Teilnehmer des Protest-Spaziergangs in Gera wollen keine Masken tragen

Gera.  200 Spaziergänger wollten in Gera gegen die Corona-Maßnahmen protestieren. Für derlei Zusammenkünfte gibt es Auflagen - an die sich die Teilnehmer partout nicht halten wollten.

Die Polizei hatte in Gera mit 600 bis 700 Teilnehmern gerechnet. Tatsächlich waren nur 200 „Spaziergänger“ gekommen.

Die Polizei hatte in Gera mit 600 bis 700 Teilnehmern gerechnet. Tatsächlich waren nur 200 „Spaziergänger“ gekommen.

Foto: Christiane Kneisel

Der Corona-Spaziergang in Gera am Samstag war zu Ende, bevor er überhaupt begonnen hatte, da die Teilnehmer den Auflagen nicht nachgekommen waren - und auch nicht nachkommen wollten. Trotz mehrmaliger Aufforderung durch Polizei und Versammlungsleiter legten sie keine Masken an. Daraufhin sagte der Versammlungsleiter den Spaziergang ab. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Von den geschätzt rund 200 Menschen kamen zahlreiche auch der mehrmaligen Aufforderung nicht nach. Die Polizei blockierte den Weg Richtung Salvatorkirche und ebenso die Gegenrichtung. Einige Demonstranten versammelten sich daraufhin zu Sitzblockaden auf dem Markt. Die Polizei sprach schließlich einige Platzverweise aus, es gab Identitätsfeststellungen. Außerdem soll eine Beamtin von einem Demonstranten verbal und körperlich angegangen worden sein, teilte die Polizei auf ihrer Facebook-Seite mit.

"Die Androhung von unmittelbarem Zwang entspannte die Lage. Der Einsatz eines Zwangsmittels war nicht notwendig. In gewissen Kreisen wird diese Ansage als Androhung der Schusswaffe ausgelegt, was wir aufgrund der aktuell vorliegenden Informationen nicht bestätigen können", heißt es zu diesem Sachverhalt abschließend.

Angemeldet war der Protestgang von Marek H., der auf seiner Facebook-Seite aus seinen Reichsbürger-Überzeugungen keinen Hehl macht.

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