Menschenkette in Greiz: Gastronomen demonstrieren gegen "Sanktionen"

Greiz.  Greizer Bürger wehren sich gegen das Lahmlegen einer ganzen Branche.

Ruhig, friedlich aber präsent zeigten sich über 30 Greizer, meist Gastronomen, am Dienstagnachmittag entlang der Bundesstraße 94 ab dem Kreisverkehr in Richtung Greizer Innenstadt. Hier von links nach rechts: Kay Stockmann, Christian Petzold, Ina Lippold, Jürgen Albert und Manja Weiß.

Ruhig, friedlich aber präsent zeigten sich über 30 Greizer, meist Gastronomen, am Dienstagnachmittag entlang der Bundesstraße 94 ab dem Kreisverkehr in Richtung Greizer Innenstadt. Hier von links nach rechts: Kay Stockmann, Christian Petzold, Ina Lippold, Jürgen Albert und Manja Weiß.

Foto: Tina Puff

„Ein Landkreis geht in S(i)uppenhaft – So nicht!“ war das Motto der gestrigen Demonstration, zu der unter anderem Stefan Marek vom Verein thearter Greiz und Martina Högger über die sozialen Medien geladen hatte. Kurz nach 16 Uhr waren über 30 Vertreter aus Gastronomie, Politik, Vereinen und anderen Gewerben vor Ort an der Bundesstraße 94, um in Formation einer Menschenkette entlang der Straße vom Kreisverkehr bis in Richtung Innenstadt zu demonstrieren. Natürlich im Abstand von 1,50 Metern und meist mit Maske. Es gab keine Reden und auch keinen Demonstrationszug.

„Man hat uns immer noch nicht erklärt warum. Wir müssen auf unsere Situation aufmerksam machen. Wir sind bis 28. Mai sanktioniert. Was ist ab dem 29. Mai? Das Pfingstwochenende steht an. Bekommen wir dann am 28. Mai abends wieder gesagt, nein ihr nicht? Die letzte Entscheidung war für uns schon eine Vollkatastrophe“, macht sich Rene Ille, Inhaber des Holzwurms, Luft. Mit seiner Meinung ist er nicht alleine. Gleich neben ihm und seinem Sohn stehen Frank und Nancy Bardon. Das Paar betreibt in Pohlitz die Gaststätte „Glück Auf“. In dieser müssten die beiden eigentlich den Lebensunterhalt für ihre vierköpfige Familie erwirtschaften. Doch zurzeit ist das nicht möglich. „Wir haben eine Terrasse, aber diese ist überdacht. Wir wissen nicht, ob dies nun als ‘unter freiem Himmel’ gilt, sagt Nancy Bardon. Aber auch wenn, es sei nicht lohnenswert, maximal acht Personen würden mit den ganzen Hygieneregeln auf der Terrasse Platz finden. In normalen Zeiten seien es 30 Personen.

Ebenfalls auf sich aufmerksam gemacht haben unter anderem Norbert Thomas von „Peanuts“, Fabian Geis vom „Parkschlösschen“, Manja Weiß von der „pm lounge“ und viele mehr.