Seit dem Glücksaltas (Erfurt ist sechstglücklichste Stadt) und einer Suchbegriff-Auswertung (Erfurt ist drittgestressteste Stadt) wissen wir, dass allerlei fadenscheidigen Daten erhoben werden. Diesmal habe ich aber eine stichhaltigere Zahl für Sie parat: Der Blick in die gängigen Stellenportale zeigt, dass in Erfurt 22,5 Prozent aller ausgeschriebenen Stellen die Arbeit im Homeoffice ermöglichen. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Indeed, für die Stellenausschreibungen und Suchanfragen aus 54 deutschen Städten mit über 100.000 Einwohnern ausgewertet wurden. Im Thüringen-Vergleich liegt Erfurt hinter Jena (23,7 Prozent), was nicht zuletzt mit der deutlich größeren Universität und mehreren IT-Unternehmen zusammenhängen wird. Insgesamt liegt Erfurt damit noch im Mittelfeld. Gerade durch die Entwicklung, dass immer mehr Jobs im Dienstleistungsfeld gibt, erscheint mir die Zahl dennoch ziemlich niedrig.

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Trotzdem bin ich froh, dass die meisten Erfurter in ihre Arbeitsstätten gehen. Auch wenn die Überlegung spannend wäre, wie viele Erfurter wohl nicht aus der Landeshauptstadt wegziehen würden, wenn Homeoffice-Jobs auch andernorts stärker auf dem Markt vertreten wären.