Das Grenzmuseum Schifflersgrund im Eichsfeld begrüßt den jetzt vorliegenden Gesetzesentwurf für das „Grüne Band Hessen“, der jüngst im Hessischen Landtag von der Landesregierung eingebracht wurde. Das Haus hatte die geplante Gesetzesänderung zuvor bereits im Rahmen der Verbändeanhörung ausdrücklich befürwortet.

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„Der Entwurf korrigiert die geschichtspolitischen Mängel des bisherigen Gesetzes, stärkt die Akzeptanz der Landnutzer und Flächeneigentümer vor Ort und fördert die Erinnerungskultur an der ehemaligen innerdeutschen Grenze“, so der Historiker und Leiter des Grenzmuseums Christian Stöber, der aktuell außerdem Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Grenzmuseen ist, der mehr als 20 Einrichtungen in ganz Deutschland angehören.
Kernzonen sollen geschützt und teilweise ausgeweitet werden
Unter anderem wird im Entwurf ein Kernzonen-Erhalt festgeschrieben. Das heißt, dass Kernbereiche wie öffentliche Flächen, Naturschutzgebiete und Naturwaldflächen, vollständig erhalten blieben und teilweise sogar noch vergrößert werden. Diskutiert wurde der neue Entwurf am 3. Februar im hessischen Landtag.
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„Die Neufassung des Gesetzes ist ein Bekenntnis, dass Hessen weiterhin die geplante Nominierung des Grünes Bands als Unesco-Welterbe unterstützt. Davon würden Erinnerungskultur, Naturschutz und Regionalentwicklung gleichermaßen profitieren, und damit vor allem ländliche Gebiete in der heutigen Mitte Deutschlands“, sagt Stöber.
Das Grenzmuseum Schifflersgrund an der Ländergrenze zwischen Hessen und Thüringen bei Bad Sooden-Allendorf und Asbach-Sickenberg befindet sich unmittelbar am Grünen Band. Hier ist einer der längsten Originalabschnitte des früheren „Eisernen Vorhangs“ in Deutschland und Europa erhalten.
In der neugestalteten Dauerausstellung wird umfassend über die Geschichte der Teilung informiert, auch über das Leben an der hessischen Grenze zur DDR. Im Außengelände ist ein elf Kilometer langer Rundweg mit zehn Informationspulten vorhanden. Seit vielen Jahren arbeitet der Erinnerungs- und Lernort mit Akteuren aus dem Naturschutz zusammen, um die einzigartige Geschichte und Natur am Grünen Band zu vermitteln.
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Erst jüngst hatte es in Duderstadt auf Einladung der Heinz-Sielmann-Stiftung eine Podiumsdiskussion zum Thema Grünes Band und den Weg zur Anerkennung als gemischtes Unesco-Weltnatur- und Kulturerbe gegeben. Dabei kam auch zur Sprache, dass das Land Niedersachsen im Hinblick auf den Schutz des Grünen Bands auf seiner Seite noch nichts unternommen hat. In Thüringen gibt es das Gesetz zum Schutz des Naturmonumentes bereits seit Dezember 2018. Träger des Naturmonumentes im Freistaat ist die Stiftung Naturschutz Thüringen.
red /sit








