Das Leben auf dem Mond und den schwierigen Weg dorthin will die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) auf der Ega nachvollziehbar machen. Am Samstag, 4. Oktober, startet dort die „Mond-Expedition für Kinder“ (Meki) – die sich aber gleichermaßen an Jung und Alt richtet, wie Volker Kadow von der DGLR betont.

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In Halle 1 werden sich die Besucher diversen Aspekten der geplanten Mondmissionen widmen können. Sieben Stationen zum Mitmachen, Experimentieren und Diskutieren sind geplant. Alle kreisen um einen riesigen Mond in der Mitte der Halle.
Thüringer Technik fliegt zum Mond
Warum das Ganze? Zum einen, weil die Reise zum Mond wieder aktuell ist. Mehrere Nationen planen Flüge zum Erdtrabanten. China möchte spätestens 2030 Menschen auf den Mond befördern, die USA wollen diesem Datum zuvorkommen. Auch Russland und Indien haben den Mond im Fokus. Eine permanente Basis auf der Oberfläche oder in der Umlaufbahn spielt eine entscheidende Rolle für Flüge zum Mars.
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Zum anderen ist der Mond auch ein Thüringer Thema. „Die Reise zum Mond ist ohne Innovationen und Technologie aus Thüringen nicht möglich. Ich verstehe nicht, warum das in der Öffentlichkeit nicht viel stärker wahrgenommen wird“, sagt Volker Kadow. Nur dank der Navigationssensoren von Jena Optronik werde das Orion-Raumschiff, mit dem Nasa und Esa Menschen zum Mond bringen wollen, seinen Weg zwischen den Sternen finden. Das Andockmodul für das Lunar Gateway, also für die Raumstation im Orbit des Mondes, sei mit Technologie aus Thüringen bestückt.
Echtes Mondgestein auf der Ega
Hier will der Mitmachtag ansetzen. Die erste Station widmet sich der Reise zum Mond. Mit Virtual-Reality-Brillen soll der Flug nachvollzogen werden. Mit Modellen wird demonstriert, wie die Jenaer Sensoren das Raumschiff steuern und andocken lassen. Station 2 widmet sich der Oberfläche des Mondes. Echtes Mondgestein kann unter die Lupe genommen, mit Mikroskopen der Boden untersucht werden. Zudem soll verdeutlicht werden, wie schwierig das Arbeiten mit Schutzausrüstung auf der staubigen Oberfläche ist.
Studenten der Bauhaus-Uni Weimar widmen sich dem Bauen auf dem Mond. Wie müssen Unterkünfte gestaltet sein, damit sie extremen Temperaturen, dem hohen Außendruck und Meteoritenteilchen standhalten? Die Bergakademie Freiberg zeigt, wie Ressourcen auf dem kosmischen Nachbarn abgebaut werden können. Mit einem ferngesteuerten Rover können Besucher in einem Sandkasten ihre Fahrkünste testen.
Wie bereiten sich Astronauten auf ihre Missionen vor?
Mädchen und Jungen, die mit einer Karriere in der Raumfahrt liebäugeln, können sich beim Unternehmen Parsec-Space über die Anforderungen und Möglichkeiten informieren. Dort erfahren sie auch, wie künftige Astronauten auf ihre Missionen vorbereitet werden
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Am Stand der DGLR selbst wird Anika Mehlis zu Gast sein, die als Analog-Astronautin Weltraummissionen simuliert, beispielsweise einen Flug zum Mars. Deutlich weniger gesprächig wird ein weiterer Gast sein: Helga, eine Art Dummy-Puppe, die mit vielen Sensoren ausgestattet ist und im Rahmen der Nasa-Mission Artemis 1 bereits im All war.
Abgerundet wird der Mitmachtag mit Live-Musik, Vorträgen, Experimenten und Wissenstests.
Meki-Mitmachtag, 4. Oktober, 9 bis 18 Uhr, Ega, Halle 1






