Pandemie

RKI: 1449 Corona-Neuinfektionen – Zahl steigt weiter an

Berlin.  Wieder fast 1500 Corona-Neuinfektionen meldet das RKI. Das ist der höchste Stand seit Anfang Mai. Alle aktuellen RKI-Fallzahlen.

Corona-Anzeichen: Das haben sie gemeinsam

Lungenentzündung, Blutgerinnsel, Schlaganfälle oder die Corona-Zehen sind alles Symptome, die mit dem neuartigen Virus einhergehen. Bislang erscheinen diese Merkmale alle völlig willkürlich zu erscheinen. Doch Forscher haben eine Gemeinsamkeit bei den Coronavirus-Anzeichen gefunden, die so einiges erklärt.

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  • Das RKI meldet am Freitag 1449 Corona-Neuinfektionen in Deutschland innerhalb von 24 Stunden; das ist wieder ein Höchststand seit Anfang Mai
  • Seit Beginn der Pandemie sind 9255 Menschen in Deutschland am Coronavirus gestorben (Stand 14. August)
  • Bisher haben sich insgesamt 221.413 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert
  • Die Reproduktionszahl schätzt das Robert-Koch-Institut (RKI) auf 0,91 (Stand 13. August), zuvor lag sie bei 0,88
  • Der 7-Tage-R-Wert liegt laut RKI-Schätzungen derzeit bei 1,06; am Vortag lag er bei 1,04 (Stand 13. August)
  • „Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden“, warnt das RKI
  • Alle Corona-Fallzahlen des RKI im Überblick

Wieder einen Höchststand seit Anfang Mai meldet das Robert Koch-Institut (RKI) bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland innerhalb von 24 Stunden: Am Freitag lag die Zahl bei 1449 neu bestätigten Ansteckungen.

Höher hatte der Wert zuletzt am 1. Mai gelegen, an dem Tag waren 1639 Neuinfektionen registriert worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. „Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden“, warnt das RKI.

RKI: Steigende Fallzahlen sind ein beunruhigender Trend

Der Anteil an Kreisen, die keine Neuinfektionen übermittelt haben, sei in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. „Dieser Trend ist beunruhigend“, so das RKI. Besonders betroffen seien derzeit Nordrhein-Westfalen und Hamburg, wo ein deutlicher Anstieg auffalle.

Etwa jede dritte Corona-Neuinfektion ist derzeit auf Reiserückkehrer und andere Einreisende aus dem Ausland zurückzuführen. Mit den Grenzöffnungen sei der Anteil eingetragener Ansteckungen deutlich gestiegen, heißt es im Situationsbericht des Robert Koch-Instituts.

Seit Monaten bestimmt die Coronavirus-Pandemie das Leben der Menschen weltweit. Bislang konnte Deutschland dank seiner Corona-Maßnahmen hohe Infektionszahlen wie etwa in den USA vermeiden; der Anstieg der Neuinfektionen hatte allerdings viele alarmiert. Lesen Sie hier: Virologe Drosten: Jeder Bürger sollte ein Kontakt-Tagebuch führen

Wie viele Menschen derzeit in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert sind, was die beiden Reproduktionszahlen bedeuten und wie deren aktueller Stand ist, lesen Sie hier:

RKI: Das sind die aktuellen Fallzahlen

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin veröffentlicht jeden Tag neue Coronavirus-Infektionszahlen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 221.413 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. (Stand 13. August).

Rund 200.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen bisher überstanden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9225.

Lesen Sie hier:

Was ist die Reproduktionszahl und wie hoch ist sie aktuell?

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 13. August, 0 Uhr, in Deutschland bei 0,91 (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel etwa neun weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Lesen Sie hier: Auswärtiges Amt warnt mit Reisewarnungen vor diesen Corona-Risikogebieten.

Die Reproduktionszahl ist ein wichtiges Instrument zur Einschätzung der Infektionsrate. Sie gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung mit dem Erreger ansteckt. Liegt der Wert unter eins, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen. Liegt er darüber, breitet sich das Virus weiter aus. Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet.

Was ist der 7-Tage-R-Wert und wie hoch ist er?

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert derzeit bei 1,06, am Vortag lag er bei 1,04 (Stand 13. August). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tage an.

Lesen Sie hier: Schule in der Corona-Pandemie – was Eltern jetzt wissen müssen

Obwohl die Fallzahlen in Deutschland insgesamt weiter auf einem niedrigen Niveau sind, beeinflussen lokale Häufungen den R-Wert stark. Der Wert reagiere auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen empfindlich, wie sie etwa durch einzelne Ausbruchsgeschehen verursacht werden können. Dies kann insbesondere bei einer insgesamt kleinen Anzahl von Neuerkrankungen zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen, so das RKI.

Lesen Sie hier: RKI-Fallzahlen – Unterschiede zu den Corona-Daten der Johns-Hopkins-Universität.

Coronavirus-Pandemie: RKI-Fallzahlen pro Bundesland

Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land. Unter Umständen gibt es dabei sogar an einem Tag mehrere Schwankungen.

Lesen Sie hier:

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (nachgewiesene Infektionen, Datenstand 13. August):

  • Nordrhein-Westfalen: 53.661
  • Bayern: 52.645
  • Baden-Württemberg: 38.270
  • Niedersachsen: 15.318
  • Hessen: 13.187
  • Berlin: 9976
  • Rheinland-Pfalz: 8059
  • Hamburg: 5821
  • Sachsen: 5750
  • Brandenburg: 3683
  • Schleswig-Holstein: 3744
  • Thüringen: 3482
  • Saarland: 2976
  • Sachsen-Anhalt: 2099
  • Bremen: 1828
  • Mecklenburg-Vorpommern: 956

Weitere wichtige Zahlen finden Sie in unserem Coronavirus-Monitor.

Weitere Informationen zur Corona-Krise:

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