Ehrenbrief für Menschen der Region

Jena  Ramelow zeichnet mit Shemeis, Krause und Herzog drei Frauen aus

Wenn Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) am Samstag den Ehrenbrief des Freistaats Thüringen überreicht, können sich auch Frauen und Männer aus der Region über die Auszeichnung freuen.

Ohne den ständigen Einsatz und das Engagement von Amira Shemeis würde es einen wesentlichen Teil der Jugend-Sozialarbeit in Lobeda nicht geben. Shemeis war 2007 die Gründerin und ist seitdem der Motor für das Sozialprojekt „Bewegungsküche“. „Der Verein setzt da ein, wo Schule und Elternhaus an ihre Grenzen stoßen“, heißt es auf der Homepage.

Beate Krause aus Jena ist sehr eng mit dem Rudersport verbunden. Mit ihrer Arbeit im Jenaer Kanu- und Ruderverein hat sie „Ankerpunkte“ für sportliche, aber vor allem auch für Angebote der Jugendarbeit in Thüringen aufgebaut. Neben den Angeboten, die direkt mit dem Sport verknüpft sind, setzt sie sich besonders in der Nachwuchsförderung für das Ehrenamt ein. 2015 wurde Krause zur Präsidentin des Thüringer Ruderverbandes gewählt. Damit ist sie die einzige Frau im Präsidium.

Katharina Herzog aus Dornburg-Camburg war gerade 20 Jahre alt, als sie völlig überraschend von einer Netzhautablösung betroffen war. Herzog suchte Hilfe, fand aber nur wenige Informationen. Die heute 41 Jahre alte Mutter zweier Kinder nahm ihr Schicksal in die eigene Hand. Katharina Herzog gründete eine Selbsthilfegruppe, weltweit die einzige Anlaufstelle dieser Art.