Puppen

Sandmann kehrt zurück: So verändern sich Pittiplatsch und Co

Berlin.  Das Sandmännchen feiert seinen 60. Geburtstag. Zum Geburtstag kommen Pittiplatsch, Schnatterinchen und Moppi zurück. Mit Veränderungen.

Die Sandmännchen-Puppenfiguren Pittiplatsch (l-r), Moppi und Schnatterinchen stehen nebeneinander auf einem Tisch.

Die Sandmännchen-Puppenfiguren Pittiplatsch (l-r), Moppi und Schnatterinchen stehen nebeneinander auf einem Tisch.

Foto: Friso Gentsch / dpa

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Ihr Siegeszug begann in der DDR. Und inzwischen sind Pittiplatsch, die Ente Schnatterinchen und der Hund Moppi weit über die ehemalige Grenze hinweg bekannt – dem Sandmann sei dank.

In 500 Folgen schickten die Figuren seit 1962 ihre Zuschauer mit einem Betthupferl in Geschichtenform in den Schlaf – den Rest gab den kleinen Zuschauer dann der Sandmann. Der startete vor 60 Jahren.

Erstmals seit 1991 entstehen nun neue Folgen des Klassikers, geplant sind für November 13 frische Ausgaben zum 60. Geburtstag des „Sandmännchens“. Ein Figurenbauer aus dem Münsterland hat dem beliebten Kobold und seinen Freunden neues Leben eingehaucht.

Sandmann: Pittiplatsch und Schnatterinchen bekommen Update

Der Puppenbauer aus Sassenberg bei Warendorf, Norman Schneider, hat sich dabei eng an den Originalen orientiert, setzt aber auch auf einige effektvolle Neuerungen. Von ersten Entwürfen bis zu diesen letzten Handgriffen hat Schneider mindestens 200 Arbeitsstunden in die drei Handpuppen gesteckt.

„Heutzutage achtet man darauf, dass die Figuren möglichst so lebendig aussehen, dass man als Betrachter vergisst, dass es Handpuppen sind. Sie sollen zum Leben erwachen“, sagt der 47-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

So ist der neue Kobold Pittiplatsch aus weicherem Material als sein Vorgänger. Durch das mit einem Seilzug bewegliche Mündchen und die weiche Struktur habe der Puppenspieler viel mehr Möglichkeiten für Mienenspiel des Kobolds.

Schnatterinchen kann jetzt zupacken – und Moppi guckt freundlich

Die Figuren erhielten Updates, wenn auch behutsam – der Charakter der Originalpuppen sollte nicht verändert werden.

  • Pitti hatte einst einfach bemalte Halbkugeln als Augen. Jetzt strahlen Glasaugen aus seinem Gesicht, die je nach Lichteinfall bernsteinfarben funkeln
  • Mit ihren neuen Flügelchen wird Schnatterinchen künftig zupacken können. Je nach Szene kann das Entchen demnächst sogar Bein zeigen
  • Moppis früher leicht hängende Mundwinkel und ein schräg nach oben gerichteter Blick sind korrigiert worden.

1962 hatte Pittiplatsch seinen ersten Abendgruß-Auftritt und wurde schnell ein Renner im Kinderfernsehen der DDR. Für viele heutige Eltern und Großeltern im Osten gehörten seine Sendungen zu den ersten Fernseherfahrungen. Bis heute ist das Streiche ausheckende Trio um Pittiplatsch beliebt bei Kindern. Der Sandmann feiert bereits 60. Geburtstag. (ses/dpa)

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