Das Frühjahr hat gerade erst begonnen und schon jetzt reiht sich eine Buchpublikation von Erfurtern und über Erfurt an die andere. Alice Frontzek hat einen historischen Roman über den Grafen Gotter in Molsdorf geschrieben, Lothar Semlin Material über das historische Hirschbrühl zusammengestellt und Christian Schuchardt einen drei Kilo schweren Wälzer über Erfurt 1945 vorgelegt. Drei Bücher mit Geschichtscontent. Ist das ein sich abzeichnender Trend, dass historische Themen auf dem Buchmarkt gerade besonders up to date sind?

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Wenn ja, springt Tobias Knoblich gerade gewollt oder zufällig auf diesen Zug auf, wenngleich auf einer sanfteren Weiche: Der ehemalige Kulturdezernent der Stadt und aktuelle Thüringer Staatssekretär kündigt die Vorstellung seines Buches an, in dem es um Lebensrealitäten der Menschen in der DDR gehen soll. Das Ganze essayistisch verpackt.

Angesichts der zahlreichen Publikationen und dem abschwellen der ostmodernen Sachbuchwelle liegt die Frage nahe, ob es ein weiteres Buch mit dieser Thematik eigentlich braucht. Wie diese Frage letztendlich beantwortet wird, kann sich zur Buchvorstellung am 23. April im Haus Dacheröden zeigen.

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