In seiner Heimat Iran erreichte Yaser Bahrami die Zusage für sein Studium an der Universität Erfurt, kurz danach aber die Hiobsbotschaft vom hiesigen Studierenwerk: Derzeit sind keine Wohnheimplätze verfügbar. Obwohl Yaser die Zulassung für seine Wunschuniversität hatte, stellte die fehlende Unterkunft eine großes Problem dar. Bereits aus dem Iran heraus suchte er über Online-Portale nach einer passenden Bleibe – erfolglos.
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Der Zeitdruck wuchs, und Yaser stand vor einer schwierigen Entscheidung: das Studium abzusagen und im Iran zu bleiben oder den Weg nach Deutschland auch ohne gesicherten Wohnraum anzutreten. Er wählte das Risiko und entschied sich für Letzteres.
Erster Ansprechpartner für ihn war natürlich das Studierendenwerk. Dort wurde ihm zunächst eine Übergangslösung angeboten: eine Dachgeschosswohnung, die eigentlich als Lagerraum genutzt wurde, mit ausgemusterten Möbeln und Matratzen. Für drei Nächte konnte er erstmal dort unterkommen.
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Wochen später ein Wohnheimplatz – aber ohne Möbel
Yaser nutzte die Zeit, um andere Studierende anzusprechen, die ihm Tipps gaben. So erfuhr er, dass ein Student sein Zimmer für zwei Wochen untervermietete – dieses Angebot nahm Yaser an. Mit Unterstützung einer Gruppe älterer Studierender, die informell Erstsemester beraten und helfen, setzte er seine Suche nach einer dauerhaften Unterkunft beim Studierendenwerk fort.
Als die Zwischenmiete endete und noch immer kein dauerhafter Wohnraum in Sicht war, wandte sich Yaser erneut an die Universität und erklärte, dass er den Studienplatz aufgeben müsste, sollte sich keine Lösung finden.
Wiederum zwei Wochen später erhielt Yaser schließlich doch einen Platz im studentischen Wohnheim. Der Haken: Das Zimmer war zwar nicht wie üblich möbliert. Das Studierendenwerk stellte ihm gegen eine Gebühr ein Starterpaket zur Verfügung: Bettwäsche, Decke und Kissen. Alles weitere musste er sich auf eigenen Faust besorgen. Inzwischen hat Yaser eine feste Bleibe gefunden, kann sich endlich auf sein Studium konzentrieren. Er hofft, dass es zukünftige Studierende etwas leichter haben.
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Zwischen Ankunft und Unterkunft
Der angespannte Wohnungsmarkt in Erfurt ist für allem für Studierende aus dem Ausland ein Riesenproblem. In der Regel haben sie nicht so gute Möglichkeiten, sich vor der Anreise um ein Zimmer zu besorgen. Und oftmals sind sie von den Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche hierzulande überrascht.

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Auch Iliass Bensalah aus Marokko entschied sich, lediglich mit einer Zusage der Uni aber ohne eine feste Bleibe zum Studium nach Erfurt zu kommen. „Als ich mich für ein Studium in Erfurt entschieden hatte, habe ich mich direkt nach meiner Einreise um einen Wohnheimplatz beworben“, erzählt er. Die ersten Tage aber musste er in einem Hostel übernachten. Iliass hatte Glück. Schon nach einer Woche konnte er in ein Studentenwohnheim ziehen.
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Dass die Zulassung an der Universität keine Garantie für ein Zimmer ist, das wusste er schlicht und ergreifend nicht. „Ich habe mir, ehrlich gesagt, keine großen Sorgen gemacht – mir war nicht bewusst, dass die Wohnungssuche in Deutschland so ein Thema ist.“ Über eine Ansprechperson beim Studierendenwerk konnte er schnell ein Zimmer organisieren. „Ich habe einfach nachgefragt – und eine Woche später war alles geregelt.“
Auf die Frage, ob es nicht riskant sei, ohne feste Unterkunft in ein fremdes Land zu kommen, antwortet er entspannt: „Vielleicht. Aber bei mir hat es gut funktioniert.“









