Jenaer Schule hält an Eilverfahren gegen Maskenpflicht im Unterricht fest

Jena .  Die Stadtverwaltung müsse aufhören, Kinder nur als Virenschleuder zu sehen, heißt es von der Freien Waldorfschule Jena.

(Symbolbild)

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Foto: Eckhard Jüngel

Die Freie Waldorfschule Jena hält an ihrem juristischen Vorgehen gegen die in der Stadt seit Montag geltende Maskenpflicht im Unterricht fest. Es sei nicht zu erkennen, dass die Ansteckungsgefahr über Viren in der Luft in Jena höher sei als andernorts in Thüringen, erklärte der kaufmännische Geschäftsführer Peter Häuser am Montag auf Anfrage. Die Stadtverwaltung müsse aufhören, Kinder nur als Virenschleuder zu sehen. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Die Stadt hatte nach heftiger Kritik an dem Alleingang auch aus dem Bildungsministerium ihre Vorgabe jüngst gelockert. Demnach können Schulen im Unterricht auf Bedeckung von Mund und Nase verzichten, wenn sie ein vom Gesundheitsamt geprüftes Hygienekonzept zur Verminderung von Coronaviren in der Luft vorweisen. Darin muss insbesondere das strikte Einhalten des Mindestabstands von eineinhalb Metern sowie rigides Lüften geregelt sein.

Laut Häuser hat die Schule ein solches Konzept bei der Stadt eingereicht, aber noch keine Rückmeldung erhalten. Daher habe der Unterricht am Montag zunächst mit Maske stattgefunden.

Wann das Verwaltungsgericht in dem Eilverfahren entscheidet, war zunächst unklar. Ein Gerichtssprecher verwies auf die Änderung der Allgemeinverfügung der Stadt. Die Kammer wolle zunächst abwarten, ob sich der Rechtsstreit im Zuge dessen erledigt.