Kinder und Erwachsene auf Tauchgang im Schmöllner Freizeitbad Tatami

Schmölln  Schnuppertauchen in Schmölln fand Anklang

Tauchlehrer Michael Metzner (links) ging hier mit der zehnjährigen Bornaerin Shirley und Tauchlehrer Ronny Töbs mit der achtjährigen Bornaerin Pauline auf Tauchgang.

Tauchlehrer Michael Metzner (links) ging hier mit der zehnjährigen Bornaerin Shirley und Tauchlehrer Ronny Töbs mit der achtjährigen Bornaerin Pauline auf Tauchgang.

Foto: Wolfgang Riedel

Auf Tauchstation sollte es jüngst im Schmöllner Freizeitbad Tatamit gehen. Tauchlehrer Ronny Töbs Einladung zum kostenlosen Schnuppertauchen nahmen 15 Kinder und Erwachsene an. Der dritte Proband war der achtjährige Paul Ilgenstein aus Töppeln bei Greiz.

Er schlüpfte nun unter Anleitung von Ronny Töbs in die Schwimmflossen, schulterte das Atemgerät mit Mundstück und setzte die Taucherbrille auf. Vorher musste auch Vater Yvef Ilgenstein eine Teilnahmeerklärung unterschreiben. Denn: „Der Tauchsport kann unter bestimmten Umständen anstrengend sein. Deshalb müssen unter anderem vor allem Atmung und Kreislauf gesund sein“, so Töbs, der der Wasserwacht Crimmitschau angehört. Er ging, so wie sein Wasserwachtmitstreiter Michael Metzner, mit den Teilnehmern im 1,88 Meter tiefen Schwimmbecken unter Wasser, um dann einen 50 Meter langen Tauchgang zu absolvieren.

Der 49-jährige Tauchenthusiast Dirk Michel, der bei einem Tauchgang im Inselstaat Philippinen gar bis zu 54 Meter in die Tiefe des Pazifischen Ozeans ging, stand mit in einer Zuschauertraube und meinte: „Tauchen ist ein wahrer Erlebnissport. Prima, dass qualifizierte Taucher wie Ronny Töbs und Michael Metzner insbesondere auch jungen Menschen das Tauchen ehrenamtlich nahe bringen.“

Dem stimmte die 16-jährige Badbesucherin Jenny Hölzel aus Crimmitschau voll zu: „Gerade beim Tauchen werden Kinder mit dem nassen Element besonders vertraut gemacht und könnten so gegebenenfalls bestens auch Gefahrenmomente abwenden.“ Derweil hatte Mutter Daniela aus Borna die Teilnahmeerklärung unterzeichnet, und schon begaben sich deren achtjährige Tochter Pauline und deren zehnjährige Nichte Shirley unter die Fittiche der Tauchlehrer.

Tauchen kommt bei den Kindern super an

„Mutti, tauchen ist einfach spitze! Schön wäre, wenn ich im Sommer auf unserer Mittelmeerreise schon selbst tauchen könnte“, schwärmte so nach ihrem 50-Meter-Tauchgang die Bornaer Grundschülerin Pauline noch vom Schnuppertauchen. „Nach dem Schnuppertauchen hier möchte ich auch den Tauchschein“, sagte der zehnjährige Tom Reiber aus Crimmitschau zu seinem Vater Sven, der am Beckenrand zusah.

Es war nicht der erste Schnuppertauchkurs, den die Tauchlehrer von der Wasserwacht im vergangenen Jahr in Schmölln gegeben haben. 2017 gab es schon einen im Freibad nebenan, wie Wasserwachtmitglied ­Heike Töbs, die mit ihrem Sohn Oliver den beiden Tauchlehrern an diesem Tag assistierte, berichtete. Dann überreichte sie ­ ­­Yvef Ilgenstein, der mit Sohn Paul da war, die Schwimmflossen. „Ich muss doch meinem Sohn zeigen, dass auch ich gern mal in die Tiefe gehe“, so der Töppelner, ehe er in der ­Taucherausrüstung noch Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis krümmte. Er zeigte so ein „Okay“ an, das Zeichen, das sich Taucher geben, wenn es unter Wasser gehen kann.

Dann erklärte Tauchlehrer Töbs, wie man an den Tauchschein gelangt.

Man erfuhr so auch, dass neben der theoretischen ­Ausbildung bis zu vier ­Tauchgänge in einem Schwimmbad und bis zu fünf in einem Freigewässer erforderlich sind.

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