Pandemie

Corona: Das sind die zehn größten deutschen Hotspots

Berlin.  Corona: Immer mehr Regionen in Deutschland werden als Risikogebiete eingestuft. Das sind die zehn größten Hotspots im Bundesgebiet.

Berchtesgaden ist jetzt im Corona-Lockdown

Die Straßen in Berchtesgaden in Bayern sind verwaist. Wegen hoher Corona-Neuinfektionszahlen gilt dort seit heute faktisch ein Lockdown. Schulen und Restaurants sind geschlossen, Bürger dürfen nur noch aus triftigen Gründen vor die Tür.

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  • Die Corona-Zahlen steigen in Deutschland, immer mehr Regionen reißen den kritischen Inzidenz-Wert: Dieser liegt bei 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern
  • Vor allem der Westen und Süden Deutschlands sowie Großstädte sind betroffen. Nun mehren sich aber auch die Meldungen von Corona-Hotspots im Osten der Republik
  • Das sind aktuell die zehn größten Hotspots innerhalb Deutschlands

Weil die Infektionszahlen in Deutschland rasant ansteigen, werden immer mehr Städte und Landkreise zu Corona-Hotspots. Fast 200 Regionen haben inzwischen die Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen überschritten und gelten somit als innerdeutsche Risikogebiete.

Zu den besonders stark betroffenen Bundesländern zählen Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Bremen und Berlin.

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Corona-Risikogebiete in Deutschland – die zehn größten Hotspots

Stadt/Landkreis Bundesland 7-Tage-Inzidenz
1. Berchtesgadener Land Bayern 238,84
2. Bezirk Neukölln Berlin 211,76
3. Bezirk Mitte Berlin 162,64
4. Solingen Nordrhein-Westfalen 162,64
5. Rottal-Inn Bayern 161,31
6. Eifelkreis Bitburg-Prüm Rheinland-Pfalz 158,49
7. Bezirk Tempelhof-Schöneberg Berlin 146,30
8. Heilbronn Baden-Württemberg 140,61
9. Erzgebirgskreis Sachsen 139,42
10. Frankfurt am Main Hessen 134,93

Corona: Ab wann ist eine Region ein Risikogebiet?

Einen ersten Richtwert für die Einstufung als Risikogebiet bietet die Zahl der Neuinfektionen.

  • Übersteigt sie den Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, folgt eine Bewertung der Lage durch die einzelnen Bundesländer. Diese „Neuerkrankungsrate“ wird auch Inzidenz genannt.
  • Diese entscheiden selbstständig, welche Gebiete in anderen Bundesländern sie zu Risikogebieten erklären.
  • Eine landesweit einheitliche Liste wie bei den internationalen Risikogebieten gibt es nicht. Das Bundesland Bayern hat eine eigene Liste angekündigt, die sich aber nicht nur nach dem Inzidenzwert richten soll.

7-Tage-Inzidenzzahl: Darum gibt es Unterschiede bei RKI und Gesundheitsämtern

Die Sieben-Tage-Inzidenzzahl des RKI für die jeweiligen Landkreise ist nicht immer aktuell, wie mehrere Fälle in Deutschland zeigen. So gab es zuletzt Unterschiede in den Fallzahlen, die die Städte Dortmund, Duisburg und der Landkreis Wesel selbst vermeldet hatten im Vergleich zu denen des RKI.

Das liegt aus zweierlei Gründen am deutschen Meldesystem für Infektionskrankheiten. Dieses sieht vor, dass die Labore ihre bestätigten Corona-Fälle zunächst an das örtliche Gesundheitsamt melden. Diese wiederum übermitteln die Zahlen an die Landesgesundheitsbehören, die sie dann an das RKI weiterleiten.

Dieses System ist noch nicht vollständig digitalisiert. Aufgrund des daraus resultierenden Aufwandes bei der Datenerfassung und Übermittlung kommen die Zahlen nicht immer tagesaktuell beim RKI an. Zudem kommt es auch manchmal zu Übertragungsfehlern, wie in Wesel, Duisburg oder zuvor im bayrischen Landshut. Dann liegen dem RKI gar keine Daten vor, was wiederum die Berechnung der Inzidenzzahl zumindest zeitweise verfälscht.

Alle deutschen Risikogebiete auf einer Karte

Alle innerdeutschen Risikogebiete finden Sie mitsamt der Sieben-Tage-Inzidenz in einer Tabelle in unserem interaktiven Coronavirus-Monitor auf einer Karte.. Scrollen Sie dafür unter die Karte mit den Infektionszahlen.

(fmg/dpa/afp)

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