wohl deutlich mehr Amerikaner hatten Corona als bekannt

7.45 Uhr: Einer Hochrechnung zufolge haben sich in den USA zu Beginn der Corona-Pandemie wohl rund neun Mal so viele Menschen mit dem Virus infiziert als nach den offiziellen Statistiken bekannt. Im Zeitraum von etwa Mitte Januar bis Mitte April habe es im Land womöglich bereits rund sechseinhalb Millionen Fälle gegeben, schreiben die Wissenschaftler um Jade Benjamin-Chung und Sean Wu von der University of California in Berkeley im Fachjournal „Nature Communications“.

Offizielle Statistiken geben für diesen Zeitraum 721.245 Fälle an. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen.

Die Differenz liege in den USA unter anderem in der geringen Zahl von Tests begründet, so die Forscher. Zu Beginn der Ausbreitung in den USA seien in Krankenhäusern nur Patienten mit gemäßigten bis starken Symptomen getestet worden – viele Infizierte haben jedoch nur milde oder überhaupt keine Symptome. Zudem hätten nicht alle Tests akkurate Ergebnisse geliefert.

Die Forscher analysierten die Zahlen für alle US-Bundesstaaten. Die meisten Infektionen gab es demzufolge im Nordosten, dem Mittleren Westen und Louisiana im Süden. Insgesamt kommen sie für den Zeitraum von etwa Mitte Januar bis Mitte April auf rund sechseinhalb Millionen Infektionen – das wären 19 von 1000 Menschen und rund neunmal mehr als nach den offiziellen Angaben.

Corona-Rekordzahlen in Israel – Kommt Lockdown?

7.33 Uhr: Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist erneut sprunghaft gestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte mit, am Vortag seien 3951 neue Fälle registriert worden. Den dritten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert seit Beginn der Pandemie verzeichnet.

Allerdings ist auch die Zahl der Corona-Tests deutlich höher als zuvor. Durchschnittlich ist jeder elfte Test in Israel positiv.

Im Vergleich zu Deutschland hat Israel gegenwärtig doppelt so viele Corona-Neuinfektionen – wobei Deutschland neunmal so viel Einwohner hat.

Das israelische Corona-Kabinett wollte am Donnerstag angesichts der immer weiter in die Höhe schnellenden Zahlen über das weitere Vorgehen entscheiden. Im Raum stehen härtere Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus bis hin zu einem Lockdown über die jüdischen Feiertage. Diese beginnen in gut einer Woche.

Zahl der Neuinfektionen angestiegen

5.55 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1892 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 255.366 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag auf seiner Homepage bekanntgab (Datenstand 10. September, 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9341. Das sind drei mehr als noch am Vortag.

Studie: Mädchen durch Corona mehr benachteiligt als Jungen

5.01 Uhr: Mädchen sind einer Studie zufolge stärker von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen als Jungen. Das ist ein Ergebnis einer am Donnerstag in London veröffentlichten Umfrage, für die die Kinderrechtsorganisation Save the Children insgesamt 25.000 Kinder und Erwachsene in 37 Ländern der Welt befragt hat, viele davon in Asien und Afrika. Demnach lernten Mädchen in dieser Zeit weniger in der Schule und mussten sich stärker im Haushalt engagieren als Jungen. Kinder aus ärmeren Familien sind den Autoren zufolge zudem stärker betroffen als solche aus wohlhabenderen Familien.

  • Weitere Ergebnisse der Studie: Jedes fünfte befragte Mädchen gab an, in dieser Zeit nichts gelernt zu haben. Bei den Jungen war es nur jeder Zehnte.
  • Weniger als ein Prozent der Haushalte, die sich selbst als arm einstuften, konnten den für Homeschooling notwendigen Zugang zum Netz gewährleisten. Bei besser gestellten Haushalten hatte immerhin jede fünfte befragte Familie Zugang zum Internet
  • Knapp zwei Drittel der befragten Mädchen sagten, sie hätten während der Pandemie häufiger als zuvor im Haushalt mitarbeiten müssen, bei den Jungen war das nicht einmal bei der Hälfte der Befragten der Fall. Auch bei der Betreuung von Geschwistern waren die Mädchen stärker gefragt.

„Covid-19 hat bestehende Ungleichheiten vergrößert, mit dramatischen Folgen für die Kinder“, sagte die Chefin von Save the Children in Deutschland, Susanne Krüger. „Um eine ganze Generation vor dem Verlust ihrer Zukunft zu schützen, müssen einkommensschwache Länder und fragile Staaten dabei unterstützt werden, in ihre Kinder zu investieren“, forderte die Kinderrechtlerin.

Joe Biden: Trumps Corona-Lüge „beinahe kriminell“

4.46 Uhr: Der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat Präsident Donald Trump ein „beinahe kriminelles“ Verhalten in der Corona-Krise vorgeworfen. Hintergrund ist das Eingeständnis des Republikaners, er habe das Coronavirus-Risiko bewusst heruntergespielt.

Biden sagte dem Sender CNN in einem am Mittwochabend (Ortszeit) vorab in Auszügen veröffentlichten Interview, Trumps Verhalten sei „abscheulich“. Während der Präsident um die wahre Gefahr durch das Virus gewusst habe, habe er selbst keine Maske aufgesetzt. „Es ist beinahe kriminell.“

Lesen Sie auch: Trump hat den Tod Zehntausender US-Amerikaner mitverursacht

Corona-Regeln: Hamburg erhöht Bußgeld für Maskenverweigerer

0.01 Uhr: In Hamburg wird es für Maskenverweigerer ab sofort teurer. Wer ab Donnerstag im öffentlichen Raum ohne Mund-Nase-Bedeckung erwischt wird, muss ein Bußgeld von 80 Euro zahlen. Dies gilt sowohl für Masken-Totalverweigerer als auch für Menschen, die den Schutz nicht ordnungsgemäß angelegt haben, wie der Senat mitteilte. Bislang drohte allein in Bussen und Bahnen eine Vertragsstrafe von 40 Euro. Nun ist ein Verstoß gegen die Maskenpflicht überall im öffentlichen Raum, also beispielsweise auch beim Einkaufen, bußgeldbewehrt, und überall werden 80 Euro fällig.

Corona-News von Mittwoch, 9. September: RKI erklärt Prag zum Risikogebiet

23.30 Uhr: Ab sofort gelten weitere Regionen in Europa aus deutscher Sicht als Corona-Risikogebiete. Das Robert-Koch-Institut (RKI) stufte unter anderem die tschechische Hauptstadt Prag sowie vier neue Regionen in Frankreich entsprechend ein, darunter die Mittelmeerinsel Korsika. Auch die Schweizer Kantone Genf und Waadt gelten nun als Risikogebiete.

Donald Trump soll Lügen über das Coronavirus zugegeben haben

21.29 Uhr: US-Präsident Donald Trump soll in einem Interview mit der Watergate-Legende Bob Woodward zugegeben haben, die Öffentlichkeit bewusst über die Gefährlichkeit des Coronavirus belogen zu haben. Obwohl Experten ihn schon frühzeitig über das Ausmaß der Gefahr informiert haben sollen. Der Immunologe und Berater der US-Regierung Anthony Fauci soll mehrfach heftig mit Trump gestritten haben und ihm eine Aufmerksamkeitsspanne im Minusbereich bescheinigt haben. Woodward zitiert den US-Präsidenten mit den Worten: „Das Virus hat nichts mit mir zu tun.“

Niederlande: Höchster Wert an Neuinfektionen seit April

18.08 Uhr: Die Zahl der in den Niederlanden registrierten neuen Coronavirus-Fälle ist in den letzten 24 Stunden auf 1140 gestiegen, teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge mit. Das ist demnach der höchste Tageswert seit dem 10. April. Damals meldeten die Gesundheitsbehörden den bisherigen Rekordwert von 1335 Neuinfektionen.

De Jonge gab die Zahlen des Nationalen Instituts für Gesundheit (RIVM) während eines Live-Videostreams bekannt. „Es läuft nicht richtig“, sagte De Jonge. Einen Tag zuvor verzeichnete das Land noch 964 Fälle, wobei insbesondere die Infektionen bei jungen Erwachsenen rasch zugenommen hatte.

US-Virologe Fauci glaubt weiter an Impfstoff Anfang 2021

18.03 Uhr: Der US-Mediziner Anthony Fauci hält an seiner Prognose fest, dass ein sicherer und wirksamer Impfstoff gegen das Coronavirus Anfang 2021 verfügbar sein könnte. Es sei möglich, dass es früher dazu komme, das sei aber unwahrscheinlich, sagte Fauci, der Berater des Weißen Hauses für das Coronavirus, am Mittwoch in der Sendung „CBS This Morning“. „Das wahrscheinlichere Szenario ist, dass wir bis Ende dieses Kalenderjahres Bescheid wissen werden und hoffentlich werden wir dazu in der Lage sein, mit Beginn Anfang 2021 ernsthaft mit Impfungen anzufangen.“

Fahrlässige Tötung: Justiz ermittelt nach Corona-Ausbruch in Lokal

17.54 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in einem Restaurant in Ostfriesland im Mai ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung. Alle damals Anwesenden sollten vernommen werden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aurich am Mittwoch. Sie nannte den Namen des niedersächsischen Lokals nicht. Nach einem Bericht der Ostfriesen-Zeitung“ handelt es sich um die „Alte Scheune“ in Moormerland (Kreis Leer). Dort hatten sich bei einer Feier mehr als 30 von 50 Gästen infiziert, zwei der Infizierten starben später.

Reisekonzern Tui schafft Voraussetzung für Milliarden-Hilfe

16.16 Uhr: Der weltgrößte Reisekonzern Tui hat die Voraussetzung für eine weitere staatliche Milliarden-Hilfe zur Überbrückung des coronabedingten Geschäftseinbruchs geschaffen. Die Inhaber einer Anleihe hätten der Aussetzung einer vertraglichen Bedingung zugestimmt, die eine künftige Verschuldungsbegrenzung vorgesehen habe, teilte der Konzern am Mittwoch mit. An die Aussetzung war eine zusätzliche Kreditlinie der Förderbank KfW von rund 1,2 Milliarden Euro gebunden.

Urlaub: Reisewarnung für 160 Länder soll aufgehoben werden

13.11 Uhr: Die pauschale Reisewarnung für fast alle gut 160 Länder außerhalb der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums wird am 30. September enden. Vom 1. Oktober an soll es nach einem Beschluss des Bundeskabinetts dann auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen geben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen erfuhr. Lesen Sie auch: Corona: In diesen Ländern müssen Sie noch Reisewarnungen beachten

12.47 Uhr: Im Rennen um einen rettenden Corona-Impfstoff hat die EU-Kommission mit der Mainzer Firma Biontech die mögliche Lieferung von bis zu 300 Millionen Einheiten vereinbart. Dies teilte die Kommission in Brüssel mit. Geplant sei zunächst die Lieferung von 200 Millionen Dosen, mit der Option auf 100 Millionen weitere.

Der Impfstoff ist allerdings noch nicht zugelassen. Derzeit laufen noch klinische Tests. Die EU-Kommission verfolgt die Strategie, mit möglichst vielen Pharmafirmen Vorverträge abzuschließen, um bei einem erfolgreichen Impfstoff rasch Zugriff zu haben. Die Brüsseler Behörde hat schon mit sechs Herstellern entsprechende Gespräche geführt.

Hilfsorganisation warnt vor Coronavirus in Moria

12.41 Uhr: Angesichts der Brände im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos warnt die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus. „Natürlich bleibt COVID-19 ein großes Risiko. Die Regierung hat deshalb den Ausnahmezustand ausgerufen. Es müssen nun sichere Unterkünfte eingerichtet und Corona-Massentests durchgeführt werden, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern“, sagte die IRC-Landesbeauftragte in Griechenland, Dimitra Kalogeropoulou.

Die Evakuierung des Lagers berge nun neue gesundheitliche Gefahren. Mindestens 35 Menschen in dem überfüllten Lager waren zuvor positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden.

Zudem forderte Kalogeropoulou ein schnelles Handeln der Europäischen Union: „Es ist höchste Zeit, dass die EU-Länder mit der griechischen Regierung zusammenarbeiten, um Geflüchtete und Asylsuchende nicht nur auf das griechische Festland, sondern auch in andere EU-Länder umzusiedeln.“ Alle wichtigen Nachrichten zur Lage in Mora lesen Sie in unserem Newsblog: Erst Unruhen, dann Großbrand – Lage in Moria eskaliert

Corona-Krise: Gastgewerbe kämpft ums Überleben

12.22 Uhr: Die Corona-Krise hat die Gastronomen und Hoteliers in ganz Deutschland in die tiefste Krise der Nachkriegszeit katapultiert. Nicht nur Fernsehköchin Sarah Wiener meldete Insolvenz an, auch viele andere alteingesessene Gastronomen stellten ihre Betriebe ein. Welchen Spuren die Krise in der Branche hinterlassen hat, lesen Sie hier.

Corona-Rekordanstieg in Tschechien

12.10 Uhr: Tschechien meldet bei der Zahl der täglichen Neuinfektionen einen Rekordwert: Am Dienstag kamen 1164 Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium bekanntgab. Der bisherige Höchstwert innerhalb von 24 Stunden hatte bei knapp 800 gelegen. Die Gesamtzahl der aktiven Fälle stieg damit auf rund 9300. Es wurden bisher insgesamt 441 Todesfälle mit einer Covid-19-Erkrankung in Verbindung gebracht.

Inzwischen gilt in Tschechien wieder landesweit eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Gesundheitsminister Adam Vojtech kündigte bei Twitter an, dass vom Donnerstag an eine Maskenpflicht „in allen Innenräumen in der ganzen Tschechischen Republik“ eingeführt werde. Die Einzelheiten sollten im Laufe des Tages bekanntgegeben werden.

Nach Einschätzung des Epidemiologen und Regierungsberaters Roman Prymula dürften sich neue Maßnahmen wie die Maskenpflicht erst mit mehrwöchiger Verzögerung bemerkbar machen. „Wir müssen dahingehend wirken, dass es nicht zu einem exponentiellen Anstieg kommt“, sagte der Experte der Zeitung „Pravo“.

Nach Einschätzung von Beobachtern dürfte der jüngste Anstieg auch mit dem Ende der Sommerferien und der Rückkehr zahlreicher Urlauber zusammenhängen. Zu den beliebtesten Reiseländern der Tschechen zählt traditionell Kroatien, wo die Corona-Zahlen zuletzt ebenfalls gestiegen waren.

Kürzere Corona-Quarantäne? – Debatte in Italien

10.49 Uhr: Nach den Überlegungen Frankreichs zur Verkürzung der Quarantänezeit für Corona-Infizierte diskutiert auch Italien eine solche Maßnahme. „Wenn wir die Quarantäne verkürzen sollten, würden sich auch die sozialen und wirtschaftlichen Kosten reduzieren“, sagte der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte. Die Verkürzung der Quarantäne von 14 auf sieben Tage sei eine „wichtige Perspektive“.

Der Lungen-Facharzt Luca Richeldi, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des italienischen Gesundheitsministeriums, sagte: „Das ist eine Entscheidung, die sehr wahrscheinlich auch in Italien in Erwägung gezogen wird, vor allem, weil es großen Einfluss darauf hätte, die Quarantäne-Maßnahmen zu vereinfachen.“

Nach Ansicht zahlreicher italienischer Experten ist eine Verkürzung der Quarantänezeit bei einer Corona-Infektion ohne Symptome sinnvoll. „14 Tage Isolation zu empfehlen, hatte zu Beginn der Pandemie Sinn und war richtig, weil wir nichts über dieses Virus wussten“, sagte Mario Clerici, Immunologie-Professor an der Universität Mailand, dem „Corriere della Sera“. „Heute kennen wir das Virus sehr viel besser und eine so lange Quarantäne ist übertrieben, vor allem für die Infizierten ohne Symptome.“

Infizierter Berlusconi kämpft gegen „höllische Krankheit“

10.15 Uhr: Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi hat sich erstmals nach seiner Corona-Infektion zu Wort gemeldet und Parteikollegen vom Kampf gegen die „höllische Krankheit“ berichtet. „Ich gebe alles und hoffe, dass ich bald wieder zurück bin“, sagte Berlusconi laut Nachrichtenagentur Ansa bei einer Telefonkonferenz mit Mitgliedern seiner Partei Forza Italia. „Ich kämpfe, um dieser höllischen Krankheit zu entkommen.“

Der Politiker und Unternehmer, der wegen seines Alters und einiger Vorerkrankungen als Risikopatient gilt, ist auf dem Weg der Besserung. „Ich denke, dass uns jede Stunde, die vergeht, näher ans positive Resultat einer Genesung bringt“, sagte Berlusconis Arzt Professor Alberto Zangrillo im TV-Sender Rai.

Allerdings sei Covid-19 eine „tückische Krankheit“, bei der man nicht vorschnell denken dürfe, man habe sie besiegt, warnte Zangrillo. Bei Berlusconi zeige die Behandlung im Krankenhaus jedoch Erfolge. „Seine Krankheit hat den erhofften Verlauf genommen, er reagiert sehr gut auf die Therapien“, sagte der Mediziner.

Neuseeland lockert Corona-Einreiseregeln

9.44 Uhr: Neuseeland will seine strikte Corona-Einreisesperre von Oktober an leicht lockern. Die Grenzen des Pazifikstaates sind seit dem 19. März geschlossen. Nur neuseeländische Staatsbürger und Menschen mit permanentem Wohnsitz durften noch ins Land. „Wir sind jetzt in der Lage, Anpassungen unserer Covid-19-bedingten Einreisebestimmungen vorzunehmen“, sagte Einwanderungsminister Kris Faafoi.

Dies betreffe eine „kleine Anzahl von Menschen“, die unter normalen Umständen das Recht hatten, nach Neuseeland zu reisen.

Unter anderem sollen die Lockerungen Lebenspartner von neuseeländischen Bürgern betreffen, die in den nächsten Wochen eine Einreise beantragen könnten. Auch einige Menschen mit gültigem Arbeitsvisum könnten dann wieder ins Land. Alle Ankommenden müssen aber 14 Tage in Isolation.

Bahn sieht kein erhöhtes Infektionsrisiko in Zügen

9.30 Uhr: Die Deutsche Bahn hat bekräftigt, dass es aus ihrer Sicht bislang kein erhöhtes Corona-Infektionsrisiko in Zügen gibt. Bei Zugbegleitern im Fernverkehr seien etwas seltener entsprechende Antikörper nachgewiesen worden als bei Beschäftigten ohne Kundenkontakt, teilte das Unternehmen mit.

„Wir müssen weiter achtsam sein, aber es gibt keinen Grund zur Sorge vor Bahnreisen“, folgerte Vorstandsmitglied Berthold Huber daraus. Die Studie dazu ist aber nicht abgeschlossen.

Bislang liegen Tests an 1072 Mitarbeitern von Ende Juni und Anfang Juli vor. Zu der Zeit hatten die Fernzüge nach Bahn-Angaben eine Auslastung von 30 Prozent, halb so viel wie vor der Corona-Krise. Weitere Tests an Mitarbeitern sind im Oktober und Februar geplant – in der Erkältungs- und Grippesaison.

Corona-Impfstoff-Studie von AstraZeneca gestoppt – Proband erkrankt

8.43 Uhr: Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat vorläufig seine klinischen Tests eines Corona-Impfstoffs unterbrochen, weil es bei einem Probanden zu noch ungeklärten gesundheitlichen Problemen gekommen ist. Das Verfahren sei „freiwillig unterbrochen worden, um die Überprüfung der Sicherheitsdaten durch einen unabhängigen Ausschuss zu ermöglichen“, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag. Es soll geklärt werden, ob es sich um eine Nebenwirkung des potenziellen Wirkstoffs handelt.

Während des Stopps sollen keine weiteren Studienteilnehmer geimpft und bisher geimpfte Personen weiterhin beobachtet werden.

Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf eine informierte Person, dass es sich bei dem gesundheitlichen Problem um Transverse Myelitis handele – eine Entzündung, die das Rückenmark treffe und von Vireninfektionen ausgelöst werden könne.

Unterbrechungen der klinischen Prüfungen von möglichen Impfstoffen sind nicht ungewöhnlich. Dennoch ist es mutmaßlich das erste Mal, dass dies bei den Tests für einen Corona-Impfstoff geschah. AstraZeneca erklärte: „Dies ist eine Routinemaßnahme, die immer dann vorgenommen werden muss, wenn in einer der Studien eine potenziell unerklärliche Krankheit auftritt.“.

Für AstraZeneca, das zusammen mit der britischen Oxford-Universität an der Corona-Impfung forscht, ist es ein herber Rückschlag im Rennen um die Zulassung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus.

Die EU, die USA und andere Staaten haben mit AstraZeneca bereits Liefervereinbarungen für den Impfstoff geschlossen.

So läuft die Suche nach dem Corona-Impfstoff
So läuft die Suche nach dem Corona-Impfstoff

Corona-Zahlen in Israel steigen rasant – neuer Rekordwert

7.49 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt immer weiter. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am Vortag 3496 neue Fälle registriert. Den zweiten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert in dem Land seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Am Montag hatte es 3425 neue Fälle gegeben. Allerdings ist auch die Zahl der Corona-Tests deutlich höher als zuvor.

Am Dienstagabend teilte das Gesundheitsministerium mit, der Corona-Beauftragte Ronni Gamzu, Gesundheitsminister Juli Edelstein sowie sechs weitere ranghohe Mitarbeiter müssten sich in Corona-Quarantäne begeben. Sie seien mit einem Corona-Kranken in Kontakt gewesen.

Schwangere mit Corona: Höheres Risiko für frühe Geburt

7.01 Uhr: Experten haben mögliche Folgen einer Corona-Infektion bei Schwangeren untersucht. Eine verfrühte Geburt ist demnach bei ihnen wahrscheinlicher, wobei die Rate spontaner Frühgeburten – also bei von selbst einsetzenden Wehen – kaum höher liegt.

Bei infizierten Schwangeren werde also öfter eine Schwangerschaft eingeleitet und/oder der Säugling per Kaiserschnitt früher geholt, erläutern die Forscher im Fachmagazin „BMJ“. Dafür gebe es verschiedene Gründe.

Das sei eine Situation, die nicht nur bei einer Ansteckung mit Sars-CoV-2, sondern auch bei anderen Infektionen auftreten könne, erklärte die Virologin Susanne Modrow, die unter anderem zu Virusinfektionen in Schwangerschaften forscht. „Akute Infektionen haben in der Spätphase der Schwangerschaft häufig das Risiko einer verfrühten Geburt.“

Zusammengetragen haben die Forscher die Ergebnisse von insgesamt 77 Studien. Aus ihrer Analyse geht auch hervor, dass Symptome wie Fieber und Muskelschmerzen bei infizierten Schwangeren im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen mit einer Infektion nicht so häufig auftreten. Dies könne aber auch daran liegen, dass Schwangere bei ihrer Einweisung in die Klinik meist auf das Coronavirus getestet werden – unabhängig davon, ob sie Symptome zeigen oder nicht. Nicht schwangere Frauen hingegen seien oftmals nur getestet worden, weil sie Symptome zeigten.

Eine gute Nachricht aus der Studie: Die Anzahl von Totgeburten oder Todesfällen bei Neugeborenen war bei infizierten Schwangeren nicht höher.

Covid-19 oder Grippe? Diagnose anfangs schwierig

4.13 Uhr: Die beginnende Grippesaison und die gleichzeitig andauernde Corona-Pandemie werden die Ärzte nach Ansicht der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek vor besondere Herausforderungen stellen. Es lasse sich anfangs nicht leicht beantworten, ob eine Grippe oder eine Infektion mit der vom Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelösten Krankheit Covid-19 vorliege, sagte Ciesek der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Symptomatik kann insbesondere in der Frühphase der Infektion sehr ähnlich sein“, erklärte die Professorin für Medizinische Virologie an der Frankfurter Goethe-Universität. „Bei beiden Erkrankungen sind Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schnupfen und abdominelle Beschwerden wie Bauchschmerzen und Erbrechen häufige Symptome.“ Ohne einen Test könnten die Symptome nicht sicher unterschieden werden.

Ob eine Grippe oder Covid-19 für den Einzelnen gefährlicher sei, lasse sich nur sehr schwer sagen. „Die Gefahr, an Covid-19 zu sterben, ist nämlich sehr stark altersabhängig“, sagte Ciesek. „Insgesamt kann man festhalten, dass bei älteren Menschen Covid-19 noch viel gefährlicher ist als Influenza.“ Lesen Sie hier: Drosten-Podcast: So lief die erste Folge mit Sandra Ciesek

Neuer Corona-Schulgipfel am 21. September bei Merkel

1.01 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel will gemeinsam mit der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und den Kultusministern der Länder bei einem zweiten Corona-Schulgipfel über einen Digitalisierungsschub für die Schulen beraten.

Das Treffen werde am 21. September im Kanzleramt stattfinden, erfuhr unserer Redaktion aus Koalitionskreisen.

Bei einem ersten Treffen Mitte August hatten Merkel, Esken und mehrere Kultusminister angekündigt, dass der Bund 500 Millionen Euro bereitstellen werde, damit jeder Lehrer einen Dienst-Laptop und jeder Schüler einen günstigen Internetzugang bekommen solle. Seinerzeit hatten aber nicht alle Kultusminister an den Beratungen teilgenommen.

Für den 21. September hat die Kultusministerkonferenz (KMK) zugesagt, dass alle 16 Ressortchefs beim Gespräch mit Merkel und Esken dabei sein werden. Auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) nimmt teil.

Bei dem Spitzentreffen soll es unter anderem darum gehen, technische und organisatorische Voraussetzungen für eine möglichst rasche Digitalisierung aller Schulen zu schaffen. So sollen digitale Lernplattformen für Homeschooling aufgebaut und System-Administratoren für Wartung und Support an den Schulen eingestellt werden.

Großbritannien verschärft Regeln

0.37 Uhr: Wie Premierminister Boris Johnson am Dienstag ankündigte, sind ab Montag nur noch Gruppen von bis zu sechs Menschen erlaubt. Das Verbot gilt sowohl für Außen- als auch Innenräume. Derzeit liegt die Obergrenze bei 30 Menschen.

„Wir müssen jetzt handeln, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen“, begründete Johnson die neuen Maßnahmen. Die Sechs-Personen-Regel ist allerdings mit einer Reihe von Ausnahmen versehen. Sie gilt nicht für Schulen, Arbeitsplätze, Hochzeiten und Beerdigungen sowie Mannschaftssport, der entsprechend den Hygiene-Auflagen organisiert wird. Bei Verstößen gegen die Regel droht eine Geldstrafe von 100 Pfund (110 Euro). Bei wiederholten Verstößen kann die Strafe auf bis zu 3200 Pfund steigen.

Corona-News von Dienstag, 8. September: In Israel gelten Beschränkungen in Risikogebieten

  • In Israel sollen Beschränkungen in 40 Städten oder Stadtteilen die weitere Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Die nächtlichen Ausgangssperren und Schulschließungen gelten eine Woche lang. Betroffen sind nach Behördenangaben Regionen, in denen Versammlungen zu verstärkten Ansteckungen geführt haben.
  • Der Arzneimittelentwickler Janssen aus Neuss bei Düsseldorf darf einen möglichen Impfstoff in Deutschland am Menschen testen. Die klinische Prüfung sei genehmigt worden, teilte das Paul-Ehrlich-Institut mit. Bei der Phase-II-Studie solle an einer größeren Zahl von Probanden untersucht werden, ob der Impfstoff wirksam, sicher und verträglich ist.
  • Ein Kellner, der trotz eines positiven Corona-Tests arbeiten gegangen ist, beschäftigt derzeit das Frankfurter Gesundheitsamt. Mehr als 400 Kontakte des Mannes müssten nun angerufen werden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsdezernats am Dienstag. Er müsse mit einer Strafe rechnen, da er gegen die Quarantäneregelung verstoßen habe.
  • Nach dem Ende der Hauptreisezeit im Sommer stellt Bayern die Corona-Teststationen an den Autobahnen in Grenznähe sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg bis zum 30. September ein. Die freiwerdenden Testkapazitäten sollen nach einem Kabinettsbeschluss stattdessen bedarfsorientiert etwa für die Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung stehen. Lediglich die Teststationen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen bleiben.
  • Die Brandenburger Landtags-SPD hält den geplanten Corona-Bonus für Krankenschwestern und -Pfleger - nicht nur für Kräfte in Pflegeheimen - für richtig. „Ich hoffe, dass dieser Schritt nicht kleiner ausfällt, als das etwa bei der Prämie für Pflegeheime der Fall ist“, sagte SPD-Fraktionschef Erik Stohn am Dienstag in Potsdam. Lesen Sie hier: „Danke für nichts“: Notärztin fehlt in Krise die Anerkennung
  • In Deutschland wurden seit der Wiedervereinigung in einem Quartal noch nie so wenige Arbeitsstunden geleistet wie im zweiten Vierteljahr 2020. Das ermittelte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. „Die Arbeitszeit ist vor allem durch Kurzarbeit, Abbau der Zeitguthaben auf den Arbeitszeitkonten, Freistellungen und weniger Überstunden gesunken“, sagte der Leiter des Forschungsbereiches Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen beim IAB, Enzo Weber. „Der Rückgang bei der Zahl der Erwerbstätigen blieb in Anbetracht des immensen wirtschaftlichen Schocks dagegen begrenzt“, sagte er.
  • Die deutschen Exporte haben im Juli weiter zugelegt, bleiben aber noch immer deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Im Vergleich zum Juni stiegen die Ausfuhren um 4,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber dem Juli 2019 lagen die Exporte allerdings um 11,0 Prozent niedriger. Im Vergleich zum Februar 2020 – dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie – betrug der Rückgang 12,1 Prozent.
  • Sowohl Kanzlerin Angela Merkel als auch führende Virologen haben zuletzt immer wieder vor einem möglichen Anstieg der Corona-Fallzahlen im Herbst gewarnt. Wie gut ist Deutschland auf eine mögliche weitere Corona-Welle vorbereitet? Lesen Sie hier mehr zum Ausblick auf den Corona-Herbst: Deutschland nutzt im Kampf gegen Corona stumpfe Waffen
  • Von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Schecks zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind nun bei etlichen Österreichern gelandet. Mehr als 100 solcher Schecks über jeweils 1200 Dollar (rund 1000 Euro) sind nach Angaben des ORF inzwischen bei Banken eingelöst worden. Grund des Geldsegens könnte eine Datenpanne bei den amerikanischen Behörden sein. Die US-Regierung hatte Schecks an zahllose Menschen geschickt, gedacht als Hilfe in der Coronavirus-Krise. US-Bürger mit einem Jahresgehalt von bis zu 75.000 Dollar erhielten Schecks von 1200 Dollar, berufstätige Paare mit einem Gehalt bis 150 000 Dollar entsprechend 2400 Dollar. Irrtümlich gingen auch Zahlungen an mehr als eine Million Tote.

Corona-News von Montag, 7. September: Italien verlängert Anti-Corona-Maßnahmen

  • Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Italien wie Maskenpflicht und Abstandsregeln bleiben für einen weiteren Monat in Kraft
  • In Aachen startet am Mittwoch eine bundesweit angelegte Studie zur Untersuchung des Immunstatus der Bevölkerung bei Coronaviren. Nach Reutlingen und Freiburg in Baden-Württemberg sei Aachen die dritte Testregion, sagte der Koordinator der Studie, Prof. Gérard Krause. Lesen Sie hier: Corona-Antikörperstudie in Aachen mit 3000 Teilnehmern
  • In Spanien ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf mehr als eine halbe Million gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldet seit Freitag 26.560 neue Fälle, womit die Gesamtzahl nun 525.549 beträgt. 29.516 Infizierte sind demnach mittlerweile gestorben
  • Offenbar halten sich nicht alle Badegäste auf Mallorca an die Corona-Regeln. Daher musste jetzt die Polizei einschreiten – per Hubschrauber. Mehr dazu: Mallorca: Polizeihubschrauber vertreibt Urlauber vom Strand
  • In Argentinien ist eine Professorin vor laufender Kamera an den Folgen von Covid-19 gestorben. 40 Studierende mussten in der Online-Vorlesung dabei zusehen. Lesen Sie hier: Professorin stirbt in Vorlesung – Studierende müssen zusehen
  • Ein Gymnasiast in Bayern ist mit einem Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Unterricht vor dem Verwaltungsgerichtshof in München gescheitert. Die Maskenpflicht an weiterführenden Schulen in Bayern bleibt demnach bestehen. Hintergrund: Schule trotz Corona: Das sind die Regeln der Bundesländer
  • Das Pharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfitzer dürfen ihren Corona-Impfstoff jetzt auch in Deutschland testen. Das Paul-Ehrlich-Institut habe die Erlaubnis dazu erteilt, gab das Mainzer Unternehmen bekannt. Weltweit hatte die Studie über den möglichen Impfstoff bereits Ende Juli mit bis 30.000 Teilnehmern begonnen. Lesen Sie dazu: RKI macht Hoffnung: Impfstoff bis Anfang 2021 erwartet
  • Ärztevertreter warnen vor wachsenden Engpässen bei den Laborkapazitäten in Deutschland: Die beginnende Grippesaison werde die Zahl der nötigen Abstriche vervielfältigen, sagte die Vorsitzende des Berufsverbands der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, unserer Redaktion. Bereits jetzt seien die Laborkapazitäten knapp
  • Der Kinderbonus wird ab diesem Montag ausgezahlt. Die Familienkassen zahlen im ersten Schritt 200 Euro pro Kind. Insgesamt beträgt die Leistung 300 Euro pro Kind, die zusätzlich zum Kindergeld gezahlt werden. Lesen Sie dazu: Kindergeld-Zuschuss in Corona-Zeiten – Wer bekommt ihn?

Corona-News von Sonntag, 6. September: Neue Risikogebiete in Frankreich

  • Frankreich hat sieben neue Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Damit gelten nach Angaben der Regierung nun 28 der rund 100 französischen Departements als „rote Zonen“, wo das Virus „aktiv zirkuliert“. Die Einstufung ermöglicht es den Behörden, die Corona-Maßnahmen zu verschärfen. Neu betroffen sind neben den vier Departements Nord, Bas-Rhin, Seine-Maritime und Côte-d’Or mit Großstädten wie Lille, Rouen, Le Havre, Straßburg und Dijon die beiden Verwaltungsbezirke auf der Mittelmeerinsel Korsika und das Übersee-Departement auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean. Zuerst waren im August der Pariser Großraum und Teile der Mittelmeerküste zu Risikogebieten erklärt worden. Deutschland hat eine Reisewarnung für die Pariser Region sowie die Côte Azur und die Provence ausgesprochen.
  • In Großbritannien melden die Behörden 2988 neue Infektionsfälle. Im August wurden im Vereinigten Königreich pro Tag rund 1000 Fälle im Durchschnitt erfasst. Erst in den vergangenen Tagen ist die Zahl der Infektionen gestiegen. Insgesamt wurden in Großbritannien 347.152 Fälle verzeichnet. Die Zahl der Todesopfer erhöht sich um zwei auf 41.551.
  • Die Polizei auf Mallorca setzt nun einen Hubschrauber ein, um Corona-Maßnahmen durchzusetzen und Badegäste nach der angeordneten Schließung um 21 Uhr von den Stränden zu schicken. Das berichtete die Zeitung „Diario de Mallorca“. Demnach flog die Maschine am Wochenende im Tiefflug über die Strände und forderte die Badenden auf, diese zu räumen. In Videoaufnahmen war zu sehen, wie Badegäste angesichts der Lautstärke und der heftigen Winde unter dem Rotor des Hubschraubers vom Strand Richtung Promenade flohen.
  • Der an Covid-19 erkrankte italienische Ex-Premier Silvio Berlusconi spricht nach Angaben seines Arztes „optimal“ auf die Behandlung im Krankenhaus an. Die Entwicklung des 83 Jahre alten, mehrfachen Regierungschefs gebe wie am Vortag Anlass zu vorsichtigem Optimismus, sagte Professor Alberto Zangrillo am Sonntag vor Journalisten in Mailand. Trotzdem sei man in einer „fragilen Phase“. Er verwies auf das hohe Alter Berlusconis, das als Risikofaktor gilt. Die Therapie brauche ihre Zeit, sagte Zangrillo.
  • Von diesem Montag an zahlen die Familienkassen den Kinderbonus schrittweise aus. Insgesamt sollen für rund 18 Millionen Kinder jeweils 300 Euro fließen. Mehr dazu hier: Corona-Kindergeld: Wer bekommt den Kinderbonus zuerst?
  • Der künftige Corona-Impfstoff der Pharmakonzerne Sanofi und GSK soll weniger als zehn Euro pro Impfdosis kosten. Da Staaten bereit seien, die finanziellen Risiken der Impfstoff-Hersteller mitzutragen, sei es möglich, die Preise „so niedrig wie möglich“ zu halten, sagte der Präsident von Sanofi in Frankreich, Olivier Bogillot, am Samstag dem Sender France Inter. Sanofi arbeitet bei der Corona-Impfstoff-Entwicklung mit dem britischen Unternehmen GSK zusammen. Der britisch-schwedische Konkurrent AstraZeneca hatte für seinen potenziellen Impfstoff einen Preis von rund 2,50 Euro pro Dosis angekündigt.
  • In Frankreich breitet sich das Coronavirus weiterhin schnell aus. In den vergangenen 24 Stunden seien 8550 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstagabend mit. 4,7 Prozent der ausgewerteten Tests waren demnach positiv. Am Vortag war mit 8975 Neuansteckungen ein neuer Tagesrekord erreicht worden.
  • Die Bundesregierung weitet ihre Corona-Hilfen für Indien deutlich aus. „Täglich werden über 70.000 Neuinfektionen gemeldet – so viele wie in keinem anderen Land“, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) unserer Redaktion. „Jetzt geht es darum, das weitere Ausbreiten zu bremsen. Dazu stellen wir 330.000 Covid-19-Testkits und 600.000 Schutzausrüstungen für medizinisches Personal bereit.“ Finanziert werden diese Maßnahmen dem Bericht zufolge mit 15 Millionen Euro über das Corona-Sofortprogramm des Ministeriums. Zusätzlich stellt das Entwicklungsministerium kurzfristige Kredite im Umfang von 460 Millionen Euro für Indien bereit. „So helfen wir gemeinsam, dass Nahrungsmittel an 800 Millionen Menschen verteilt und Überbrückungshilfen an 320 Millionen Menschen geleistet werden können, die in der Corona-Krise ihren Job verloren haben“, sagte Müller. „Das ist weltweit eine der größten Corona-Unterstützungsmaßnahmen.“

Corona-News von Samstag, 5. September: Frank-Walter Steinmeier fordert Gedenkzeremonie für Corona-Opfer

  • NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat seinen Besuch zur 30-Jahre-Feier des Freistaats Sachsen durch die Unterschiede in den Bundesländern verteidigt.
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) will den Angehörigen von Opfern der Corona-Pandemie in ihrer Trauer helfen und hat dafür eine Gedenkzeremonie in Deutschland angeregt.
  • Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger eindringlich aufgerufen, Herbstferien und Weihnachtsurlaub in Deutschland zu verbringen und erinnerte an die Massenausbrüche im Skiort Ischgl.
  • Trotz der neuen Panne bei Testzentren hält das bayerische Gesundheitsministerium an seiner Teststrategie fest. „Es geht nicht um irgendwelche sinnlosen Massentestungen“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Samstag. Lesen Sie hier: Coronatest-Panne: Wie es zur Blamage in Bayern kam
  • Bund und Länder wollen bis Ende 2022 mindestens 5000 neue und unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) schaffen. Auch interessant: Gesundheitsämter alarmiert: Kommt die zweite Corona-Welle?
  • Patientenschützer haben eine zweite Überprüfung positiver Corona-Tests gefordert
  • In Indien ist die Zahl der Corona-Fälle auf über vier Millionen gestiegen. Am Samstag wurde nach Behördenangaben mit 86.432 Neuinfektionen binnen 24 Stunden ein neuer Rekordanstieg gemeldet.
  • In der Corona-Krise zeigt sich deutlich: Leiharbeiter sind oft die ersten, die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihren Job los sind.
  • Die deutsche Wirtschaft erholt sich nach Einschätzung Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bereits von der Corona-Krise.
  • In Berlin gilt für Demonstrationen mit mehr als 100 Teilnehmern ab sofort Maskenpflicht.

Corona-Hilfen: Bundesregierung unterstützt Textilindustrie in Entwicklungsländern

1.01 Uhr: Entwicklungsminister Gerd Müller hat Corona-Hilfen in Höhe von 14,5 Millionen Euro für die Textilindustrie in Entwicklungsländern angekündigt.

Corona-News von Freitag, 4. September: Forscher befürchten mehr als 400.000 Corona-Tote in den USA

  • Forscher befürchten in den USA einem viel beachteten Modell zufolge bis zum Jahresende 410.000 Corona-Tote
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine neue Version der deutschen Corona-Warn-App in den App-Stores von Apple und Google veröffentlicht. Mit diesem Update sollen verschiedene Fehler behoben werden, die in den älteren Versionen noch auftauchen
  • Die Corona-Lage in Österreich wird ab jetzt wöchentlich mit einem Ampelsystem bewertet. Vier Farben von Grün (niedriges Risiko) bis Rot (sehr hohes Risiko) sollen konkrete Maßnahmen bedeuten, die für die jeweils betroffene Region gelten sollen
  • Von der jüngsten Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern sind rund 10.000 Menschen betroffen
  • Nach der frühen Freigabe des weltweit ersten Impfstoffes gegen das Coronavirus zur breiten Verwendung in der Bevölkerung hat Russland Details zu seinem Wirkstoff veröffentlicht. Demnach regt der Impfstoff eine Immunantwort
  • Robert Pattinson hat sich einem Bericht der „Vanity Fair“ zufolge mit dem Coronavirus infiziert
  • Die australische Regierung hat die internationale Corona-Reisesperre um drei Monate bis mindestens zum 17. Dezember verlängert
  • Wird es in der Pandemie Weihnachtsmärkte geben? Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder erklärt im Interview mit unserer Redaktion, welche Pläne er für den Winter hat. Lesen Sie: Söder: Weihnachtsmarkt ja, aber ohne Feuerzangenbowle
  • Gesundheits-Politikerinnen und -Politiker aus mehreren Fraktionen haben sich dafür ausgesprochen, dass die Quarantänezeit bei Corona-Verdachtsfällen von 14 auf fünf Tage verkürzt wird. Lesen Sie dazu: Neuer Podcast – Drosten schlägt Verkürzung der Quarantäne vor

Corona-News von Donnerstag, 3. September: Dänemark will Grenzübergänge schnell öffnen

  • Dänemark will alle seine Grenzübergänge zu Deutschland so schnell wie möglich wieder öffnen. Außerdem sollen die Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland und Schweden ab sofort nur noch stichprobenartig, zeitlich begrenzt und an das Aufkommen angepasst erfolgen
  • Mit mehreren Tausend Fans hat Schlagerstar Roland Kaiser in der Berliner Waldbühne seine Corona-Konzert-Zwangspause beendet
  • Für die Kanarischen Inseln wurde wie erwartet eine Reisewarnung ausgesprochen. Lesen Sie hier, wie nun auf den beliebten Inseln weitergehen soll: Nach Kanaren-Reisewarnung – Tui sagt alle Reisen ab
  • Die Türkei hat die Regeln für Hochzeiten und Feste verschärft. Straßen- und Dorfhochzeiten, Verlobungs- oder etwa auch Beschneidungsfeiern im Freien seien nicht mehr erlaubt, teilte das türkische Innenministerium mit
  • Mit einem Coronavirus-Impfstoff noch vor der Präsidentschaftswahl am 3. November möchte US-Präsident Donald Trump seine Umfragewerte verbessern. Doch dafür wählt er drastische Methoden. Lesen Sie hier: Trump hofft auf Impfstoff noch vor der Präsidentschaftswahl
  • Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat bei „Markus Lanz“ deutlich seine Meinung zu den Ausschreitungen bei der Corona-Demo in Berlin gesagt. Von „verabscheuungswürdig“ und „Schande“ sprach der Politiker. Mehr über die Sendung lesen Sie hier: Schäuble nennt Szenen bei Corona-Demo eine „Schande“
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat mangelnden Schutz des Deutschen Bundestages bei der eskalierten Großdemonstration gegen Corona-Schutzmaßnahmen in Berlin beklagt. „Wenn es zu einem Polizeieinsatz kommt, dann sollte er auch richtig gemacht werden. Es ist zu wenig, hinterher drei Polizisten zu ehren, die sich großartig verhalten haben“, sagte der CSU-Chef unserer Redaktion
  • Bei „Maischberger“ erklärte Sahra Wagenknecht, warum sie der Corona-Warn-App kein Vertrauen schenkt. Das zog Kritik nach sich. Frank Thelen konterte: „Dann dürften Sie auch keine Kopfhörer benutzen oder ihre Watch abgleichen.“ Mehr zum Streit gibt es hier: „Maischberger“: Sahra Wagenknecht hält wenig von Corona-App
  • In Israel sind an einem Tag mehr als 3000 Corona-Neuinfektionen erfasst worden
  • Für Pflegekräfte mit besonderen Belastungen wegen der Corona-Krise soll nun auch in Kliniken eine Bonuszahlung kommen
  • Hollywood-Star Dwayne „The Rock“ Johnson (48), seine Frau Lauren und ihre beiden kleinen Töchter sind mit dem Coronavirus infiziert
  • Husten, Fieber, Kopfschmerzen – es könnte Corona sein. Es könnte aber auch die Grippe sein. Anfang Oktober beginnt üblicherweise die Saison und die ersten Praxen bieten bereits Termine für die Grippeschutzimpfung an. Lesen Sie hier: Wie gefährlich wird die Grippesaison in der Corona-Krise? Und: Ist Deutschland gut darauf vorbereitet?

Corona-News von Mittwoch, 2. September: Filmfestival in Venedig startet mit Gedenken an Corona-Tote

  • Italiens ehemaliger Premierminister Silvio Berlusconi ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Berlusconis persönlicher Arzt sagte, dass er keine Symptome der Covid-19-Krankheit habe
  • Die belgische Provinz Antwerpen ist aus Sicht der Bundesregierung kein Corona-Risikogebiet mehr. Auch die rumänischen Kreise Neamț und Gorj wurden am Mittwoch von der Liste der Risikogebiete des RKI gestrichen
  • Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung die Kanarischen Inseln und damit ganz Spanien als Risikogebiet eingestuft. Auch die kroatische Region Zadar taucht nun auf der Liste der Risikogebiete des RKI auf.
  • Weil sie einen Test nach ihrer Teilnahme bei einer Corona-Demo verweigerte, wurde einer Mitarbeiterin im Pflegeheim gekündigt. Lesen Sie hier, was ein Anwalt dazu sagt
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat neue Empfehlungen zur Behandlung von schwerkranken Patienten mit Covid-19 veröffentlicht: Sie sollten systematisch mit bestimmten Kortikosteroiden behandelt werden
  • Sachsen feiert am Samstag seine Wiedergründung und die deutsche Wiedervereinigung vor 30 Jahren mit einer Festveranstaltung. Neben 2 000 Gästen wird zu dem Festakt auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erwartet
  • Thailand hat seit 100 Tagen keine Infizierungen mit dem Coronavirus mehr im Inland registriert. Allerdings reisen immer noch Infizierte aus dem Ausland ein – allein am Mittwoch waren es acht
  • Die Corona-Warn-App des Bundes stößt in der Bevölkerung weiterhin auf große Vorbehalte: In einer Umfrage mit 2000 Befragten gaben 52 Prozent der Befragten an, sie wollten die App des RKI nicht installieren
  • Die knapp 2000 Kliniken in Deutschland sollen über die Corona-Krise hinaus eine Milliarden-Spritze für Investitionen bekommen. Das Kabinett brachte einen Gesetzentwurf auf den Weg, der drei Milliarden Euro als Förderung vom Bund vorsieht. Die Länder können weitere Mittel von bis zu 1,3 Milliarden Euro beisteuern
  • Die von SPD-Parteichefin Saskia Esken verwendete Bezeichnung „Covidioten“ für die Anti-Corona-Demonstranten ist aus Sicht der Berliner Staatsanwaltschaft von der Meinungsfreiheit gedeckt. Die Staatsanwaltschaft prüfte hunderte Strafanzeigen wegen des Verdachts der Beleidigung
  • Im überfüllten Flüchtlingslager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist erstmals ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es handle sich um einen 40-Jährigen aus Somalia
  • Die Ausnahmen für das Insolvenzrecht in der Corona-Krise sollen verlängert werden. Die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen, soll bis Jahresende ausgesetzt bleiben – falls Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung eines Unternehmens Folge der Corona-Krise sind
  • Die ursprünglich für Mai 2021 geplante Volkszählung soll auf 2022 verschoben werden. Das hat das Kabinett in Berlin beschlossen. Die Entscheidung benötigt noch die Zustimmung des Bundestags
  • Gesichtsschilder sowie Masken mit einem Ventil sind amerikanischen Forschern zufolge als Corona-Schutz weniger effektiv als medizinische Masken und Stoffmasken. Lesen Sie hier: Ergebnis in 15 Minuten: Neuer Corona-Schnelltest vor Einsatz
  • Ein neuer Forschungsbericht aus Frankreich zeigt: Babys können sich offenbar im Mutterleib mit dem Coronavirus anstecken. Coronavirus: Ungeborene können sich über Plazenta anstecken
  • Die US-Regierung lehnt eine Teilnahme an der internationalen Initiative Covax ab, die einen fairen weltweiten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen garantieren soll und von der WHO mitgetragen wird. Die USA waren im Juli aus der WHO ausgetreten.

Corona-News von Dienstag, 1. September: Corona-Podcast von Drosten zurück

  • Mit neuen Erklärungen und Vorschlägen ist Christian Drosten in die neue Podcast-Saison gestartet. Der Virologe sagt: Die Infektionshäufigkeit wird mit den erfassten Corona-Zahlen unterschätzt, Masken zu tragen macht wirklich Sinn und fünf Tage Quarantäne könnten ausreichen.
  • Love Island“-Moderatorin Jana Ina Zarella ist mit dem Coronavirus infiziert. Deshalb übernimmt Cathy Hummels vorläufig die Moderation der Flirtshow auf RTL2
  • Auf den Kanarischen Inseln steigen nach einer Partynacht die Corona-Zahlen. Gran Canaria und Lanzarote sind besonders vom Coronavirus betroffen. Doch die Lage sieht nicht auf jeder der Inseln schlecht aus. Lesen Sie dazu: Corona – Party auf den Kanaren wurde zur Virenschleuder
  • Nach der frühen Freigabe eines Impfstoffes soll in Russland bereits in dieser Woche mit ersten Impfungen begonnen werden
  • Die österreichische Regierung hält erste Impfungen ab Januar für möglich
  • Der Hersteller eines erfolgversprechenden Corona-Impfstoffkandidaten, AstraZeneca, hat mit großflächigen klinischen Tests des Mittels in den USA begonnen. An der Testreihe der wichtigen Phase III sollen rund 30.000 erwachsenen Freiwillige teilnehmen, wie die zuständige US-Gesundheitsbehörde mitteilte
  • Bei der Verhängung von Reisewarnungen gehen die EU-Länder bislang unterschiedliche Wege. Dieser Vorschlag soll den Flickenteppich bei der Beurteilung von Risikogebieten beenden.
  • Bei Demonstrationen in Berlin mit mehr als 100 Teilnehmern gilt künftig eine Maskenpflicht. Es soll aber Ausnahmen etwa für Autokorsos geben
  • Vor allem ältere Menschen gelten als Risikogruppe in der Corona-Pandemie. Laut einer Studie können durch eine rechtzeitige Behandlung von Covid-19-Patienten mit speziellen Medikamenten, die das Abwehrsystem des Körpers aktivieren, schwere Krankheitsverläufe verhindert werden. Mehr dazu lesen Sie hier: Warum das Coronavirus besonders ältere Menschen angreift
  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht davon aus, das ein zweiter Lockdown verhindert werden kann. Lesen Sie dazu: Wie wahrscheinlich ist ein erneuter Lockdown wegen Corona? Das sagen Virologen.
  • Die „Hart aber fair“-Runde sprach über die Anti-Corona-Demo in Berlin und bot Einblicke in die Weltsicht von Verschwörungsideologen sowie Corona-Leugnern. Im Studio saß unter anderem die RBB-Moderatorin und Ärztin Julia Fischer. Ihre These: Niemand sei vor Verschwörungsideologien gefeit – auch intelligente Menschen nicht
  • Nach den Ausschreitungen am Wochenende in Berlin mehren sich die Warnungen vor einer weiteren Radikalisierung der Bewegung gegen die Corona-Maßnahmen. Rechtsextremisten seien dabei, die Bewegung „komplett zu kapern“, sagte der Vizechef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, in einem Interview. Der Zentralrat der Juden warnte vor wachsendem Antisemitismus im Zuge der Protestbewegung. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Corona-Demonstration: Wird die rechte Gefahr unterschätzt?

Corona-News von Montag, 31. August: Frankreich meldet über 3000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

  • In Frankreich sind in den vergangenen 24 Stunden 3082 Neuansteckungen gemeldet worden. Allerdings wird damit gerechnet, dass es tatsächlich weit mehr sind, da an Sonntagen erfahrungsgemäß weniger Tests gemacht werden. In den Tagen davor waren jeweils mehr als 5000 Neuinfektionen registriert worden
  • Die Zahl der in den USA registrierten Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von sechs Millionen überschritten. Lesen Sie hier: Alle Neuinfektionen und Corona-Fälle auf der Welt und in Europa
  • Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat vor einer Überlastung der Kinderarztpraxen und zu vielen Corona-Tests im Herbst und Winter gewarnt
  • Die türkische Wirtschaft ist hart von der Corona-Krise getroffen worden. Nach Angaben des türkischen Statistikamts lag die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal elf Prozent unter dem Niveau des ersten Quartals. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1998
  • Indiens Ex-Präsident Pranab Mukherjee ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der 84-Jährige war vor drei Wochen mit Covid-19 diagnostiziert und in einer Klinik in der Hauptstadt Neu-Delhi behandelt worden

Das ist unser neuer Corona-News-Ticker. Alle vorherigen Nachrichten zur Corona-Pandemie finden Sie in diesem Newsblog.

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(fmg/dpa/afp)