Rund 40.000 Kraniche werden in den kommenden Wochen auf ihrem langen Flug in den Süden wieder in der Goldenen Aue einen Zwischenstopp einlegen, rund um den Stausee Kelbra und die angrenzenden Felder.

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Das Landratsamt in Nordhausen appelliert an alle Südharzer, auf die Tiere Rücksicht zu nehmen. „Die Vögel brauchen eine ruhige Rast, um ihre Kraftreserven wieder aufzufüllen und dürfen daher nicht aufgeschreckt werden“, erklärt Amtssprecherin Jessica Piper. Um die Kraniche zu schützen, hat der Landkreis Nordhausen in Zusammenarbeit mit den Nachbarn in Mansfeld-Südharz eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab Oktober die erforderlichen Schutzmaßnahmen regelt.

Bis Ende Dezember darf das Gebiet in der Goldenen Aue zwischen der Bahnstrecke im Norden, der Landkreisgrenze im Osten, dem Ortsverbindungsweg zwischen Auleben und Kelbra im Süden sowie der Landesstraße L2079 nicht betreten oder befahren werden. Ausgenommen davon sind der Bahnhof in Görsbach, die bebaute Ortslage der Gemeinde Auleben und die Aumühle sowie Eigentümer und Nutzungsberechtigte in diesem Bereich.

Auch dieses Jahr sind Kranichwanderungen geplant

Wer einen Blick auf die beeindruckende Zahl von Kranichen werfen will, sollte dies nur aus der Ferne tun, um die Tiere nicht zu stören. Die Untere Naturschutzbehörde empfiehlt daher, eine der Vogelbeobachtungsstationen am Stausee zu nutzen und bei einer Wanderung die Wege nicht zu verlassen, keine lauten Geräusche zu machen und die Vögel nur aus der Distanz mit einem Fernglas zu beobachten.

Wer sich unter fachkundiger Führung das Schauspiel anschauen möchte, der kann beispielsweise die geführten Kranichwanderungen des Naturparks Kyffhäuser nutzen.

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red