Pandemie

Corona: RKI meldet neue Fallzahlen und Inzidenz-Wert

Berlin.  Das RKI veröffentlicht jeden Tag aktuelle Corona-Fallzahlen. Hier finden Sie die R-Werte, die Zahl der Todesfälle und die Inzidenz.

Zero Covid: Worum geht es bei der Strategie?

Die Corona-Zahlen in Deutschland sind nach wie vor sehr hoch. Wissenschaftler fordern nun eine Zero-Covid-Strategie. Was es damit auf sich hat und wie die Pläne aussehen, sehen Sie im Video.

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  • Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht täglich aktuelle Zahlen zur Corona-Lage in Deutschland
  • Am Dienstag meldet das RKI 6408 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages - das sind fast 5000 Fälle weniger als vor einer Woche
  • Binnen 24 Stunden starben 903 weitere Menschen an oder mit einer Covid-Erkrankung - fast so viele wie vor einer Woche
  • Hier finden Sie die aktuellen Fallzahlen, die Reproduktionszahlen und weitere aktuelle Daten des RKI im Überblick

Die Zahl der Neuinfektionen sinkt, die Zahl der Todesfälle ist allerdings weiter sehr hoch: In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie mehr als 52.900 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 903 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 52.990. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden.

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI außerdem 6408 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind fast 5000 weniger als am Dienstag vor einer Woche. Der Höchststand von 33.777 registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden war am 18. Dezember gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Interaktive Grafik: Wie tödlich das Coronavirus wirklich ist

Corona-Zahlen des RKI: Sieben-Tage-Inzidenz

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut Meldung vom Dienstag bundesweit bei 107,6 und war damit weiter leicht gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Lesen Sie hier: Corona-Hotspots: Das sind die Risikogebiete in Deutschland

Corona-Fallzahlen des RKI – ein Überblick

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.148.077 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 26. Januar, 0.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 52.990. Die Zahl der Genesenen schätzt das RKI auf etwa 1.844.000.

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Definition: Was ist der R-Wert und wie hoch ist er aktuell?

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag am 25. Januar bei 1,06 (Vortag: 1,13 ). Der R-Wert ist ein Instrument zur Einschätzung der Infektionsrate. Liegt der R-Wert über 1, steckt ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen an.

Liegt der Wert unter 1, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen ab, das etwa eineinhalb Wochen zurückliegt. Das RKI meldet den aktuellen R-Wert in der Regel abends.

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Datum 25. Januar 24. Januar
4-Tage-R-Wert 1,06 1,13
7-Tage-R-Wert 0,95 1,01

Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes 7-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am 25. Januar bei 0,95 (Vortag: 1,01 ). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Corona-Zahlen: Warum schwanken die RKI-Zahlen so sehr?

Die Fallzahlen und die daraus berechnete Sieben-Tage-Inzidenz des RKI können sich stark von den veröffentlichten Zahlen der örtlichen und Landesgesundheitsämter unterscheiden. Das hat diverse Gründe:

  • Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land
  • Unter Umständen gibt es dabei sogar an einem Tag mehrere Schwankungen
  • Manchmal kommt es auch zu Übertragungsfehlern der Fallzahlen zwischen den einzelnen Meldestellen
  • Stellt ein Labor einen Fall fest, übermittelt es diesen an die örtliche Gesundheitsbehörde, von dort gehen die Daten an das Landesgesundheitsamt
  • Dort werden alle Meldungen aus einem Bundesland gebündelt und dann gesammelt an das RKI übertragen
  • Weil der Ablauf des sogenannten Meldesystems für Infektionskrankheiten noch immer nicht vollständig digitalisiert ist, kann es auch passieren, dass Daten erst einen Tag verspätet beim RKI eintreffen

Für die einzelnen Bundesländer übermittelt das RKI die folgenden Zahlen (nachgewiesene und gemeldete Infektionen, Datenstand 26. Januar):

Bundesland Infektionszahlen
Nordrhein-Westfalen 472.482
Bayern 391.863
Baden-Württemberg 285.615
Sachsen 175.171
Hessen 166.452
Niedersachsen 136.795
Berlin 117.114
Rheinland-Pfalz 89.830
Brandenburg 64.265
Thüringen 62.372
Sachsen-Anhalt 48.795
Hamburg 44.919
Schleswig-Holstein 33.972
Saarland 24.396
Mecklenburg-Vorpommern 18.569
Bremen 15.467

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