Sparkassen-Arena Jena in einer „bedrohlichen Situation“

Jena.  Was ist eine Großveranstaltung? Kastl schreibt offenen Brief an den Ministerpräsidenten.

Man muss nicht erkrankt sein, um ein Corona-Opfer zu werden: Der Betreiber der Sparkassen-Arena, Thomas Kastl, kämpft gerade mit vielen Absagen. Die Einnahmeausfälle sind enorm.

Man muss nicht erkrankt sein, um ein Corona-Opfer zu werden: Der Betreiber der Sparkassen-Arena, Thomas Kastl, kämpft gerade mit vielen Absagen. Die Einnahmeausfälle sind enorm.

Foto: Thorsten Büker

In einem offenen Brief an Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) beklagt der Betreiber der Sparkassen-Arena die Situation für die Veranstaltungsbranche. Denn bisher ist nur in Ausnahmefällen klar, was seitens der Bundesländer als Großveranstaltung betrachtet wird. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

„Bitte definieren Sie in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Ministerien dringend den Begriff einer ,Großveranstaltung’ oder ,Veranstaltung“! Wie verhält es sich mit unzähligen geplanten Schulabschluss- und Abi-Bällen, wie sieht es mit Hochzeiten und anderen im privaten Umfeld geplanten Veranstaltungen aus und vor allem gibt es Pläne, wie es ab September für unsere Branche weitergehen kann, falls sich das Infektionsgeschehen hoffentlich stabilisiert oder gar verbessert?“, schreibt Thomas Kastl als Geschäftsführer der Arena-Betriebsgesellschaft Jena.

Die Branche benötige Planungszeiträume, die über zwei Wochen hinausgingen. Die Veranstalter seien extrem verunsichert und würden durch die ständige Unklarheit, die durch unkonkrete Begriffe wie „Großveranstaltung“ hervorgerufen würden, in eine rechtlich schwierige Situation gedrängt.

Kastl sagt über die Arena, die als PPP(Public-private-Partnership)-Vorzeigeobjekt durch private Investoren errichtet worden und Heimstätte von Science City Jena und unzähligen Veranstaltungen geworden sei: Sie „befindet sich in einer bedrohlichen wirtschaftlichen Situation, die auf Dauer zwangsläufig in eine Zahlungsunfähigkeit führen wird.

Verboten bis 31. August: Was zählt zu Großveranstaltungen?