Neustadt/Orla: Kein Corona-Ausbruch in Kindergarten

Neustadt/Schleiz.  Eine Kita-Mitarbeiterin, die später positiv getestet wurde, war in der vergangenen Woche trotz Krankheitssymptomen für einen Tag auf Arbeit.

„Die Quarantäne ist das effektivste Mittel, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen“, erklärt Amtsarzt Torsten Bossert.

„Die Quarantäne ist das effektivste Mittel, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen“, erklärt Amtsarzt Torsten Bossert.

Foto: Peter Cissek

Eine befürchtete Corona-Infektionswelle im Neustädter Awo-Kindergarten „Kleine Strolche“ hat sich nicht bestätigt. Das geht aus einer Mitteilung des Landratsamtes Saale-Orla vom Mittwochmittag hervor. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Demnach sei eine Mitarbeiterin der Einrichtung, die später positiv getestet wurde, in der vergangenen Woche trotz Krankheitssymptomen für einen Tag auf Arbeit erschienen. Infolgedessen wurden am Montag zwölf Kinder der betroffenen Gruppe sowie drei weitere Kita-Beschäftigte auf das Corona-Virus getestet und umgehend in Quarantäne geschickt.

„Die Testergebnisse liegen nun vor und sind durchweg negativ“, heißt es seitens der Kreisverwaltung. Zur Vorbeugung müssten die ermittelten Kontaktpersonen, Kinder wie Erwachsene, dennoch in der vom Robert-Koch-Institut empfohlenen 14-tägigen Quarantäne bleiben.

„Ein negativer Test hebt die vom Gesundheitsamt angewiesene Quarantäne nicht auf. Theoretisch könnte sich trotzdem jemand angesteckt haben. Die Quarantäne ist das effektivste Mittel, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen“, erklärt Amtsarzt Torsten Bossert. Weitere Testungen sollen nur im Falle des Auftretens von Krankheitssymptomen veranlasst werden.

Amtsarzt lobt Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt

Wie die Arbeiterwohlfahrt Saale-Orla als Trägerin des Kindergartens informiert, läuft der Betrieb in allen übrigen Gruppen normal weiter. „Die Zusammenarbeit mit der Awo hat gut geklappt, so dass wir schnell handeln konnten und trotz der nachvollziehbaren Verunsicherung mancher Eltern keine übermäßige Hektik aufkam“, sagt Bossert.

Wie der Mitteilung der Kreisverwaltung weiter zu entnehmen ist, wurden in den zurückliegenden 48 Stunden im Saale-Orla-Kreis sechs weitere Neuinfektionen mit Sars-Cov-2 registriert. Betroffen seien jeweils drei Männer und Frauen, die sich auf die Einzugsgebiete der Städte Saalburg-Ebersdorf und Schleiz (je zwei Personen) sowie der Verwaltungsgemeinschaften Seenplatte und Ranis-Ziegenrück (je ein Betroffener) verteilen. Einen direkten Zusammenhang gebe es nur bei zwei der Neuinfektionen, die sich auf einen in der Vorwoche registrierten Fall zurückführen lassen.

Zwei neue Infektionsnachweise im Saale-Orla-Kreis