Alte Aufnahmen aus Erfurt sind oft ein Hingucker, wenn es um die Suche nach Veränderung geht. Entweder führen sie bei den Betrachtern dazu, dass sie sich an die Zeit der gezeigten Szene erinnern, oder sie wirken als Wissen über die Geschichte des Stadtbilds auf jüngere Erfurter ein. Nachdem die ersten zehn kleinen Zeitreisen bei unseren Lesern sehr beliebt waren, haben wir nun fünf weitere Vorher-Nachher-Szenen für Sie aufbereitet.

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Als der Anger noch einen Verkehrsturm hatte

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Fußgänger, Radfahrer, Straßenbahn und Autos – das alles fand vor nicht allzu langer Zeit noch gleichzeitig auf dem Anger statt. Um in diesem Gewusel den Überblick zu behalten, erdachten die Verkehrsplaner 1961, dass eine Draufsicht für den Beamten in weißer Uniform doch das Beste wäre und stellen den „Angerturm“ als eine Art Verkehrskanzel an die Kreuzung. Damals noch mit roten Längsstreifen dekoriert, kann man das geschichtsträchtige Stück heute noch in einfacher grauer Form am Straßenbahndepot an der Magdeburger Allee begutachten. In diesem Jahr sind es bereits runde 50 Jahre, die der Angerturm nicht mehr auf dem namensstiftenden Platz steht.

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Geschäft auf der Krämerbrücke

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Erfurts geschichtsträchtiges Wahrzeichen ist in diesem Jahr in aller Munde. Das große Jubiläum „700 Jahre Krämerbrücke“ bringt bereits in der ersten Hälfte des Festjahres viele Events, Kunstwerke und Bücher hervor. Ein historisches Bild vom markanten hohen Krämerbrückenhaus am Benediktsplatz/Rathausbrücke hat es auch eine Ausstellung im Anger-1-Warenhaus geschafft. Wo heute der Stilleben-Laden ist, war früher ebenfalls ein ausladender Werbeschriftzug zu sehen.

Von der Drogerie zur Bau-Brache

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Erfurter, die in der Andreasvorstadt aufgewachsen sind, kennen das Eckhaus an der Nordhäuser Straße/Moritzwallstraße noch als Drogerie. Lange Zeit waren noch die zwei Deko-Elemente neben dem „Drogerie“-Schriftzug zu sehen. Seit Jahren steht die Ladenfläche leer. Von außen scheinen Bauarbeiten angebahnt zu werden, Anwohner beklagen jedoch häufig, dass sich dort nichts in Richtung Sanierung bewege.

Eckhaus mit Lokal am Schmidtstedter Ufer

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Ein Café und Restaurant am Schmidtstedter Ufer. Das ist lange her. Gehört hat es einst Franz Hirt. Heute erinnert nur noch ein winziger Buchstabenrest am Eckhaus an die illustre Vergangenheit des ehemaligen Gastronomielebens am Ufer der Gera. Die historische Postkarte verdanken wir diesmal einer Leserzuschrift, in der es um den alten Restaurant-Namen ging, der in Fragmenten noch erhalten ist.

Hotel Kosmos

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Auch das Hotel am Juri-Gagarin-Ring feiert in diesem Jahr ein Jubiläum. Schon 45 Jahre bietet der imposante DDR-Bau Übernachtungsmöglichkeiten für Erfurt-Besucher, die es sich gut gehen lassen wollen. Viele Erfurter haben schon vergessen, dass das Hochhaus einst einen imposanten Vorbau hatte. Im Zuge der Straßenerneuerung musst dieser allerdings weichen. Wie auch der alte Name „Kosmos“, denn heute nennt sich das Haus bekanntermaßen „Radisson“.

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Ein herzlicher Dank für die historischen Fotos gilt dem Stadtarchiv Erfurt, Frank Palmowski und dem Hotel Radisson Blu.

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