In einer aktuellen Stunde hatte der Stadtrat sich zuletzt mit der Theater-Affäre beschäftigt, insbesondere mit dem Umstand, dass die von Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) vor seiner Wahl avisierte faire Lösung die Gleichstellungsbeauftragte Mary-Ellen Witzmann auf sich warten lässt.

Öffentliche Sitzung des Arbeitsgerichtes zur außerordentlichen Kündigung

Nach der Scheitern eines Vergleiches liegt deren Fall nun wieder vor dem Arbeitsgericht Erfurt. Eine juristische Entscheidung um die Kündigung der Ex-Gleichstellungsbeauftragten zeichnet sich nunmehr erst für das kommende Jahr ab. Erst im April soll am Arbeitsgericht Erfurt in einer öffentlichen Sitzung wieder über die außerordentliche Kündigung verhandelt werden, wie das Gericht mitteilte. 

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Noch im Herbst hatte sich eine Lösung für den Streit abgezeichnet. Doch eine geplante Wiedereinstellung Witzmanns an anderer Stelle im städtischen Dienst scheiterte am Personalrat, der dem Vorhaben nicht zustimmte. Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) musste einen bereits ausgehandelten Vergleich mit Witzmann widerrufen.

Witzmann hatte Vorwürfe von Machtmissbrauch am Theater bestätigt

Witzmann hatte Vorwürfe mutmaßlicher sexueller Grenzüberschreitungen und Machtmissbrauch am Theater Erfurt öffentlich gemacht und war daraufhin im November 2023 durch den damaligen OB Andreas Bausewein (SPD) entlassen worden. Die Entscheidung wurde schon damals und wie zuletzt in Stadtrat teils scharf kritisiert und Witzmann hatte dagegen geklagt. Viele Abgeordnet aus der Mehrzahl der Fraktionen hatten sich schon zu Beginn der Affäre deutlich hinter die Gleichstellungsbeauftragte gestellt, in Konfrontation mit der Stadtverwaltung schärfere Konsequenzen für Theater-Chef Guy Montavon gefordert. „Leider keine Selbstverständlichkeit“, wie Linke-Fraktionschefin Katja Maurer in der Stadtratssitzung betont hatte.

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