Vor der Tatsache sinkender Geburtenraten und damit auch zukünftig geringerer Schülerzahlen kann und will der Landkreis Eichsfeld die Augen nicht verschließen. Er hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zahlreiche Faktoren in der Eichsfelder Schullandschaft zu analysieren. Daraus müssen Schlüsse für die zukünftige Schulnetzplanung gezogen werden.

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Der Landkreis hatte in dieser Woche zwei nicht öffentliche Sitzungen einberufen, um zum einen die Kreistagsmitglieder und zum anderen die Schulleiter zu informieren, dass sich zukünftig etwas verändern muss. Es gebe Handlungsempfehlungen, ein Arbeitskreis werde sich eingehend mit der Analyse beschäftigen.

FDP fordert klare Kommunikation bei möglichen Schulschließungen

Hierzu meldet sich nun die FDP Eichsfeld zu Wort. Sie begrüßt, „dass der Landkreis frühzeitig Transparenz geschaffen und die politischen Gremien in die Schulnetzplanung eingebunden hat.“ Entscheidend sei nun, die richtigen Schlüsse aus den vorliegenden Zahlen zu ziehen und den Fokus klar auf die Bildungsqualität zu legen.

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„Wie aus dem vorliegenden Bericht hervorgeht, ist angesichts der sinkenden Schülerzahlen absehbar, dass es zu Veränderungen in der Schullandschaft kommen wird. Wenn Schulstandorte perspektivisch geschlossen oder zusammengelegt werden müssen, sollte man das von Anfang an ehrlich so benennen. Nur so kann eine sachliche und transparente Diskussion geführt werden“, heißt es von den Liberalen.

Entscheidend sei dabei aber auch, dass mögliche Strukturveränderungen nicht zulasten der Schülerinnen und Schüler gehen. Solche Einschnitte seien nur dann vertretbar, wenn sie konsequent genutzt werden, um die verbleibenden Schulen deutlich besser zu machen, bezieht die FDP klare Position.

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Die Eichsfelder Liberalen fordern daher, dass die durch die zu erwartenden Zusammenlegungen entstehenden Einsparungen vollständig und verbindlich in die Qualität der bestehenden Standorte reinvestiert werden. „Das darf kein bloßes Lippenbekenntnis bleiben, sondern muss konkret und nachvollziehbar umgesetzt werden.“

Im Mittelpunkt sehen die Liberalen dabei moderne und gut ausgestattete Unterrichtsräume, eine verlässliche und qualitativ hochwertige Ganztagsbetreuung, eine zeitgemäße digitale Infrastruktur sowie ein breiteres Bildungs- und Förderangebot. Ein zentraler Aspekt sei zudem die Unterrichtsversorgung. „Größere und personell besser ausgestattete Schulstandorte bieten die Chance, den Unterrichtsausfall spürbar zu reduzieren. Eine höhere Personaldichte ermöglicht verlässliche Vertretungsregelungen und sorgt für mehr Stabilität im Schulalltag“, heißt es in dem Statement.

Gleichzeitig sei klar, dass für viele Schülerinnen und Schüler längere Schulwege entstehen können. Umso wichtiger sei es, dass die Qualität an den verbleibenden Standorten so deutlich gesteigert werde, dass sich dies im Schulalltag positiv bemerkbar mache.

Abschließend fordert die FDP Eichsfeld in ihrem Schreiben einen transparenten und weiterhin engen Beteiligungsprozess unter Einbeziehung von Eltern, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie der betroffenen Kommunen. Ziel sei eine zukunftsfähige, leistungsstarke und faire Bildungslandschaft im Landkreis Eichsfeld.