Nach Gerücht: Kein Corona-Fall an Geraer Kindergärten

Gera.  Nachgehakt: Stadt und Träger bestätigen jedoch einen positiven Test im Umfeld. Eltern und Mitarbeiter der Kita seien sofort informiert worden.

Über 900 Kinder besuchten zum Start in die neue Woche die Geraer Kindergärten. (Symbolfoto)

Über 900 Kinder besuchten zum Start in die neue Woche die Geraer Kindergärten. (Symbolfoto)

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Nein, es gibt keine nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen an Geraer Kindergärten. Das erklärt die Geraer Stadtverwaltung auf Nachfrage. Einem entsprechenden Gerücht über eine konkrete Geraer Kita widerspricht auch ein Vertreter des Trägers. Der betont: "Ein Corona-Fall wäre es, wenn ein Kind oder ein Mitarbeiter positiv getestet worden wäre." Wenn auch nicht das Motiv, so kann er sich zumindest die Quelle des Gerüchtes vorstellen. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

So habe es vorletzte Woche einen positiven Test im familiären Umfeld eines Kindes gegeben. Man habe dazu direkt Kontakt mit dem Geraer Gesundheitsamt aufgenommen und außerdem sofort eine Information an Mitarbeiter und Eltern, die die Notbetreuung der Kita nutzen veranlasst - unter Wahrung des Datenschutzes.

Die Stadt bestätigt den Fall in der Familie eines Kita-Kindes und erklärt: Das Kind gilt als Kontaktperson und wurde unter Quarantäne gestellt. "Die Kontaktpersonen von Kontaktpersonen werden nicht verfolgt, sollten jedoch Symptome bei dem Kind auftreten, werden weitere Maßnahmen eingeleitet." Generell seien die Ziele der Maßnahmen des Gesundheitsamtes, Infektionsketten zu unterbrechen und frühzeitig die Erkrankung einer Kontaktperson zu erkennen, beispielsweise durch die regelmäßige telefonische Symptomabfrage.

Alle 41 Geraer Kindergärten für Notbetreuung geöffnet

Wie es auf Nachfrage aus dem Geraer Rathaus heißt, waren zuletzt alle 41 Geraer Kindergärten - einschließlich des neuen Hauses am Klinikum - grundsätzlich für die Notbetreuung geöffnet. Ob im Fall einer nachgewiesenen Corona-Infektion bei Kindern oder Erziehern einer Kita diese für die Notbetreuung zu schließen wäre, das hänge davon ab, "wie intensiv die Kontakte waren und wie es sich organisatorisch umsetzen lässt", so die Stadtverwaltung: "Wenn allerdings mehrere Fälle auftreten würden, kann es zur Schließung kommen."

Am Montag war die Zahl der notbetreuten Kinder wieder angestiegen. 284 unter Dreijährige, 49 mehr als Freitag, und 635 über Dreijährige, 81 mehr als Freitag, besuchten zum Start in die neue Woche die Geraer Kitas. 333 waren in der Notbetreuung in den Schulhorten.

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