Einer der beiden Gymnasiallehrer, die kurz vor Beginn der Sommerferien wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs bzw. des Besitzes jugendpornografischer Inhalte verhaftet wurden, muss sich schon bald vor Gericht verantworten. Der Prozessbeginn vor der 3. Strafkammer des Landgerichts Erfurt ist für den 22. Oktober festgelegt worden, wie aus einer Ankündigung des Gerichts hervorgeht.

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Demnach wird dem heute 63-Jährigen vorgeworfen, sich zwischen den Jahren 2016 und 2020 in 84 Fällen des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen strafbar gemacht zu haben. Fünf Fälle werden als schwerer sexueller Missbrauch gewertet. Unter anderem soll er Geschlechtsverkehr mit einem Kind gehabt haben, das zur Tatzeit erst 13 Jahre alt gewesen ist.
Auch zweiter Lehrer noch in Untersuchungshaft
Wie die Staatsanwaltschaft Erfurt auf Anfrage bestätigt, sitzt der Angeklagte weiterhin in Untersuchungshaft. Diese war schon bei seiner Festnahme im Juni angeordnet worden. Der Mann war seinerzeit an seinem Arbeitsplatz, einem Erfurter Gymnasium, festgenommen worden. Im August wurde die Anklage erhoben.
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Zeitgleich mit der Festnahme wurden bei einem Kollegen, der an derselben Schule arbeitet, Durchsuchungen wegen des Verdachts der Verbreitung jugendpornografischer Inhalte veranlasst. Wenige Tage später wurde auch dieser Mann, ein 57-jähriger Lehrer, wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs verhaftet. Ihm werden Taten aus den Jahren 2013 bis 2025 vorgeworfen. Der Mann sitzt weiterhin in Untersuchungshaft, eine Anklage ist noch nicht erhoben worden.




