Lange führte der Parkpavillon bei Schloss Molsdorf ein Schattendasein, konnte aufgrund seines maroden Zustandes nicht genutzt werden. Jetzt erweckt die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten ihn wieder zum Leben. Fachwerk und Dachstuhl des historischen Sommerhauses sind inzwischen saniert. Am Montag (18. Mai) konnte Richtfest gefeiert werden. Nach Fertigstellung 2027 soll das Kleinod für öffentliche und private Veranstaltungen nutzbar sein. Rund vier Millionen Euro stehen für die Sanierung des Parkpavillons samt Umfeld im aktuellen Sanierungsplan der Stiftung zur Verfügung.

Witterung, Umbauten und zu schwere Lasten haben an der Baukonstruktion und dem Dach des rund 200 Jahre alten Pavillons schwere Schäden hinterlassen, teilt die Stiftung mit. „In den letzten Jahrzehnten konnte das Kleinod nicht genutzt werden“, so Architektin Silvia Wagner, Leiterin der Abteilung Bauten und Gärten der Stiftung. „Nach der Sanierung soll das historische Sommerhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert wieder als Ort geselliger Zusammenkünfte mit Blick auf das Schloss und den Landschaftspark dienen.“
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Treppe zum Pavillon und zur Dorfkirche bereits saniert
Die Sanierung begann im vergangenen Jahr. Das Fachwerk des Pavillons musste zunächst in Teilen rückgebaut werden, Fundament und Bodenplatte wurden erneuert. Unterhalb des Pavillons wurden historische Kellergewölbe freigelegt, das Mauerwerk gereinigt und die Gewölbe instandgesetzt. Auch im Umfeld des Pavillons sind die Arbeiten bereits weit vorangeschritten. Die Treppe vom Schloss zum Pavillon und zur oberhalb gelegenen Dorfkirche wurde im Bestand saniert, dabei konnten weite Teile des alten Sandsteins weiterverwendet werden.
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Sommerhaus und Automobilgarage
Die Treppe stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und gehört damit zu den ältesten erhaltenen Bestandteilen des Schlossgartens. Westlich vor dem Schloss wurde die Platzgestaltung mit zwei Linden wiederhergestellt. Nördlich und östlich des Pavillons wird das Gelände modelliert. Im Untergrund wurde das Leitungsnetz saniert. Erste Gehölznachpflanzungen sind ebenfalls bereits erfolgt.
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Der Pavillon am Hang oberhalb des Schlosses wurde 1828 als Sommerhaus über einer älteren Kelleranlage errichtet. Anfang des 20. Jahrhunderts ließ die damalige Schlossherrin Gräfin Maria Neidhardt von Gneisenau das Gebäude zur Automobilgarage umbauen. Ab den 1970er-Jahren wurde der Pavillon bis 1990 als Café genutzt.
red







