Wie viele Briefmarken Manfred Soldan nachbestellt hat, kann er schon gar nicht mehr sagen. 100, 140, vielleicht mehr. Sonntagmittag jedenfalls waren sie ausverkauft. Den Philatelisten und Hobby-Luftfahrthistoriker erfüllt das mit Sorge. Aber im Grunde ist es eine gute Nachricht.

Monatelang hatte der 83-Jährige mit Mitstreitern vom Aerophilatelisten-Club, den Sammlern von Luftpostsendungen, auf dieses Wochenende hingearbeitet. Es ist ein besonderer Tag. Am 10. Mai vor 100 Jahren wurde Erfurts Flughafen eröffnet, damals noch am Roten Berg im Norden der Stadt. Soldan gestaltete Jubiläumsstempel, bestellte Briefumschläge und Marken, die an das Jubiläum erinnern. Er baute eine kleine Ausstellung aus historischen Luftpost-Karten auf, die die Luftfahrtgeschichte Erfurts und Thüringens illustrierte.
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Ein Sack Luftpost extra für das Jubiläum
Mit der Deutschen Post organisierte er, dass ein Sonderpostamt im Terminalgebäude des Flughafens eingerichtet wurde. Und es gelang ihm, einen Sack voll Post mit dem Polizeihubschrauber auf Reisen zu schicken. Von Erfurt nach Bad Berka zwar „nur“. Aber doch genug, um den darin enthaltenen Sendungen einen für Sammler besonderen Wert beizufügen.
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Dass es dennoch eine Feier im kleinen Kreis geblieben ist, mag daran gelegen haben, dass die Flughafengesellschaft selbst es versäumt hatte, die Werbetrommel für dieses besondere Ereignis zu rühren. Das hätten Soldan und sein kleiner Verein nicht auch noch stemmen können. Überhaupt blieb es merkwürdig still um diesen besonderen Jahrestag. Lediglich eine Reihe von Vorträgen des Erfurter Stadthistorikers Steffen Raßloff in der Volkshochschule hatten zuvor an den denkwürdigen Tag vor 100 Jahren erinnert.





