Sieben Tonnen, 22 Meter Höhe: Erfurts Weihnachtsbaum auf dem Domplatz kann sich sehen lassen. Vor einer Woche wurde die 50 Jahre alte Nordmanntanne aufgestellt, viele Erfurter verfolgten das Geschehen genau. Um den Baum herum werden, wie in jedem Jahr, die kleinen Holzhäuschen stehen, in denen die Händler ihre Waren anbieten.
Doch noch ist nicht alles zugestellt und so gelang am Donnerstagmorgen ein Blick hinter die Kulissen. Wie hält so ein Baum überhaupt?
Die Antwort: In den Boden des Domplatzes wurde irgendwann vor vielen, vielen Jahren ein recht tiefes Loch gegraben. Darin befindet sich eine vier Meter lange Metallhülse. Mit einem Kran wurde der Baum am 6. November hineingehoben in diese Hülse. Weil zwischen Stamm und Hülse noch Platz war, kamen zahlreiche große Keile aus Holz und Metall dazwischen. Mancher wird das von zu Hause kennen, wenn der heimische Weihnachtsbaum nicht so recht in den Ständer passt. Da wird hier gesägt und gefeilt und da was aufgefüllt. Hauptsache, das Ding steht gerade.
Auch interessant
Und steht überhaupt. Jeder Erfurter wird sich daran erinnern, als 2015 der Baum auf dem Domplatz umgefallen war. Sturmtief Heini war stärker, das Unglück geschah in der Nacht. Verletzt wurde damals niemand und schon am nächsten Mittag stand der Baum wieder. Zwar um ein paar Meter kürzer, aber dennoch schön.

Erfurt hat schon einiges mit seinen Weihnachtsbäumen auf dem Domplatz erlebt. Der Begriff Rupfi etwa ist noch immer in aller Gedächtnis.
Auch interessant
Nun, die aktuelle Tanne ist sehr prächtig. Und sie steht sehr gerade. Sie ist zwar einen Meter kleiner als die Rotfichte aus 2024. Dafür aber gut füllig. Denn mehr als doppelt so schwer.
- Täglich neue Bilder und Videos auf unserem Instagram-Kanal.
- Diskussionen zu Themen, die Erfurt bewegen – auf unserer Facebook-Seite.
- Die neuesten Meldungen schnell und direkt per WhatsApp.
- Neuigkeiten bequem per Mail gibt es in unserem Städtenewsletter.
In den kommenden Tagen wird sie umringt sein von kleinen beleuchteten Holzhütten. Und die Besucher werden sich daran erfreuen. Wenngleich es, wie auch schon im vergangenen Jahr, wieder die Debatte gab, ob es wirklich nötig ist, jedes Jahr einen Baum für die Zeit des Weihnachtsmarktes zu fällen. . .





