Die Vortragsreihe Juniorcampus startet am Mittwoch (19. 2.) um 17 Uhr im Naturkundemuseum. Wissenschaftler und Forscher berichten an vier Terminen Kindern und Jugendlichen über ihre Arbeit und die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer haben die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen. Zum Auftakt entführt Biologe und Naturfotograf Wolfgang Hock in seiner Multivisionsshow „Au Backe – Einblicke in das geheime Leben der Feldhamster“ in die Welt eines scheuen kleinen Säugetiers. Wolfgang Hock erforscht seit Jahren die Hamstervorkommen rund um Erfurt, kennt die Verstecke und Baue der kleinen Nager und weiß, dass es nur noch sehr wenige von ihnen auf unseren Feldern gibt. Mit dem Juniorcampus-Stempelpass können die jungen Besucherinnen und Besucher für jeden besuchten Vortrag einen Stempel sammeln. Ab drei Stempeln wartet ein kleiner Preis als Belohnung.
Einblicke in das bäuerliche Leben heute
Das Sachbuch des Monats der Ev. Studentengemeinde widmet sich diesmal Ewald Fries „Ein Hof und elf Geschwister. Der stille Abschied vom bäuerlichen Leben“. Am 20. Februar trifft sich für die Öffentlichkeit offene Runde um 19.30 Uhr. Ewald Frie beschreibt in seinem Buch die Veränderungen des ländlichen Lebens anhand seiner eigenen Bauernfamilie im Münsterland. Das ist nicht nur ein beeindruckendes Portrait einer Familie. Sondern zeigt auch exemplarisch, wie sich Dörfer und Landwirtschaft in den Jahrzehnten nach dem Krieg verändert haben. Anmeldung und Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ort: Allerheiligenstraße 15, in den Räumen der Ev. Studentengemeinde.
Originale Briefe von Martin Luther zu sehen
Fast 500 Jahre alt sind zwei Briefe des Reformators Martin Luther, die in der Bibliothek im Erfurter Augustinerkloster aufbewahrt werden und die einem Menschen das Leben gerettet haben. Luther schrieb sie 1532 an das Ehepaar von Stockhausen. Um diese beiden Briefe geht es am Donnerstag, 20. Februar, um 19 Uhr in der Bibliothek des Ev. Ministeriums im Augustinerkloster. Die Sprachwissenschaftlerin Claudine Moulin beschäftigt sich in einem Vortrag mit Aspekten zu ihrer Geschichte, Theologie und Sprache. Außerdem besteht die Möglichkeit, die beiden eigenhändigen Briefe Luthers im Original zu sehen. Der Eintritt zu dem Abend ist frei. Dazu lädt der Förderverein der Bibliothek herzlich ein.
Neueste Erkenntnisse zur Erfurter Mikwe
Das Netzwerk „Jüdisches Leben Erfurt“ lädt am Dienstag (18. 2.), um 17.30 Uhr lädt im Rahmen der Serie „Kleine Reihe“ zur Buchpräsentation in die Alte Synagoge in Erfurt ein. Karin Sczech, Beauftragte für das Unesco-Welterbe, präsentiert gemeinsam mit dem Verleger Frank Bussert die neue Publikation „Die mittelalterliche Mikwe Erfurt“. Die Mikwe, deren Ursprünge auf das 12. Jahrhundert zurückgehen, wurde 2007 bei Grabungsarbeiten an der Gera entdeckt. Als 2009 die ersten Bände der „Kleinen Reihe“ zur Synagoge, Mikwe und dem Erfurter Schatz erschienen, war das jüdische Ritualbad noch nicht komplett ausgegraben, was eine genaue Einordnung unmöglich machte. Nun wird das bedeutende Bauwerk im Welterbe-Ensemble in einer eigenen Veröffentlichung gewürdigt.
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