Werthers Humor ist legendär. Auch dank der Narren in der fünften Jahreszeit. Die bevorstehende Kirmes mit einem pinkelnden Burschen zu bewerben, passt ins Bild. Denn die Kleinwertherschen sind die Hochseicher.

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Die bevorstehende 75. Kirmes wird mit einem pinkelnden Burschen beworben. Kein Wunder: Die Kleinwertherschen sind als die „Hochseicher“ bekannt. Deshalb wurden die Strohbären mit dem Wahrzeichen versehen.© Birgit Hellrung

Das frische Stroh ist da. Die jüngeren Kirmesburschen wissen, was zu tun ist. Sie bereiten das Bärenkleid vor. Gelernt haben sie es von den Alten, zu denen Rainer Ullrich, Ingo Bösenberg, Axel Grasenick sowie Birgit und Uwe Hellrung zählen. Die Alten haben den Verein in den jüngsten Jahrzehnten geprägt.

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Sie haben ihren Teil beigetragen, dass die Kleinwerthersche Kirmes ihr 75-Jähriges feiern kann (von links): Ingo Bösenberg, Axel Grasenick und Rainer Ullrich.© Birgit Hellrung

Unvergessen sind aber auch die Urgesteine Willi Liebramm, Willi Schmücking und Dieter Zornemann. Ihnen und vielen anderen ist es zu verdanken, dass jetzt am 12. Oktober die Kleinwerthersche Kirmes ihr 75-jähriges Jubiläum feiern kann. Als Höhepunkte gelten am Sonnabend der Umzug, der um 10 Uhr im Brockenblick-Neubaugebiet startet, sowie der Tanzabend ab 19 Uhr im Haus des Volkes.

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Auch diesmal übernimmt Steffen Nebelung die Rolle des Erbesbären und trägt stolz das aus Stroh gewickelte Bärenkleid. Traditionell ziehen die Kirmesburschen nicht nur durch die Straßen des Dorfes; sie besuchen auch die Bewohner des Alten- und Pflegeheimes, um ihnen ein musikalisches Ständchen bringen zu können.

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Line füttert den Erbesbär (Steffen Nebelung), damit dieser Kraft tankt für den weiteren Kirmesumzug.© Birgit Hellrung

Bei aller Festlaune: Auch den Kirmesverein plagt ein Fachkräftemangel. „Unsere Kirmesburschen werden nicht jünger“, sagt Birgit Hellrung und fügt schmunzelnd hinzu: „Wir freuen uns über Nachwuchs jeden Alters.“ Der Verein soll lebensfähig bleiben. Und mit ihm die Kirmes-Tradition.

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Der Humor kommt bei der Kleinwertherschen Kirmes nie zu kurz. Zu später Stunde findet traditionell stets die Kirmesbeerdigung statt. Im Bild: Christian Krogel (links) sowie Ingo Bösenberg, Pastorin Silke und Pastor Uwe.© Birgit Hellrung

Zum Tanz im Haus des Volkes sorgt DJ Toni für die Musik. Doch pausenlos ist er nicht im Einsatz. Denn der Verein hat für den Abend einen „historisch interessanten Rückblick auf 75 Jahre Kirmes“ vorbereitet, verrät Birgit Hellrung.

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